Breitensport, Rollstuhlfechten
26.08.2010 20:57
Von: Hans-Herbert Bents

DM Rollstuhlfechten am 11. 9. in Minden

Am 11. September 2010 werden im Otto-Michelsohn-Sportzentrum in Minden die Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten ausgetragen. Örtlicher Ausrichter ist die Fechtabteilung des MTV Minden 1860, Anlass das 150-jährige Jubiläum des Vereins, Inspirator Mindens Fechttrainer Adam Robak, im "Nebenamt" Rollstuhlbundestrainer.

Erwartet wird die "Creme" der deutschen Rollstuhlfechterinnen und -fechter, gilt doch die Meisterschaft als wichtiger Baustein in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im November in Paris. International spielen die deutschen Damen im Rollstuhl in der Spitzenliga mit, voran die erst 17-jährige Annabel Breuer als aktuelle Nr. 1 der Weltrangliste bei den Florettfechterinnen. Dabei sein wird auch Simone Briese-Baetke, Nr. 2 der Weltrangliste bei den Degenfechterinnen. Beide gelten als Medaillenhoffnungen für Paris. Einen "Treppchenplatz" in Minden darf sich auch Zafire Imeri ausrechnen, die mit konstanten Leistungen in zwei Waffen (Degen und Florett) auf sich aufmerksam macht.

Für Wolfram Rickert, beim MTV zuständig für die Fechtabteilung, ist das Turnier nicht das erste, das die Abteilung ausrichtet - Minden ist traditioneller Austragungsort der offenen OWL-Meisterschaft der "Fußgänger" im Fechten. Der Verein hat in den zurückliegenden Jahren mit weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlenden Fecht-Events unter der Beteiligung von deutschen Spitzenfechtern auf sich aufmerksam gemacht. Trotzdem hat gerade dieses Turnier für ihn einen großen Stellenwert: "Mit Adam Robak haben wir einen der Rollstuhlbundestrainer in unseren Reihen, da ist es eigentlich ganz natürlich, mit der Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft auch in der Region Ostwestfalen und Südniedersachsen für diesen Sport zu werben. Sicherlich ist da einiges möglich. Die Aufmerksamkeit, die wir mit der DM erreichen, könnte uns dabei helfen."


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