Katja Wächter überzeugt bei Heim-Weltcup
Die Tauberbischofsheimerin Katja Wächter hat mit Rang acht beim Damenflorett-Weltcup in Tauberbischofsheim überzeugen können. Die 30-jährige unterlag erst im Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Dritte Nam Hyun Hee (KOR) 11:15.
Lange konnte Wächter ihren Viertelfinalkampf gegen die Olympia-Zweite von Peking offen halten, ehe die beim Stand von 11:11 den Turbo einlegte und das Gefecht mit 15:11 für sich entschied. „Das war ein rasantes Gefecht“, meint Katja Wächter wenige Minuten nach ihrem Viertelfinale. „Nam hat hinten raus die Maschine angeworfen und richtig Druck gemacht. Damit Hat sie das Gefecht entscheiden können“, ergänzt sie. „Insgesamt bin ich aber mit dem heutigen Tag zufrieden. Unsere Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Wir haben hart gearbeitet und ich habe mich heute sicher gefühlt. Klar ist man schon ein wenig traurig, wenn man kurz vor dem Halbfinale ausscheidet. Aber ich werde auf jeden Fall das Ergebnis in den morgigen Mannschaftskampf mitnehmen“, fügt sie abschließend hinzu.
Nur fünf von insgesamt 21 deutschen Fechterinnen hatten am gestrigen ersten Tag die Runde der letzten 64 erreicht. Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim) schaltete in ihrem Auftaktgefecht des heutigen zweiten Tages die Leipzigerin Stephanie Romanus mit 10:6 aus, unterlag jedoch im Tableau der letzten 32 der Französin Corinne Maitrejean deutlich 6:15. Melanie Grube (Tauberbischofsheim) musste sich im K.o. der letzten 64 Astrid Guyart 12:15 geschlagen geben, die junge Marike Wegener blieb gegen Valentina Vezzali (ITA) in der gleichen Runde ohne Chance und verlor 1:15.
Dagegen konnte sich Katja Wächter von Gefecht zu Gefecht steigern. Ihr Auftaktgefecht in der Runde der letzten 64 gewann sie gegen die Russin Viktoria Nikichina 13:12 im Sudden Death. Gegen die Vizeweltmeisterin von Antalya, Jeon Hee Sook (KOR) setzte sie sich anschließend mit 15:11 durch, die Weltranglisten-Fünfte Ilaria Salvatori eliminierte Wächter deutlich mit 15:10, ehe Nam mit ihren Sieg den Einzug in das Halbfinale verhinderte. „Für Katja war das vor allem für den Kopf ein sehr gutes Ergebnis. Die Finalplatzierung ist sehr positiv, auch für den morgigen Tag“, fasst Trainer Yoann Lebrun zusammen. „Insgesamt haben wir uns sehr gut vorbereitet. Katja hat das heute am besten zeigen können“. „Für Morgen gibt es kein Limit. Wir sind eine große Mannschaft und können die großen Nationen schlagen“, fügt er hinzu.
Beim morgigen Mannschafts-Weltcup treffen die Deutschen zuerst auf Kanada und würden nach erfolgreichem Auftakt im folgenden Viertelfinale auf Russland stoßen.
Siegerin des Weltcup-Turniers in Tauberbischofsheim wurde die Weltmeisterin des Jahres 2010, Elisa di Francesca (ITA), die im Sudden Death des Finals die Olympiasiegerin und aktuelle Weltmeisterin Valentina Vezzali (ITA) mit 5:4 bezwang. Rang drei teilten sich Nam Hyun Hee (KOR) und Arianna Errigo (ITA).
Die Platzierungen: 1. Elisa di Francesca (ITA), 2. Valentina Vezzali (ITA), 3. Nam Hyun Hee (KOR), 3. Arianna Errigo (ITA), 5. Corinne Maitrejean (FRA), 6. OH Ha Na (KOR), 7. Martina Batini (ITA), 8. Katja Wächter (Tauberbischofsheim), 23. Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim), 43. Melanie Grube (Tauberbischofsheim), 47. Stephanie Romanus (Leipzig), 64. Marike Wegener (Jena)






