Shanaeva siegt in Leipzig

Ein Hauch von EM-Fluidum ging in Leipzig gut fünf Monate vor dem europäischen Event in der Messestadt während des Gala-Finals durchaus durch die Räume des Museums für Bildende Künste.

Fotos: Olaf Wolf

Doch die deutschen Fechterinnen waren zu diesem Zeitpunkt schon geduscht. Aida Shanaeva (RUS) war es in diesem Jahr, die sich im anspruchsvollen Ambiente des Museums in der Leipziger City den diesjährigen „Cup der Sparkasse Leipzig“ sicherte.

Die Weltmeisterin von Antalya besiegte in einem spannenden Finale die Olympia-Zweite von Peking, Nam Hyun Hee (KOR), 15:12. Shanaeva erreichte über die Stationen Lee Huilin (CHN/15:8) und Kamilla Gafurzianova (RUS/15:8) das Finale der Messestadt, Nam qualifizierte sich durch Siege über Inna Deriglazova (RUS/15:12) und die Chinesin Shi Yun (CHN/15:1) für das finale Gefecht.

Dagegen wussten deutschen Vertreterinnen in der Stadt der Europameisterschaften 2010 nicht zu überzeugen. Für sie war spätestens im 32-er Tableau Schluss. Katja Wächter unterlag hier gegen Lee Huilin 9:15, Carolin Golubytskyi (beide Tauberbischofsheim) verlor gegen die spätere Gesamt-Dritte Shi Yun 8:10. Roxanne Merkl (Leverkusen) musste sich in der gleichen Runde Marta Cammilletti (ITA) 11:15 geschlagen geben. Auch Anne Sauer (Tauberbischofsheim)und Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim) verabschiedeten sich in der gleichen Runde. „Natürlich ist man angesichts eines so frühen Ausscheidens enttäuscht“, erklärte anschließend Bundestrainer Lajos Somodi. „Positiv war, dass sie alle gekämpft haben, doch sie waren zu schnell verkrampft, ihnen fehlte heute einfach die Lockerheit, die sie sonst eigentlich drauf haben. Jetzt heißt es, das Ergebnis abzuhaken und in Richtung Grand-Prix Danzig zu blicken. Dort muss mehr drin sein“, fügt er abschließend hinzu. „Natürlich bin ich enttäuscht“, äußerte Lokalmatadorin Katja Wächter, die einst in Leipzig mit dem Fechtsport begann. „Vor eigenem Publikum willst Du eigentlich ins Finale“, ergänzt sie mit knappen Worten.

Damit konnte keine der Deutschen das vom Bundestrainer vorgegebene Ziel, einen Finalplatz in Leipzig einzufahren, erfüllen. Bis zum Grand Prix in Danzig muss Somodi entscheiden, wer die Plätze drei und vier in der Mannschaft einnehmen wird.

Zu den positiven Eindrücken gehörte zumindest, dass Juniorin Stephanie Romanus (Leipzig) bis in die Runde der letzten 64 vordrang, die erst 16-jährige Marike Wegener (Jena) ebenfalls das Tableau der besten 64 erreichte.

Die Platzierungen: 1. Aida Shanaeva (RUS), 2. Nam Hyun Hee (KOR), 3. Kamilla Gafurzianova (RUS), 3. Shi Yun (CHN), 5. Carolina Erba (ITA), 6. Inna Deriglazova (RUS), 7. Lee Huilin (CHN), 8. Marta Cammilletti (ITA), 18. Katja Wächter (Tauberbischofscheim), 19. Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim), 26. Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim), 28. Anne Sauer (Tauberbischofsheim), 31. Roxanne Merkl (Leverkusen)

 

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