Degen-Herren verpassen Olympia-Qualifikation
Die deutschen Degen-Herren haben die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking verpasst. Beim „Challenge Bernadotte“ im schwedischen Stockholm vergaben Jörg Fiedler, Sven Schmid, Martin Schmitt und Norman Ackermann (alle Tauberbischofsheim) die letzte Chance, auf den Zug in Richtung Peking aufzuspringen.
Bereits im Achtelfinale verloren Fiedler und Co. gegen den Weltranglisten-Elften USA im Sudden Death 31:32. „Unsere Zielstellung war, die Ukraine als direkten Kontrahenten nicht vorbeiziehen zu lassen. Durch die frühe Niederlage konnten wir nur noch auf Schützenhilfe seitens der Italiener hoffen, die den Ukrainern im Gefecht um die Plätze fünf bis acht gegenüber standen“, umschreibt Bundestrainer Walter Steegmüller (Heidenheim) die Situation. Doch die Italiener taten den Deutschen nicht den Gefallen und verloren gegen die Ukraine 29:33. Im folgenden Gefecht um Platz fünf gegen die USA siegten die Ukrainer zudem 27:23. „Natürlich bin ich enttäuscht“, lautete der erste Satz des Bundestrainers nach Ende des Turniers. „Wir hatten es selbst in der Hand, waren aber gegen die USA zu unentschlossen und mutlos. Gegen einen Kontrahenten wie die USA darfst du eigentlich nicht verlieren“, so der Heidenheimer weiter. Auch der Heimtrainer der Vier, Didier Ollagnon, verhehlte nach dem Ausscheiden nicht seine Enttäuschung: „Wir haben die Entscheidung nicht gesucht, waren in den Aktionen zu inkonsequent. Das war nicht das Team, dass wir als Zweiten in Kuwait gesehen haben“.
Nach der Niederlage gegen die USA gewannen die Deutschen zwar gegen Kasachstan, fingen sich jedoch im folgenden Gefecht gegen Frankreich 40:45. Im abschließenden Kampf um Platz 11 siegten die Deutschen gegen Venezuela 27:26.
Und auch Jörg Fiedler muss im Einzel um seine Peking-Teilnahme bangen. „Heidenheim wird für ihn entscheidend sein. Ein früher Ausstieg im 64-er Tableau, wie gestern in Stockholm, wäre für ihn das Ende seines Peking-Traumes“, blickt der Bundestrainer voraus. Der Heidenheimer Pokal Ende März ist für den Tauberbischofsheimer in der Tat die letzte Möglichkeit, sich für die Spiele in Fernost zu qualifizieren.
Am ersten Tag des Grand-Prix waren alle deutschen Fechter spätestens nach der Runde der letzten 64 ausgeschieden. Es gewann Pavel Kolobkov (Russland) durch einen 7:6- Sieg gegen Silvio Fernandez (Venezuela).
Ergebnisse Mannschafts-Weltcup Herrendegen: 1. Polen 2. Ungarn 3. Russland
4. Korea 5. Ukraine 6. USA 7. Italien 8. China 11. Deutschland
Einzel: 1. Pavel Kolobkov (Russland) 2. Silvio Fernandez (Venezuela) 3. Dmytro Chumak (Ukraine) 3. Benjamin Steffen (Schweiz) 5. Jerome Jeannet (Frankreich) 6. Bas Verwijlen (Niederlande) 7. Radoslaw Zawrotniak (Polen) 8. Seung Gu Kim (Korea) 41. Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim) 45. Sven Schmid (Tauberbischofsheim) 47. Martin Schmitt (Tauberbischofsheim)



