Doping-Prävention

Bach: „Wollen Erfolg, aber keinen schmutzigen Lorbeer“

Was ist Doping?

Eine exakte Definition des Begriffs „Doping“ ist schwer, da eine Grauzone zwischen Doping und Nichtdoping existiert. So dienen Nahrungsergänzungsmittel nicht immer der Substitution, sondern häufig schon der Leistungssteigerung. Und Grenzwerte werden häufig benutzt, um eine Form des Dopings zu realisieren, die nicht bestraft werden kann.

Dennoch ist dies Doping, auch wenn Trainer oder Ärzte etwas anderes erzählen sollten. Doping ist sinngemäß alles, was jenseits der „natürlichen“ Möglichkeiten liegt und meistens mithilfe von Medikamenten und Aufputschmitteln Folgendes bewirkt:
• den entscheidenden Kick ermöglicht
• über Ermüdung und Überlastung hinwegtäuscht
• Schmerz unterdrückt
• die Muskelkraft erhöht
• die Sauerstoffversorgung der Muskulatur und die Ausdauer verbessert
• das Selbstvertrauen ins Unermessliche erhöht

Doping ist der Versuch, ohne Rücksicht auf die eigene Zukunft, Gesundheit und die Folgen für andere, Grenzen zu sprengen, um im Wettkampf der Bessere oder der Beste zu sein.

Dabei wird dem, der sich nicht dopt, Schaden zugefügt! Doping widerspricht den
grundlegenden Prinzipien des Sports. Es kann der Gesundheit der/des Dopenden schaden und verletzt die Gebote der Chancengleichheit und der sportlichen Fairness!

Was will Dopingprävention?

Im Spitzensport gibt es Dopingkontrollen. Sogenannte "Dopingsünder" werden bestraft. Was will also Die Doping-Prävention?

Im Gegensatz zur Intervention - also dem Einschreiten, wenn gegen Regeln verstoßen wird - möchte die Doping-Prävention bereits bei der Dopingmentalität - der Bereitschaft, leistungssteigernde Mittel einzusetzen - ansetzen.

„Das Problem einschließlich des dazugehörenden Schwarzmarkts ist in der Zwischenzeit so ausgebreitet, dass sich Prävention deshalb nicht auf den Spitzensport als Aufgabenfeld beschränken darf. Sie muss heute angesichts der in der Gesellschaft allgemein gegebenen Versuchung zum Medikamentenmissbrauch weit über den organisierten Sport hinausreichen“, schildert Prof. Dr. Treutlein von der Päd. Hochschule Heidelberg die Notwendigkeit einer umfassenden Präventionsarbeit.

 

Anti-Doping - Medienmappe

Vorstellung der dsj-Broschüre "Sport ohne Doping"

Der deutschen Broschüre, zu der die Autoren durch die Broschüre „Le dpage en questions“ des französischen Antidoping-Beauftragten Claude Louis Gallien angeregt wurden, liegt der Anspruch zugrunde, für Jugendliche und ihr Umfeld (Trainer, Funktionär, Arzt, Eltern usw.) Antworten in knapper und verständlicher Form auf Fragen zu geben, die sie zur Dopingproblematik stellen (könnten).

Dabei sollen Jugendliche als reflexions- und entscheidungsfähige Subjekte ernst genommen und ihnen Informationen und Entscheidungshilfen gegeben werden. Im Gegensatz zu anderen Präventionsmaterialien mit dem Schwerpunkt "Information" (vor allem zu medizinischen und pharmazeutischen Problemen) liegt der Schwerpunkt dieser Broschüre auf den Fragen "Wie denken Doping-Verführer" und "Mit welchen Situationen werde ich im Leistungssport voraussichtlich konfrontiert und wie kann ich dann reagieren?"

Jugendliche und ihr Umfeld sollen mit der Broschüre nicht nur Informationen erhalten, sondern auch zum Nachdenken (und reflektierten Entscheiden) angeregt werden. Wer Strukturen durchschaut und rechtzeitig solche Reflexionsprozesse anstellt, wird dann auch später – unter Handlungsdruck – eine größere Chance haben, sich nicht verführen zu lassen und sich im Sinne der Chancengleichheit, gegen Betrug und für die eigene Gesundheit zu entscheiden. Damit entspricht die Zielrichtung der Broschüre neueren Präventions-Tendenzen im Gesundheitsbereich.

Die Broschüre zum Download!

Weitere Informationen gibt es im Jugendsekretariat der Deutschen Fechterjugend: info(at)fechterjugend.de

 

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