Britta Heidemann Zwölfte bei Heim-Weltcup

Olympiasiegerin Britta Heidemann hat exakt vier Wochen vor der Einzelentscheidung im Damendegen bei den Olympischen Spielen beim Heim-Weltcup in Leipzig mit Rang 12 erneut eine Platzierung unter den Top 15 erreicht.

Fotos: Olaf Wolf

 Die 29-jährige Leverkusenerin, vor Jahresfrist in der sächsischen Metropole 23-zigste an gleicher Stelle, unterlag erst im Achtelfinale der Französin Josephine Jaques Andre Coquin 12:15. Zuvor wusste Heidemann durchaus zu überzeugen. Die Bonnerin Janna Reimer besiegte sie in ihrem Auftaktgefecht 11:8, gegen die Chinesin Yin Mingfang setzte sie sich mit 15:13 durch. Rechtzeitig mit ihrem letzten Start vor den Olympischen Spielen in London konnte die Fünfte de Europameisterschaften von Legnano (Italien) in Leipzig wieder beschwerdefrei agieren. „Ich bin froh, dass die Gesundheit und der Rücken mitgemacht haben“, atmete Britta Heidemann nach Ende ihres Wettkampfes erleichtert auf. Zuletzt war sie durch Rückenprobleme einige Zeit gehandicapt. „Ich habe heute gut gefochten, war aber relativ früh müde“, blickt sie auf den Wettkampftag zurück. „Wir sind Zurzeit in einer Phase, in der wir viel trainieren, daher kann es schon passieren, dass die Beine früh müde werden“, fügt sie hinzu.

Neben ihr hatten sechs weitere deutsche Degenfechterinnen den zweiten Tag des „Sparkassen-Weltcups“ in Leipzig erreicht. Von jenen erreichte neben Britta Heidemann nur Maria Hugas Mallorqui (Heidelberger FC/ TSG Rohrbach) die Runde der letzten 32. Sie musste sich hier der späteren Heidemann-Bezwingerin aus Frankreich hauchdünn mit 14:15 geschlagen geben. „Maria hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Sie konnte sich bereits mehrfach in Szene setzen“, lobt anschließend Bundestrainer Piotr Sozanski. Der zeigt sich insgesamt durchaus zufrieden mit dem Wettkampftag. „Sieben Fechterinnen in der der Runde der letzten 64, das kann sich sehen lassen“, meint er. „Na klar hätte ich mir eine Fechterin in der Finalrunde gewünscht. Aber wir haben hier heute gesehen, dass vielen noch die Europameisterschaften in den Knochen stecken“, fügt er hinzu.

Die EM-Dritte von Legnano 2012, Monika Sozanska (Heidenheimer SB), war im Einzel nicht am Start. Ricarda Multerer (Heidenheimer SB) belegte in der Messestadt Rang 51, Imke Duplitzer (OFC Bonn) schied bereits am ersten Tag aus.

Liebevoll, fast mit dem Hang zum Detail, präsentierten die Leipziger unter der Führung von FC-L-Vereins-Chef Bernd Brock „ihren Sparkassen-Weltcup“ in der neu eröffneten Sporthalle „Leplay-Strasse“ in Leipzig. Runde 300 Zuschauer verfolgten am Nachmittag gespannt die Finals des letzten Damendegen-Weltcups vor den Olympischen Spielen. Am Rande des Gala-Finale durfte Bernd Brock dann erfreut mit dem Deutschen Meister Steffen Launer und Rudolf Haller zwei neue Vereinsmitglieder in den Reihen des Fechtclub Leipzig begrüßen. Sie ließen bereits verlauten, dass sie im kommenden Jahr gemeinsam mit Jörg Fiedler um die Krone bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften fighten wollen.

Der Sieg ging am Abend in Leipzig an die Französin Josephine Jaques Andre Coquin, die im Finale Irina Embrich (Estland) mit 15:12 hinter sich ließ.

Platzierungen: 1. Josephine Jaques Andre Coquin (Frankreich), 2. Irina Embrich (Estland), 3. Loredana Dinu (Rumänien), 3. Kristina Kuusk (Estland), 5. Li Na (China), 6. Jana Shemyakina (Ukraine), 7. Xu Angi (China), 8. Erika Kirpu (Estland), 12. Britta Heidemann (Bayer Leverkusen), 32. Maria Hugas Mallorqui (Heidelberger FC/ TSG Rohrbach), 39. Alexandr Ndolo (OFC Bonn) , 50. Marijana Markovic (Bayer Leverkusen), 51. Ricarda Multerer (Heidenheimer SB), 55. Janna Reimer (OFC Bonn), 61. Jana-Charlotte Göhner (Osnabrücker SC)

Beitrag des MDR (Klick)


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