Sommerferienlehrgang Bonn 2007
Der diesjährige Sommerlehrgang im Fechtzentrum Bonn ist gelaufen!
24 Kinder und Jugendliche aus fast allen Teilen Deutschlands - sogar aus Spanien und den USA waren Teilnehmer dabei - hatten eine Woche lang Sport, Spiel und Spaß in Bonn. Unter Leitung von Henri Jansen und Dirk Schiffler wurde in der Fechthalle des Zentrums trainiert - verstärkt durch Saeid Nourouzi und rund 15 Kinder vom Olympischen Fechtclub Bonn -, wurden Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung gemacht und - wenn das Wetter mal mitspielte - auch ein Nachmittag im nahegelegenen Freibad verbracht.
Sommerlehrgang TBB 2007
Aua. aua, jeder Schritt schmerzt!
Welche Ziele hat ein Jugendlicher in den Sommerferien? Reisen, Entspannen, neue Leute kennen lernen. Und welche Ziele hat ein Fechter für den Sommer? Die perfekte Vorbereitung auf die nächste Saison, ein bisschen über die aktuellen Themen aus Sport und Fechten diskutieren, ein bisschen etwas von der Gegend, in der man gerade ist, kennenlernen und das dann am besten noch auf einem Internationalen Lehrgang. Diese Sachen verbindet der Sommerferienlehrgang der Deutschen Fechterjugend. Vom 13.-17. August waren wir zu Gast im Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim und genossen die Atmosphäre großer Vorbilder.
Wir, 26 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahre, gaben beim fünftägigen Fechtlehrgang in TBB unser Bestes. Obwohl das Treppenlaufen schon nach zwei Tagen zur Tortur wurde, war unsere Motivation ungebrochen. Einige Trainingseinheiten, z.B. morgendliches Joggen, Lektionen und Beinarbeit in den Abendstunden, liefen auf freiwilliger Basis ab. So hatten die Motiviertesten unter uns die Möglichkeit, mehr zu trainieren, wer chillen wollte, konnte chillen. Neben intensivem Fechttraining kamen aber auch Unterhaltung und gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe nicht kurz.
Unter der Leitung von Ulrike Schönefeldt, Lars Pickardt und Philipp Gorray haben wir, die Jugendfechter, neben viel fechten auch einige neue Erfahrungen gemacht. Wir probierten uns im Rollstuhlfechten (Danke Helga Winckelmann) und waren erstaunt über die enorme Kraft, Schnelligkeit und Treffgenauigkeit, die man hier aufbringen musste.
Auch der Herrendegen-Bundestrainer Walter Steegmüller stellte sich den vielen Fragen von uns, nachdem er kurz über den Alltag im Spitzensportfechten erzählt hatte. Für eine Stadtführung durch die berühmteste Fechterstadt der Welt und einem Besuch im Badepark verließen wir sogar freiwillig die Halle. Jeden Abend diskutierten wir im großen Kreis über ein interessantes Thema, z.B. Behinderung im Sport, Verbandsstrukturen, Anti-Doping und Fair Play. Höhepunkt des Lehrgangs war ein Turnier, das von den 16- und 17jährigen selbst organisiert wurde (Tristan und Robert, das habt ihr toll gemacht). Am letzten Abend wurde unter dem Erklingen der jeweiligen Nationalhymne der Sieger im Florett und Degen geehrt. Dieser Tag endete in einer tollen Party, die erst um Mitternacht vorbei war.
Obwohl die Verständigung manchmal etwas schwierig war - einige von uns kamen aus Österreich, Frankreich und den Niederlanden (es ist umstritten, ob auch aus den USA) - wuchsen wir schnell zu einer Gruppe zusammen. Und auch wenn wir uns nicht immer sprachlich verstanden, haben wir doch viel voneinander und über die jeweils anderen Länder erfahren und gelernt. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, die auch über die Grenzen Deutschlands hinausgehen. Wir werden uns gegenseitig auf Turniere einladen und uns wieder treffen - spätestens im nächsten Jahr beim dfj-Sommerlehrgang in Tauber, wo wohl die meisten wiederkommen werden, da alle sehr begeistert vom Lehrgang waren.
Allerdings haben wir von diesem Lehrgang nicht nur neue Freunde, sondern auch einen ganz schlimmen Muskelkater mitgenommen. Ein weiteres Manko ist zu nennen: Der Lehrgang war leider viel zu kurz!
Lisa Hilgers
Johanna Elisa Brust
Georg Kudrna
Ulrike Schönefeldt




