Liebe Freunde des Fechtsports,

es ist kaum zu glauben. Wieder sind zwei Jahre vergangen und es ist Zeit, den Bericht über die Breitensport-Aktivitäten von 2008 bis 2010 zu schreiben.

Erfolgreich buchstabiert sich T U N - und getan haben wir Einiges.

Zuerst einmal möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken:

- beim Präsidenten und den Präsidiumsmitgliedern des DFB
- bei den Präsidentinnen und Präsidenten der Landesfachverbände
auch bei den neu hinzugekommenen
- bei der DFB-Geschäftsführung mit Sven Ressel, Manfred Kaspar und Holger Sievert
- bei Andreas Schirmer für die gute Breitensport-Berichterstattung im fechtsport.magazin
- bei den Sponsoren der EM-Tour Allstar, Artos und der Firma Hymer,die
- bei Ehrenmitglied Laki Dobridis und
- bei  Ehrenpräsidentin Erika Dienstl
- beim Seniorensprecher Dr. Volkhard Herbst und seiner Stellvertreterin Birgit Noll
- bei Marcel Abts, dem Leiter der Deutschen Fechterjugend und seinem Team
- bei Hannelies Slapka, der Projektleiterin Frauen im Fechtsport
- und bei allen Mitstreitern, die in den verschiedensten Projekten mit Elan und Engagement mitgearbeitet haben
 
Positive Mitgliederentwicklung

Erfreulich ist die positive Mitgliederentwicklung unseres Verbandes. In 2009 waren 24.525 Mitglieder im DFB organisiert, 1.203 Sportler mehr als 2008:Diese positive Entwicklung schreiben wir auch unseren Aktivitäten im Breitensport zu. Wir sind gespannt auf die hoffentlich noch erfreulicheren Zahlen für 2010.

Wir sind erfolgreich und präsent im Spitzensport. Herzlichen Glückwunsch an alle Medaillengewinner der EM 2010 in Leipzig und der WM2010 in Paris. Die Schwierigkeit ist allerdings, diese Präsenz für uns in den Vereinen und Verbänden zu nutzen.

Höhepunkt  EM Leipzig

Der Höhepunkt des DFB im Jahr 2010 war eindeutig die Europameisterschaft in Leipzig im Juli. Wir alle haben uns sehr über die Erfolge unserer Fechterinnen und Fechter gefreut - und wir vom Bereich Breitensport haben im Vorfeld dazu beigetragen, auf die EM in Leipzig aufmerksam zu machen. Die erfolgreiche EM-Tour hat das Interesse an unserem schönen Sport auf jeden Fall gesteigert.

Meine Thesen sind immer noch aktuell:

- Spitzensport und Breitensport gehören untrennbar und unabdingbar zusammen.
- Wir benötigen dieses zweipolige Sportsystem, das einerseits auf die Breite und andererseits auf die Spitze eingestellt ist.
- Die Vereine sind die Zukunft des Verbandes, wir müssen sie unterstützen und ihnen dabei helfen sich richtig zu positionieren
 

2008 - 2016 Verbands- und Breitensportentwicklung
 
Es gibt weiterhin viel zu tun:

- Die Vereine sind die Zukunft des Verbandes, wir müssen sie unterstützen und ihnen dabei helfen sich richtig zu positionieren
- Die erfreulichen Mitgliederzahlen in 2010/2011 weiter steigern,
- Die Kommunikation untereinander weiter optimieren
- Hauptamtliche Unterstützung für den Bereich Breitensport installieren
- Bundesweite öffentlichkeitswirksame Kampagnen organisieren
- Mehr Trainer gut und praxisnah ausbilden, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
- Die Außendarstellung/Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes verbessern
- Marketingunterstützung auch für den Breitensport
 
Die seinerzeit entwickelte Vision 2000 ist immer noch eine der tragenden Säulen in der breitensportlich orientierten Arbeit für eine auf positive Verbands- und Vereinsentwicklung abzielende strategische Ausrichtung. In unserem Entwicklungsprogramm 2010-2016 schreiben wir dies fort und nehmen uns vor, unsere Vereine in ihrem Bestreben zu unterstützen, sich sportlich, organisatorisch und strategisch weiter zu entwickeln. Wir wollen den Vereinen helfen, angemessen auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Wir sehen die Vereine nach wie vor als die grundlegende Basis unserer Bemühungen, "den Fechtsport voranzubringen".
 
Im Berichtszeitraum wurden die bereits zur Tradition gewordenen jährlichen Breitensportworkshops gemeinsam mit den für die Entwicklung des Breitensports Verantwortlichen der Landesfachverbände und Vertretern der relevanten Ausschüsse und Arbeitsgruppen im DFB durchgeführt. Diese Veranstaltungen dienen neben dem Gedankenaustausch über aktuelle Themen und Anliegen wesentlich auch als gemeinsames Instrument zur Entwicklung und Planung der Verbandsentwicklung im Breitensport. Die Mitgestaltung der Vertreter der Landesfachverbände schafft einen hoch einzuschätzenden Multiplikations- und Kommunikationseffekt.
 
Bereits in der Sitzung im März 2009 in Tauberbischofsheim wurden erste Überlegungen für Begleitaktionen zur Europameisterschaft 2010 in Leipzig angestellt. Dort kristallisierte sich aus der vorgeschlagenen Auswahl von möglichen Projekten dann die EM-Tour 2010 heraus. Dies ist dann .weiter verfolgt, durchgeplant und erfolgreich umgesetzt worden. Uns allen sind noch die Kampagnen: "Fechten tut Deutschland gut, "das längste Gefecht der Welt" oder die "Wochen des Fechtsports" in Erinnerung.
 
Diskutierte, aber aus guten Gründen nicht realisierte Projekte und Aktionen sind als Idee für die Folgejahre erhalten geblieben und in der im Oktober 2010 in Kassel durchgeführten Konferenz wieder "auf die Tagesordnung gesetzt" worden. Eine dieser realisierungswürdigen Projekte für 2011sind die "Sterne des Fechtsports". Ähnlich der Aktion "Sterne des Sport" sollen bestimmte Aktivitäten der Fechtvereine prämiert werden. Wir versprechen uns von dieser Aktion zum einen eine Förderung der in den Kriterienkatalog aufgenommenen Aktivitäten, zum anderen kann damit auch ein "sanfter Einstieg" in ein Qualitäts-Evaluations- und Verbesserungsprogramm verbunden werden.
 
Hauptamtliche Unterstützung für den Bereich Breitensport installieren

Der Bereich Breitensport war in den letzten beiden Jahren überaus aktiv. Sie werden das bei der Lektüre dieses Berichts spüren. In dieser Zeit war die Planung, Organisation und Umsetzung der vielfältigen Aufgaben nur durch außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz der Beteiligten möglich. Seit Ende 2009 wird der Arbeitsbereich Breitensport durch einen Mitarbeiter unterstützt - wobei anzumerken ist, dass die Tätigkeit nur als teilzeitlich mit einem anzurechnenden Aufwand von rd. einem Arbeitstag / Woche zu betrachten ist.
Der Bereich Breitensport ist auf einem sehr guten Weg und hat sich bei Sponsoren und Partnern etabliert. Mein Ziel ist es, für die nächsten Jahre eine vollzeitlich eingesetzte Kraft für den Breitensport zu installieren, die die vielfältigen Projekte, Maßnahmen und Kampagnen koordiniert und organisiert und fachlich kompetenter Ansprechpartner für die Landesfachverbände und Vereine ist.

Dieses ist nur mit ehrenamtlich tätigen Personen so nicht mehr möglich, mögen sie auch noch so engagiert sein. Wir sind einer der wenigen Spitzenverbände ohne hauptamtliche Unterstützung im Breitensport.
 
EM-TOUR Leipzig

Im Vorfeld der Europameisterschaft wurde vom Breitensportbereich die EM-Tour2010 als Image- und Werbeaktion für den Fechtsport im Umfeld der Fecht-Europameisterschaft kreiert. Nach meinen Gesprächen mit dem Marketingverantwortlichen der Firma Hymer stellte der Wohnwagen-Hersteller aus Bad Waldsee unentgeltlich ein großes Wohnmobil vom Typ B528 CL zur Verfügung.

Es wurde als "Basis" für unser fecht.mobil genutzt. Mit diesem Wohnmobil war vorwiegend Hans Herbert Bents von März bis September 2010 kreuz und quer in Deutschland unterwegs. Die Kombination Hymermobil und fecht.mobil hatte ihren Auftritt bevorzugt bei Veranstaltungen mit einer großen Publikums- und Medienwirkung sowie bei fechtsportlichen Aktionen mit einer entsprechenden Öffentlichkeits- und Medienwirkung. Die Betankung des Fahrzeugs wurde durch Spenden der Fecht-Ausrüster Allstar und Artos gesichert.

Wir haben Vereinen für Events im Rahmen der EM-Tour2010 die Kombination Hymer- und fecht.mobil unentgeltlich zur Verfügung gestellt. So ermöglichten wir den Einsatz auch dort, wo die wirtschaftlichen Ressourcen für eine Anmietung  begrenzt waren. Das Hymermobil war an 22 Einsatzorten mit 50 Veranstaltungstagen und über 200.000 Besuchern unterwegs.
 
Treffpunkt Fechten EM Leipzig

Im Arbeitskreis "frauen gewinnen" des Deutschen Fechter-Bundes, entstand die Idee, während der Europameisterschaft in Leipzig einen "Treffpunkt Fechten" für Sportler und Besucher an exponierter Stelle einzurichten. Der Stand sollte Gelegenheit zum Klönen und Ausruhen bieten, aber auch für andere Aktivitäten wie z. B. Präsentationen und Workshops zur Verfügung stehen.

Der Bereich Breitensport war federführend an der Realisierung des Standes beteiligt. Auszubildende des Fachbereichs Holzmechanik des Technologie- und Berufs-bildungszentrums Paderborn/Leipzig fertigten 18 hochwertige Standmodule an. Sowohl Material als auch Arbeitskraft wurden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Standmodule wurden mit den Fotos der Kampagne "Fechten fühlen" versehen. Die Module sind nun in den Besitz des DFB übergegangen und stehen für Präsentationen und Veranstaltungen zur Verfügung.
 
Der Treffpunkt Fechten wurde während der EM tatsächlich sehr gut angenommen - die Sitzecke wurde von Aktiven und Besucher regelmäßig und intensiv genutzt. Dabei störte auch das tack-tack des in der Nähe aufgebauten fecht.mobils kaum. Aufgrund der "strategisch" günstigen Position im Laufbereich der Eingangshalle entwickelte sich der Treffpunkt zur vielfach nachgefragten Informationsstelle. Das wurde von den vier jungen Damen der Standbetreuung ausgezeichnet gemeistert.
 
Women and Sports-Day

Der ebenfalls während der EM geplante Women-and-Sports-Day musste leider aufgrund aktueller Raumprobleme, die so nicht vorhersehbar waren, kurzfristig abgesagt werden. Er hat nun im Rahmen der Weltmeisterschaft in Paris stattgefunden.
 
Youth Olympic Day

Unmittelbar nach der EM in Leipzig fand in Berlin der Youth Olympic Day statt. Diese Startveranstaltung der olympischen Flamme auf dem Weg Olympischen Jugendspiele in Singapur war die einzige auf dem europäischen Kontinent. Der Deutsche Fechter-Bund war mit dem fecht.mobil vertreten und präsentierte den Fechtsport und seine drei Singapur-Fahrer im Rahmen einer Bühnenshow.

Komplett geplant und organisiert wurde der Auftritt vom Bereich Breitensport des DFB. Mein Dank gilt noch einmal Professor Großer (Auftritt Theaterfechten) und Julia Kirschen (Fechtaerobic nach Musik) sowie Hans Herbert Bents.
 
Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen:

Bevor ich hier über die hervorragende Resonanz auf unsere Veranstaltungen eingehe, möchte ich mich herzlich bei allen teilnehmenden Vereinen vor Ort bedanken, die unsere Aktivitäten so großartig und engagiert unterstützt haben. Ein fecht.mobil ohne Betreuung und ohne die Präsentation unseres Sports ist nicht sinnvoll.
 
Wochen des Fechtsports 2009

Ich freue mich über das große Interesse bundesweit und die vielen guten Ideen der großen und kleinen Vereine. Begeisterung ist ansteckend, Enthusiasmus macht neugierig. Jeder Verein hat für sich entschieden, wie aufwändig er die Teilnahme an den ‚Wochen des Fechtsports' gestaltet hat, ob als großes Event oder als kleinere einmalige Aktion - das Motto lautet: Jeder Verein nimmt mit wenigstens einer Aktion an den Wochen des Fechtsports teil." Die beiden Auftaktveranstaltungen in Halle und in Ludwigsburg konnten sich auf jeden Fall sehen lassen. Hilfreich war auch die Internetunterstützung sowie das von Allstar gesponserte "Starterkit" für alle Vereine in Deutschland. Gemeinsam entwickelte man neue Ideen, die Zusammenarbeit in den Vereinen erhielt eine zusätzliche Dimension. Heraus kam das "Wir-Fechter-Gefühl.
 
Fecht.mobil - das Erfolgsmobil

In 2009 wurde es von 45 Vereinen/Veranstaltern angefordert, bei 103 Veranstaltungstagen.
In 2010 war es auf insgesamt 51 Veranstaltungen mit 108 Einsatztagen zu finden.
Teilweise waren an stark frequentierten Wochenenden 4 fecht.mobile im Einsatz. Dank auch an den Hersteller Jan Buxa aus Karlsruhe, der uns mit seinen eigenen Geräten aushalf.

- davon 28 Einsätze EM-Tour2010 bis zur EM in Leipzig (60 Einsatztage mit rd. 1,4 Millionen Besucher)
- Einsatztage plus An- und Abtransport mit Hymermobil bzw. Spedition) zusammen rd. 260 "Unterwegstage".
- neben dem Deutschen Fechter-Bund präsentierten sich auf den Veranstaltungen rd. 45 Vereine bzw. Landesfachverbände.
 
Die wichtigsten / größten Veranstaltungen:

- Fecht-EM Leipzig
- NRW-Tag in Siegen in Kooperation mit dem NRW-Innenministerium (400.00 Besucher s. oben)
- Landespolizeifest Aachen in Kooperation mit dem NRW-Innenministerium (ca. 60.000 Besucher)
- Orthopädie-Messe Leipzig (in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhlsportverein) (21.000 Besucher)
- RehaCare Düsseldorf (in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhlsportverein) (ca. 53.000 Besucher)
- drei Veranstaltungen Berufsgenossenschafts-Tour (in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhlsportverein)
- Eröffnung des Landesjugendsportfestes in Schwerin (3.000 Kinder)
- Euromeeting in Gladbeck (4.000 Besucher)
- Youth Olympic Day in Berlin (ca. 14.000 Besucher)

Festival des Sports-Mission Olympics

Schon zur festen Einrichtung ist unsere Beteiligung mit dem fecht.mobil auf den Großveranstaltungen des DOSB-Festival des Sports/Mission Olympic, die in 2010 in den Städten Cottbus, Mannheim, Nordhorn, Zehdenick und Wetzlar stattgefunden haben und insgesamt mehr als 424.000 Besucher zählten. In 2009 waren 390.000 Besucher in den Städten Göttingen, Norden, Neubrandenburg, Stuttgart und Lübbenau. Und auch in den nächsten Jahren werden wir dort teilnehmen.
 
BARMER-GEK  Deutschland bewegt sich -Tour

Erstmals ist es uns nach intensiven Vorgesprächen mit den Marketingverantwortlichen der BARMER/GEK gelungen an der Aktion " Deutschland bewegt sich" teilzunehmen. Die von BARMER-GEK, ZDF und Bild am Sonntag organisierte Tour durch ganz Deutschland ermöglichte es uns mit einem eigens für die BARMER-GEK gestalteten fecht.mobil an ca. 20 Großveranstaltungen teilzunehmen. Eindrucksvoll war die Auftaktveranstaltung im Europapark Rust mit über 70.000 Besuchern und die Abschlussveranstaltung in Bremen am 3. Oktober im Rahmen des Tages der Deutschen Einheit in Bremen. Es besteht großes Interesse daran, uns auch in Jahr 2011 als Partner dabei zu haben.
 
Etwas Statistik

Insgesamt wurden bis Ende Oktober über 110 Veranstaltungstage gezählt. Über 2,8 Millionen Besucher haben die Veranstaltungen besucht. Ein bisschen Statistik:
Wenn bei den Veranstaltungen nur 1/3 das fecht.mobil und die Aktivitäten rund herum tatsächlich wahrgenommen haben, sind das schon fast eine Million, wenn davon 50 % mehr als nur einen kurzen Blick riskiert haben, haben wir die unmittelbare Aufmerksamkeit von 500.000 Menschen gewonnen. Bei einem Mittel von 6 Einsatzstunden je Einsatztag kommen wir hochgerechnet auf über 30.000 Aktivitäten am fecht.mobil mit weit mehr als 1,5 Millionen Treffern.
 
Projekt-Evaluation

Nachdem die "Außenaktivitäten" während der Veranstaltungssaison weitgehend abgeschlossen sind, konnte mit einer "Evaluierung" der verschiedenen Aktivitäten des Berichtszeitraums begonnen werden, insbesondere mit Blick auf bundesweite Aktionen wie die EM-Tour2010, dem Einsatz des fecht.mobil allgemein sowie der Aktion "frauen gewinnen". Ziel ist, zu untersuchen, mit welchem Erfolg die Aktionen durchgeführt wurden und welche Schlussfolgerungen daraus für künftige Aktivitäten gewonnen werden können.
 
Deutschlandpokal

Der Deutschlandpokal als die größte breitensportliche Veranstaltung im Deutschen Fechter-Bund wurde im Berichtszeitraum in der bewährten Form ausgefochten. Die Finals 2009 (Weimar) und 2010 (Göppingen) waren hervorragend organisiert. Geplant ist die Einführung eines Mannschafts-Beitrags. Die eingenommenen Gelder sollen dem Wettbewerb zugute kommen (z. B. höherer Zuschuss für den Ausrichter des Finales, Erstellung von Informations- und Werbematerialien, Starterkit für die Vereine)

Nach intensiven Vorarbeiten konnte im Sommer 2010 die Präsentation des Wettbewerbs auf der Internetseite des Deutschen Fechter-Bundes und die Kommunikation mit den Vereinen entscheidend verbessert werden. In einem ersten Schritt wurde die Anmeldung zur Teilnahme umgestellt. Ab 2010/2011 werden die Mannschaften nicht mehr aufgrund ihrer vorjährigen Teilnahme automatisch gesetzt. Die Meldung zur Teilnahme erfolgt jetzt über ein Online-Anmeldeformular im Internet, ebenso die Veröffentlichung der Begegnungen. Die teilnehmenden Vereine tragen die Ergebnisse der Begegnungen über eine entsprechende Maske jetzt selbst ein. Dieses ist dann sofort sichtbar und muss nicht erst aufwändig über Listen als pdf veröffentlicht werden. Da der Schriftverkehr mit den Vereinen nun ausschließlich weitgehend automatisiert über E-Mail erfolgt - neben der Veröffentlichung im Internet - konnte die bisher notwendige manuelle Bearbeitung in der Hauptgeschäftsstelle erheblich eingeschränkt werden. Auch das Setzen der Begegnungen ist nicht mehr an die bisher erforderliche "Zonen"-Beschränkung gebunden. Unter Beachtung verschiedener Kriterien (Entfernung, bisherige Begegnungen etc.) werden "vom Computer" die Begegnungen gesetzt. Damit hoffen wir, die Attraktivität des Deutschlandpokals verbessert zu haben und weitere Mannschaften zur Teilnahme animieren zu können
 
DOSB-Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung

Seit November 2006 arbeite ich im DOSB-Ausschuss mit. Dort werden die Weichen für die bundesweite Breitensportentwicklung gestellt. Ich habe mich noch einmal für den Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung zur Wahl gestellt, sie findet am 4.12. im Rahmen der DOSB-in München statt. Der DOSB hat bisher zahlreiche unserer innovativen Projekte finanziell unterstützt. Meine Mitarbeit im Deutschen Frauenrat, dem ich seit 2006 angehörte, endete im September 2010.

Frauen an die Spitze - Frauen gewinnen im DFB

Ich bin stolz darauf, dass unser Verband während der DOSB-Mitgliederversammlung 2009 in Düsseldorf für sein langjähriges Engagement im Bereich "Frauen an die Spitze" von DOSB Präsident Dr. Thomas Bach ausgezeichnet worden ist. Der Preis ist verbunden mit 3.500 €. Drei Verbände wurden von der Jury ausgewählt. Der DFB erhielt als einziger Spitzenverband neben zwei Landessportbünden für seine Projekte zur Förderung von mehr Frauen in Führungspositionen die Auszeichnung.

Mein Team und ich freuen uns sehr über diesen Preis und sehen unser jahrelanges Engagement gewürdigt. Seit 2002 bilden wir Mädchen und Frauen aus, die dann Führungspositionen in unseren Vereinen und Verbänden übernehmen.

"Die Konzentration auf das Entscheidende, d. h. ein gezieltes, umfangreiches und langjähriges Mentoring-Programm verbunden mit ebenso langfristig angelegten Fortbildungsangeboten sind die Erfolgskoordinaten des DFB-Projektes "Frauen an die Spitze - Führungstalente finden und begleiten". Der DFB hat sich im Berichtszeitraum an der vom DOSB ausgerufenen und von ihm mit Zuschüssen unterstützen Aktion "frauen gewinnen" in Fortsetzung bereits in den Vorjahren durchgeführter Programme beteiligt. Ende Oktober 2009 fand in Paderborn der Workshop "Talente gesucht ..." statt, der sowohl von erfahrenen Funktionärinnen des DFBs mit Mentorinnenqualität als auch von interessierten Nachwuchskräften besucht wurde. Intensiv wurde dabei über die unterschiedlichen Möglichkeiten von Frauen und Mädchen in den Funktionen des Sports diskutiert und nach Wegen gesucht, mehr (junge) Frauen auf Führungsaufgaben vorzubereiten.

Mädchen und Frauen für unseren Sport zu begeistern

Zwei Drittel unserer Mitglieder sind männlich, ein Drittel ist weiblich. Hier schlummert ein großes Potential, das wir besser nutzen müssen. Geplant sind Mitglieder-Gewinnungsaktionen speziell für Mädchen und Frauen, um sie für den Fechtsport  zu interessieren.

Women and Sports Day 2010 während der EM in Leipzig

Leider konnte, wie oben schon ausgeführt,  der als Höhepunkt der Aktivitäten gedachte Women-and-Sports-Day während der EM in Leipzig aus organisatorischen Gründen nicht durchgeführt werden. Wir fanden das sehr schade.
 
Partner Fechtsport Marketing
Wir sind im Gespräch mit der PFM. Die zahlreichen Marketing-Aktivitäten des Bereiches Breitensport bedürfen inzwischen eines Businessplans
 
Deutsche Fechterjugend dfj

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Fechter-Jugend konnte im Berichtszeitraum weiter ausgebaut werden. So haben alle Vorstandmitglieder der dfj an dem im Oktober 2010 in Kassel durchgeführten Breitensport-Workshop teilgenommen und sich aktiv an den Planungen für den Zeitraum 2011/2012 beteiligt. Die dfj will sich an unseren Breitensport-Kampagnen beteiligen.

Hervorragend organisiert war der Stand der Deutschen Fechterjugend während des Deutschen Turnfestes 2009 in Frankfurt. Bestückt mit zwei Fechtmobilen war er ein hervorragender Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern. Auch die Organisation des Jugendlagers während der EM in Leipzig war ein voller Erfolg. Die Unterstützung in der Fechthalle motivierte die deutschen Fechterinnen und Fechter und war nicht zu überhören.
 
Umsetzung Ausbildungskonzeption Trainer Breitensport

Das Profil "Trainer Breitensport im Fechten" auf den Lizenzstufen "C" und "B" wurde zum 01.01.2008 erstmalig vom DFB eingeführt. Da es sich um ein neu entwickeltes Profil im Rahmen der fechtsportlichen Trainerausbildung handelt, wurden Ausbilder in den Landesfachverbänden (Multiplikatoren) entsprechend qualifiziert. Die neuen Rahmenrichtlinien stoßen nicht nur auf Zustimmung. Die praktische Umsetzung dieses Ausbildungsganges für Trainer (Lizenzstufe C) ist  bislang in den Landesfachverbänden zwar angestrebt, aber noch nicht wirklich erfolgt.  Die Annahme der Konzeption in den Vereinen ist schwierig. Obwohl dieser Ausbildungsweg besonders auf die Erfordernisse der meisten Fechtvereine (Basis-Ausbildung Fechten / breitensportlich orientierte Zielgruppenarbeit mit Kindern und Älteren etc.) zugeschnitten ist, besitzt in der Wahrnehmung der Ausbildungsweg "Leistungssport" die höhere Wertigkeit. Dies ist durchaus darauf zurückzuführen, dass in vielen Vereinen traditionell davon ausgegangen wird, dass allein schon die Teilnahme von Fechterinnen und Fechtern an Turnieren den Anspruch einer leistungssportlichen Orientierung rechtfertigt. Ein weiterer Grund wird in der bisherigen Kommunikation dieses Ausbildungsweges gesehen, in der die Module "Szenisches Fechten" und "Rollstuhlfechten" überbetont werden. Daraus hat sich scheinbar verfestigt, dass dieses nur etwas für Trainer sei, die sich auf diese beiden Zielgruppen konzentrieren möchten.
 
Wichtig ist eine dezidierte Ausarbeitung insbesondere der Module für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Anfänger-Kurse / Schul-AG/ Offener Ganztag). Hier besteht inzwischen gerade bei dem Trend zur Einführung von Ganztagsschule ein Wettbewerb zwischen den Sportarten, dem sich der Fechtsport stellen muss, wenn er nicht ins Hintertreffen geraten möchte. Weitere Ausbildungsinhalte mit praktischem Bezug für die Arbeit in den Vereinen  können sein: Angebote für Ältere (z. B. Kurse für Senioren) sowie gesundheitsorientierte Angebote.
 
Es wäre jetzt Aufgabe des Lehrausschusses des Deutschen Fechter-Bundes
 
- die Inhalte und Auslegungen der vorliegenden Konzeption zur Ausbildung des Trainers Breitensport in einer Weise zu kommunizieren, die dem tatsächlichen Ausbildungsziel adäquat ist
- bestehende Inhalte hinsichtlich ihrer Praxisorientierung diskutieren und - soweit erforderlich -  überarbeiten und Ergänzungsmodule entwickeln, deren Lehrinhalte der Arbeit in den Vereinen mit Blick auf Rahmenbedingungen und Entwicklungen Rechnung tragen
- die Inhalte der Ausbildung zur Lizenzstufe B weiterentwickeln und dabei die Einführung von Modulen zu prüfen, die entweder als Wahlpflichtmodule in die Ausbildung Trainer B eingeführt werden können oder auch als Wahlmodule einer weiteren Qualifikation dienen
 
Fechten in der Schule

Hintergrund der Diskussion ist der Trend zur Ganztagsschule bzw. zu einer ganztägigen Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Schule. Die Deutsche Fechter-Jugend hat sich mit dieser Thematik intensiv beschäftigt und sich dabei in einem ersten Arbeitsschritt wesentlich darauf konzentriert, unter welchen Bedingungen Fechtsport in den regulären Unterricht von Schulen integriert werden kann. Tatsächlich ist in allen Bundesländern Fechten in den Curricula direkt oder indirekt enthalten, konkrete Lehrpläne dafür liegen aber nach dem Untersuchungsergebnis nicht vor. Das kann ein Grund sein, weshalb es bislang kaum gelungen ist, Fechten im Unterricht zu etablieren. Da aufgrund der vorgesehenen Stundenzahl (z. B. 12 Unterrichtsstunden) Fechten nur in "komprimierter" Form vermittelt werden kann, ist auch über sinnvolle außerunterrichtliche Ergänzungen nachzudenken (Fecht-AG, Einladung zum Vereinstraining).

Angebote für Kindergärten

In die Erörterung im Workshop wurde auch ein mögliches fechtsportlich orientiertes Angebot für Kindergärten einbezogen. Die Einrichtung von "bewegungsorientierten" Kindergärten wird bundesweit gefordert und gefördert. Wichtig ist, dass es gelingt, den für die pädagogische Arbeit Verantwortlichen deutlich zu machen, dass die vermittelten fechtspezifischen Bewegungsabläufe die Entwicklung der Kinder fördert und gleichzeitig eine altersgerechte Umsetzung anzubieten.
 
Kommunikation / Auftritt DFB

Ich möchte mich insbesondere beim Leiter Kommunikation, Sven Ressel, für die gute und kooperative Zusammenarbeit bedanken.
 
Präsidenten-Stammtisch

Die Kommunikation zwischen dem Präsidium des DFB und den Landesfachverbänden hat sich verbessert. Inzwischen findet in regelmäßigem Abstand an unterschiedlichen Orten der Präsidentenstammtisch statt. Dies wird vom Kreis der Präsidentinnen und Präsidenten der Landesfachverbände begrüßt und gut angenommen. Die Diskussion zu aktuellen Themen der LFV, aber auch zur gesamtverbandlichen Entwicklung ist  offen und rege. Fortsetzungen sind geplant
 
DFB-Internetseite

Ein Relaunch der Internetseite steht kurz bevor. Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit ist intensiv damit beschäftigt. Der Aufbau und die Darstellung der Inhalte auf der Internetseite des Deutschen Fechter-Bundes werden neu strukturiert und modernisiert. Insbesondere auch für die nichtleistungssportlichen Arbeitsbereiche, z.B. Breitensport, Kampagnen, Frauen gewinnen, ist es unbedingt erforderlich, den Besuchern der Website einen schnelleren/direkteren Zugriff auf die relevanten Inhalte zu ermöglichen. Nach wie vor ist der Internetauftritt des Deutschen Fechter-Bundes sehr wichtig als Informations- und Serviceinstrument.
 
Zentrales Service-Portal

Im Berichtszeitraum hat sich einiges am Ausbau des Internet-Service Portals getan.
 
Traineraus- und Fortbildung

Der Aufbau einer zentralen Trainerlizenzdatenbank ist für den B-Trainer soweit abgeschlossen. Die Trainerlizenzdatenbank für den "C" Trainer, da sind die Landesfachverbände involviert, ist weit fortgeschritten. Der Nutzen der Weiterentwicklung des Service-Portals liegt in einer nachhaltigen Datenhaltung aller Lizenzinhaber im Deutschen Fechter-Bund und seinen Landesfachverbänden. Konzipiert ist bereits, dass die  Lizenzinhaber neben dem aktuellen Lizenzstatus auch abfragen können, welche  Lehrgangsmaßnahmen zur Verlängerung der Lizenz erforderlich sind bzw. welche Module zum Erwerb der nächsten Lizenzstufe zu absolvieren sind. Auf die Benutzerfreundlichkeit ist großer Wert gelegt worden.
 
Turnierkurier-Datenbank

Die vom Breitensportbereich initiierte Turnierkurier-Datenbank wird sehr gut genutzt.
Ständige Aufgabe ist die Entwicklung und Pflege von Adressdateien.)
 
Corparate Design

Momentan wird am Corporate Design des DFBs gearbeitet. Wir benötigen  ein einheitliches Auftreten insbesondere bei Dachkampagnen und vereinsübergreifenden Aktivitäten. Dies ist ein dringender Wunsch auch der Vereine, die einheitliche Informations- und Werbematerialien benötigen, besonders für Vereine in Gründung sowie Vereine, die sich erstmalig intensiver um ihre Öffentlichkeitsarbeit kümmern wollen.
 
Newsletter

Wiederbelebt wurde auch unser Vereins-Newsletter. Inzwischen haben sich die jetzt veröffentlichten Ausgaben als guter und richtiger Weg bezüglich Aktualität und Informationsgehalt erwiesen. Negativ ist in diesem Zusammenhang, dass die Informationen von den Empfängern sehr oft nicht an die Fechterinnen und Fechter in den Vereinen weitergegeben werden. Es gibt für die Vereine die Möglichkeit, weitere Empfänger des Newsletters auf der Serviceseite des DFB zu benennen.
 
Zuarbeit "fechtsport-magazin

Die verstärkte Unterstützung bei der Redaktionsarbeit für das "fechtsport" magazin sowie die Breitensport-Seiten im Internet ist seitens der Vereine nötig. Insbesondere im Blick liegt hier die Zurverfügungstellung von geeigneten Berichten und Bildmaterial. In 2011 werden Workshops zum Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausgeschrieben.

Breitensport-Workshops/Seminare

Neben den Breitensport-Workshops 2009 und 2010 fanden noch folgende praxisorientierten Seminare statt:

VBG-Seminare

Im Berichtzeitraum wurden wie in den Vorjahren auch die bewährten VBG-Seminare speziell für Fechter angeboten. Sie werden sehr gut angenommen. Als besonders wichtig hat sich dabei das Basis-Seminar zum Thema "Versicherung im Sport" herausgestellt. Insbesondere die (Nicht-)Versicherung von gewählten Gremienmitgliedern wurde in 2010 intensiv erörtert. Ein Landesfachverband hat daraus die ersten Folgerungen gezogen und bietet nun seinen Gremienmitgliedern im Rahmen der sogenannten Ehrenamtsversicherung einen erhöhten Schutz an.

In diesem Jahr fanden im Mai und August auf Schloss Storkau und Schloss Gevelinghausen zwei sehr gut besuchte VBG- Seminare statt. Dieses Angebot ist ein Service für Vereine und Verbände. Thema:. Medizinische Erstversorgung und Prävention im Fechtsport. Fechtspezifische Inhalte wurden von Experten vermittelt,  . Es geht in erster Linie um die Qualität der Seminare, ein Nebeneffekt, sie kosten uns nichts.
 
Senioren im DFB

Wir waren erfreut über die große Anzahl Seniorenfechter, die der Einladung des DFB gefolgt sind und während der EM in Leipzig am Empfang für verdiente Seniorenfechterinnen und -fechter teilgenommen haben. Präsident Rapp, Dr. Volkhard Herbst und ich bedankten uns bei den knapp 300 Anwesenden für das große Engagement  in ihren Vereinen vor Ort. Viele Teilnehmer blieben mehrere Tage, um die Wettkämpfe mitzuerleben

Ich möchte mich ausdrücklich bei Seniorensprecher Dr. Volkhard Herbst und seiner Stellvertreterin Birgit Noll bedanken. Die Zusammenarbeit war sehr gut. Wir haben gemeinsam im August 2008 einen Vorbereitungs-Workshop auf die Weltmeisterschaften und einen Länderkampf gegen die Italienische Senioren-Nationalmannschaft in Tauberbischofsheim organisiert, den Rückkampf 2009 in Padua hat federführend Birgit Noll in die Hand genommen. Im September 2009 fand in Paderborn ein gut besuchter Vorbereitungsworkshop auf die WM in Porec statt. 2011 wird der Länderkampf gegen Italien in München stattfinden. Dazu kommt 2011 ein Länderkampf gegen Großbrittanien. International waren unsere Seniorenfechterinnen und -fechter auch in den Jahren 2009 und 2010 wieder sehr erfolgreich. Wir sind zahlenmäßig immer eine der stärksten Nationen. Es gab eine Flut von Medaillen bei den Internationalen Wettkämpfen.2009 fand die Europameisterschaft in Ungarn und die Team-Europameisterschaft in Skopje statt. Die Weltmeisterschaft 2009 wurde letztes Jahr in Moskau und dieses Jahr in Porec/Kroatien organisiert. Dort gewannen wir 11 Medaillen und lagen mit 25 Finalteilnehmerinnen und -teilnehmern an zweiter Stelle nach den USA. Mehr hat unser Seniorensprecher in seinem Bericht stehen. Wir haben in den letzten beiden Jahren Qualifikationsturniere eingeführt und eine neue Punkterangliste.

Das Seniorenfechten in Deutschland erfreut sich großer Beliebtheit. Die Teilnehmerzahlen bei den Deutschen Senioren-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften den Qualifikationsturnieren und Seniorenturnieren zeigt. Trotzdem arbeiten wir daran besonders in der Vergangenheit erfolgreiche Fechterinnen und Fechter zu motivieren mitzumachen.

Von meinem Amt als "Chairmen" der European Veterans Fencing Commission bin ich im Mai 2010 zurückgetreten. Das hatte mit meiner beruflichen Belastung zu tun. Mein Nachfolger ist Francois Moiron aus Frankreich.

Deutsches Fechtsportabzeichen

Die Einführung des Deutschen Fechtsportabzeichens ist schon eine Weile her.
Es ist eine gute Sache. Kinder und Jugendliche sollen das Deutsche Sportabzeichen machen und zusätzlich einen fechterischen Teil absolvieren und eine bestimmte Anzahl von Turnieren sich eintragen lassen. Wir waren anscheinend der Zeit voraus. Der DOSB überarbeitet seit letztem Jahr intensiv die Bedingungen für das Sportabzeichen und bietet dann den Verbänden sportartspezifische Sportabzeichen an -ähnlich den Bedingungen unseres Fechtsportabzeichens.  Wir werden die Kommunikation darüber wieder intensivieren.
 
EU-Projekte

Wir sind dabei, eine EU-Projektgruppe einzurichten. Probleme: Bislang gab es auch keine direkte Sportförderung durch die EU, dies kann in der Regel im Rahmen von Gemeinschaftsprogrammen mit anderen Bereichen erfolgen. Beantragung und Umsetzung dieser Projekte sind sehr zeit- und personalintensiv. In anderen Sportarten sind ganze Stäbe von hauptamtlichen Mitarbeitern damit beschäftigt. Wir könnten z.B. in grenznahen Regionen Fechtprojekte gestalten. Auch eine "Europäische Woche des Fechtens" könnte als Projekt Chancen haben. Es wäre wünschenswert, dass sich Sportfreunde dafür interessieren und diese Aktionen ausgestalten. Hier haben wir deutliche Reserven, auch in der Zusammenarbeit mit der Deutschen Fechterjugend.
 
Mehrkämpfe/Friesenkämpfe

Die Friesenkämpfer hatten Mitte September ihre Deutschen Meisterschaften in Waiblingen. Es gibt einen harten Kern von ca. 250 Friesenkämpfern in Deutschland. Zum Friesenkampf gehören die Sportarten Fechten, Schwimmen, Schießen, Laufen und Kugelstoßen. Es ist ein sehr vielseitiger Wettkampf. Olympiasiegerin Britta Heidemann kommt z. B. vom Friesenkampf. Volker Lingk ist Bundesfachwart "Friesenkampf" im Deutschen Turnerbund. Ihm ist es ein Anliegen noch mehr Kindern und Jugendlichen den Friesenkampf nahe zu bringen. Es wird schon länger über eine Namensänderung diskutiert. (Der Name kommt von Karl Friesen, einem Turnbruder von Friedrich Jahn).
 
Rollstuhlfechten

Als Mitglied der Wheelchair-Fencing-Commission der European Fencing Confederation hatte ich in 2009 ein Trainingscamp für europäische Nachwuchsrollstuhlfechter in Tauberbischofsheim organisiert, das dann allerdings aufgrund fehlender finanzieller Mittel abgesagt wurde. In Deutschland fand 2008 und 2009 ein Weltcup-Turnier in Malchow Mecklenburg-Vorpommern statt, das hervorragend organisiert war.

Nach einer kurzfristigen "Schwächeperiode" haben die deutschen Rollstuhlfechterinnen und -fechter wieder Anschluss an die internationale Spitze gewonnen. Insbesondere im Damenbereich (Degen und Florett) liegen deutsche Fechterinnen aktuell (Stand Mitte Oktober 2010) auf den Plätze eins und zwei der Internationalen Ranglisten. Das 2007 neu gebildete Vorstands- und Trainerteam arbeitet gut und erfolgreich zusammen. Besonders bedanken möchte ich mich bei Ira Ziegler für die gute Zusammenarbeit.

Planungen / Dachkampagne 2011 / 2012

Die bereits von den Teilnehmern des Breitensport-Workshops 2009 in Tauberbischofsheim vorgeschlagene Auszeichnung "Sterne des Fechtsports" für besonders aktive und kreative Fechtvereine wird wieder aufgegriffen.
Beim Breitensport-Workshop Ende Oktober 2010 wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich um die weitere Entwicklung und Umsetzung des Konzepts kümmert sowie die Besetzung der Jury vorschlägt:
 
Das primäre Ziel des Vereinswettbewerbs soll darin bestehen die Vereine zu motivieren ihre Arbeit bzw. Projekte, die ihre Aktivität und Kreativität insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit im Angebot und in der Vereinsentwicklung in besonderer Weise belegen, darzustellen.
Eine Veröffentlichung der eingereichten Projekte könnte eine "Fundgrube" von Ideen und Vorschläge für andere Vereine sein.
 
Als Themen (Beurteilungskategorien)  sind geplant:
 
-       Vereinsentwicklung
-       Kooperationen
-       Zielgruppenorientiertes Engagement
-       Fechten und Gesundheit
-       Jugendarbeit (nichtsportlich orientierte Engagements)
 
Eingereicht werden können Projekte / Aktivitäten beginnend mit der Saison 2009 / 2010 und "mit Wirkung auf die Folgejahre". Bei einem Erfolg des Wettbewerbs sollte dieser in den Folgejahren wiederholt werden.
Die Bewertung der eingereichten Projekte soll durch eine Jury erfolgen, in die auch "Fachleuten" für die einzelnen Themen berufen werden.  Die Prämierung der "Sieger" soll im feierlichen Rahmen möglichst im Umfeld des Festaktes zum 100-jährigen Bestehen des Deutschen Fechter-Bundes im November 2011 stattfinden. Die Ausschreibung des Wettbewerbs wird im Januar 2011 erfolgen, erste Eckdaten werden den Vereinen im nächsten Newsletter bereits vorab bekannt gegeben.     
 
Fazit:

Erfolgreich buchstabiert sich T U N
 
Sie sehen anhand dieses ausführlichen Berichtes, dass etwas passiert ist im Ressort Breitensport des Deutschen Fechter-Bundes. Ziel im Breitensport Fechten ist es, in der "Breite" zu wachsen und viele Menschen einzubeziehen in unseren Sport - als Fechter und als Unterstützer. Dabei kommt es uns darauf an, die Mitgliederzahlen in den Vereinen weiter zu erhöhen. Wir wollen aber auch - und das muss gleichzeitig erfolgen - die Qualität und Attraktivität unseres Wirkens weiter erhöhen. Wir sind glaube ich auf einem guten Weg dahin.
Es bleiben aber noch eine Menge Reserven.  Ideen und Elan dies anzugehen, habe ich noch. Eine große Anzahl Mitstreiter auch. Deshalb werde ich mich zum Fechtertag 2010 wieder zur Wahl als Vizepräsidentin Breitensport/Senioren des Deutschen Fechter-Bundes stellen.


Ich grüße Sie herzlich
 
Ihre und Eure Margit Budde

 

Sponsoren und Förderer

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