Nobody gewinnt Heidenheimer Pokal
Der Russe Pawel Sukhov hat die 57. Auflage des Degen-Weltcup um den „Heidenheimer Pokal“ für sich entscheiden können. Im Finale bezwang der 21-jährige, der bisher auf Platz 93 der WRLT zu finden war, Bas Verwijlen (NED) mit 15:12.
Rang drei teilten sich Gabor Boczko (HUN) und der Weltranglisten-Erste Gauthier Grumier. Dagegen enttäuschte die deutsche Equipe. Christoph Kneip (Leverkusen) erreichte als bester deutscher Fechter Position 14. Er unterlag im Achtelfinale Grumier klar mit 6:15. Der aktuelle Weltranglisten-Zweite. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim) schied nach einem 8:15 gegen den Schweizer Steffen Benjamin in der Runde der letzten 32 aus. „Heute hat mir die Dynamik gefehlt. Am Anfang bin ich gut in das Gefecht hinein gekommen, habe dann aber dann den Faden verloren. Wenn du dann hinten liegst, ist es schwer wieder aufzuholen. Heute ist mir das nicht gelungen“, so Fiedler nach seinem Gefecht. Und er ergänzt mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften: „Ich werde mich jetzt auf die kommenden Turniere konzentrieren, um meine Weltranglisten Platzierung zu halten. Na klar bin ich mit meinem heutigen Abschneiden nicht wirklich zufrieden“.
Für alle anderen Fechter war ebenfalls spätestens in der Runde der letzten 32 Schluss. Martin Schmitt (Tauberbischofsheim) unterlag hier Paolo Pizzo (ITA) 12:15, Norman Ackermann (Leverkusen) dem Schweizer Max Heinzer 10:15. Auch Bundestrainer Didier Ollagnon zeigt sich kritisch: „Natürlich bin ich mit unserem Abschneiden nicht zufrieden. Wir können uns nur steigern, wenn wir gemeinsam und regelmäßig trainieren. Gegenwärtig fehlt mir das noch. Was bei anderen Nationen Gang und Gebe ist, wird im Herrendegen viel zu wenig praktiziert. Dann steigern sich auch die anderen Top-Athleten in unserer Waffe“. Bezugnehmend auf Jörg Fiedler ergänzt er: „Jörg hat in der Vergangenheit viel gearbeitet und die entsprechenden Ergebnisse gezeigt. Das er mal müde wird, war zu erwarten. Für ihn ist es wichtig, jetzt zu regenerieren“.
Gegenwärtig sind in Sachen EM lediglich Jörg Fiedler und der noch verletzte Sven Schmid für Ollagnon gesetzt. „Die anderen Kandidaten haben es selbst in der Hand, sich für Leipzig zu qualifizieren“, so Ollagnon abschließend. Positiv fiel zumindest auf, dass alle Junioren die Runden von Heidenheim überstanden. Rudolf Haller (Tauberbischofsheim) erreichte als bester Junior Platz 52.
Die Platzierungen: 1. Pawel Sukhov (RUS), 2. Bas Verwijlen (NED), 3. Gabor Boczko (HUN), 3. Gauthier Grumier (FRA), 5. Ulrich Robeiri (FRA), 6. Alfredo Rota (ITA), 7. Tomasz Motyka (POL), 8. Imre Geza (HUN), 14. Christoph Kneip (Leverkusen), 17. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim), 22. Martin Schmitt (Tauberbischofsheim), 28. Norman Ackermann (Leverkusen), 42. Rouven Ackermann (Leverkusen), 43. Stephan Rein (Heidenheim), 46. Toni Kneist (Berlin), 52. Rudolf Haller (Tauberbischofsheim), 60. Falk Spautz (Tauberbischofsheim)


