Deutsches Team Sechste in Tauberbischofsheim
Das deutsche Damenflorett-Team hat beim Heim-Weltcup in Tauberbischofsheim, erstes von insgesamt drei Qualifikationsturnieren des Jahres 2012 für die Olympischen Spiele, Rang sechs belegt.
Katja Wächter, Anja Schache, Carolin Golubytskyi und Sandra Bingenheimer (alle Tauberbischofsheim) begannen das Mannschafts-Turnier mit einem deutlichen 45:22 gegen die Vertretung Kanadas. Jene Kanadierinnen hatten das deutsche Quartett bei der WM in Catania noch bezwingen können. Diesmal ließen Wächter und Co. jedoch nichts anbrennen, stellten frühzeitig die Weichen auf Sieg.
Im Viertelfinale standen die vier Weltmeister Russland gegenüber. Besonders die stark fechtenden Anja Schache und Katja Wächter hielten den Mannschaftkampf gegen die Russinnen nicht nur offen, sie erarbeiteten sogar eine zwischenzeitliche Führung. Am Ende hatte dann doch das russische Team die Nase vorn. 40:41 unterlag die aufopferungsvoll kämpfende deutsche Mannschaft gegen Russland. Gegen das junge Team aus den USA taten sich die Deutschen lange schwer, siegten am Ende dennoch 45:41.
Ungarn war im Platzierungsgefecht um den maximal möglichen fünften Rang letzter Gegner der deutschen Mannschaft. Die Ungarinnen, ärgster Konkurrent im Kampf um die begehrten Olympiatickets, siegten am Ende deutlich mit 45:33 gegen die deutsche Vertretung. Damit blieb der deutschen Equipe Rang sechs in der Endabrechnung. „Es war in jedem Fall ein kleiner Schritt nach vorn, zudem eine deutliche Steigerung gegenüber Catania“, so anschließend Sven Ressel, Team-Manager der deutschen Damenflorett-Mannschaft. „Fest steht“, meint Katja Wächter nach dem Ungarn-Gefecht, „wir haben die Sack gegen Russland nicht zugemacht. Gegen gute Mannschaften müssen alle ihr bestes geben. Das ist uns eben nicht gelungen“, ergänzt sie. „Fakt ist aber auch“, fügt Anja Schache hinzu, „wir sind noch dabei und haben noch gute Aussichten, uns zu qualifizieren. Unser Ziel muss es jetzt sein, in Turin Russland zu schlagen und Ungarn möglichst hinter uns zu lassen“, so die Vizeweltmeisterin von 2005.
Die Aussichten für das deutsche Quartett haben sich keinesfalls verschlechtert. Zwar konnte Ungarn den Abstand auf 10 Punkte vergrößern, doch die Deutschen haben es in Turin und Budapest selbst in der Hand, sich für London zu qualifizieren. „Wenn wir alle ans Limit gehen“, meint Anja Schache mit Blick nach vorn, „können wir jeden schlagen“.
Mit dem Mannschafts-Weltcup am 11.03.2012 in Turin und am 25.03.2012 in Budapest haben die Deutschen noch zwei Chancen, sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren.
Italien sicherte sich im Finale von Tauberbischofsheim den Sieg gegen die Mannschaft Russland mit 45:29. Rang drei ging an Polen, die im Kampf um Platz drei Südkorea mit 29:28 besiegten.
Platzierungen: 1. Italien, 2. Russland, 3. Polen, 4. Südkorea, 5. Ungarn, 6. Deutschland, 7. Frankreich, 8. USA



