Gold für Imke Duplitzer
Elf Jahre nach ihrem Titel von Bozen hat Imke Duplitzer nun in Leipzig ihren zweiten großen europäischen Triumph gefeiert.
Auch Magdalena Piekarska (POL) konnte den Lauf der Bonnerin am heutigen Sonntag nicht stoppen. Klar mit 15:10 setzte sich die neue Europameisterin im Finale gegen die Polin durch und löste damit Team-Kollegin Britta Heidemann als Europameisterin ab. Alles begann um 8.40 Uhr mit einem knappen 8:7-Sieg gegen Olympiasiegerin Britta Heidemann im 32-er Tableau. Es folgten Siege gegen Anca Maroiu (ROM/15:11) und Yana Shemyakina (RUS/15:13). Nur kurz wackelte der Erfolg von Imke im Gefecht gegen Shemyakina. Doch die Deutsche zeigte Nervenstärke und drehte das Gefecht zu ihren Gunsten. Es folgte ein souveräner Final-Sieg gegen Magdalena Piekarska (POL), die nur am Anfang punkten konnte. Bereits am Ende des ersten Drittels führte Duplitzer mit 7:6 und schloss ihren Sieg nach 1:50 min mit dem 15-ten Treffer zu ihren Gunsten ab. „Heute hat einfach alles gepasst. Immerhin habe ich 11 Jahre auf diesen Erfolg warten müssen. Ich bin überglücklich, dass es bei der Heim-EM nun Gold wurde“, freute sich anschließend die neue Europameisterin.
Rang drei teilten sich in Leipzig Laura Flessel-Colovic (FRA) und Noam Mills (ISR). Die weiteren deutschen Fechterinnen Britta Heidemann (Leverkusen), Monika Sozanska und Ricarda Multerer (beide Heidenheim) belegten die Plätze 26, 33 und 68.
Im Herrenflorett wiederholte Vorjahressieger Andrea Baldini (ITA) seinen Vorjahreserfolg. Im Finale setzte sich der 25-jährige gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Valerio Aspromonte mit 15:11 durch. Rang drei teilten sich hier Renal Ganeev (RUS) und Richard Kruse (GBR). Die deutschen Vertreter, vorab zu den Favoriten gehörend, konnten nicht in die Entscheidungen eingreifen. Spätestens im 32-er Tableau war für das deutsche Quartett Schluss. Peter Joppich (35.) schied bereits in der Runde der letzten 64 gegen den Weißrussen Aliaksandr Chaliankov nach einem 12:15 aus, Sebastian Bachmann (27.), Benjamin Kleibrink (29.) und Andre Weßels (30.) verabschiedeten sich eine Runde später. „Das Ergebnis kann uns natürlich nicht zufrieden stellen, gehören wir doch hier mit zu den Mitfavoriten. Aber die Jungs haben im Mannschaftswettbewerb nochmals die Chance, eine Medaille zu holen und die werden sie sicher wahrnehmen“, erklärte anschließend Delegationsleiter Manfred Kaspar.
Mit dem Sieg von Imke Duplitzer hat die deutsche Equipe bereits die zweite Einzelmedaille erkämpft und hofft am Morgen folgenden, dritten Wettkampftag auf weiteres Edelmetall.
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