Deutsche Fechter sind gut gerüstet

Der Deutsche Fechter-Bund (DFB) hofft auf zwei Medaillen bei den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in Peking. Die Chancen stehen gut, dass auch eine Goldene dabei sein wird.

Foto: Daniel Engelke
Foto: Daniel Engelke

„Wir haben im Einzel ein Potenzial wie schon seit 20 Jahren nicht mehr und erwarten von den Sportlern nicht zu viel, wenn wir glauben, dass sie sich nach vorne durchkämpfen können“, meint Fechter-Präsident Gordon Rapp. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gehen aus Deutschland sieben Fechterinnen und drei Fechter an den Start. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte das Team am 29. Mai 2008.

Ein Blick auf vergangene Ergebnisse unterstreicht den Optimismus: Mit Britta Heidemann (Leverkusen) im Damendegen und Peter Joppich (Koblenz) im Herrenflorett stehen zwei amtierende Weltmeister auf der Liste.

Doch nicht nur die Vergangenheit spricht für den Optimismus der Fechter, auch die aktuellen Ergebnisse zeigen die Leistungsstärke: Heidemann und der Dormagener Säbelfechter Nicolas Limbach sind derzeit jeweils mit ihrer Waffe auf Rang Eins der Welt, Peter Joppich steht auf Platz zwei. Deren Teamkameraden Imke Duplitzer und Benjamin Kleibrink (beide Bonn) gehören ebenso wie Florettfechterin Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim) zu den Top-Ten der Welt.

Den nominierten Fechtern gelang in der aktuellen Weltcup-Saison 23 Mal der Sprung auf das Siegerpodest; acht Mal davon standen die Deutschen ganz oben auf dem Treppchen. Erst noch in dieser Woche kamen Golubytskyi und Limbach mit der Bronzemedaille von der EM in Kiew, Ukraine, zurück. Heidemann und Duplitzer wurden in der Mannschaftswertung Vize-Europameister (mit den Teamkolleginnen Marijana Markovic, Leverkusen, und Monika Sozanska, Heidenheim).

Einzig im Damensäbel und im Damenflorett geht DFB-Sportdirektor Claus Janka die Erwartungen etwas gedämpfter an. „Wir würden uns schon freuen, wenn Alexandra Bujdoso (Koblenz) das Finale der besten Acht erreichen würde. Dies wäre ein großer Erfolg für sie“, so Janka.

Bei der für Deutschland einzig qualifizierten Mannschaft, dem Damenflorett-Team, hofft Janka auf eine Platzierung bei den besten Fünf. Die Damenflorett-Mannschaft besteht aus den Tauberbischofsheimer Fechterinnen Carolin Golubytskyi, Anja Schache und Katja Wächter und wird durch Vereinskollegin Melanie Wolgast als mögliche Ersatzfechterin im Team-Wettbewerb ergänzt. Wie schon bei der EM 2008 in Kiev, Ukraine, stehen DFB-Sportdirektor Claus Janka und der dreimalige russische Florett-Weltmeister Sergej Golubytskyi an der Bahn und betreuen die Florettdamen.

 

 

Christian Andree - Deutschlands Fechthoffnung bei den Paralympics

Das Nachwuchstalent Christian Andree vom Fechtclub Tauberbischhofsheim ist die Deutsche Fechthoffnung bei den Paralympics in Peking. Als einziger Deutscher Fechter wird der 18-jährige Schüler die deutschen Farben im September in China vertreten.

Bereits in Athen 2004 zeichnete sich bei den deutschen Rollstuhlfechtern der Generationenwechsel ab und mit Christian Andree steht nun einer dieser neuen Generation parat. Andree hat vor rund 10 Jahren seine Liebe zum Fechtsport entdeckt und wird am Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim von Helga Winckelmann trainiert.

Stefanija Jurisic, Cheftrainerin Rollstuhlfechten, räumt ihm bereits bei seiner ersten Paralympics-Teilnahme Chancen auf einen Platz unter den besten Acht ein: „Christian hat bei den letzten Weltcups gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist!“

Insgesamt werden 170 Deutsche Athleten bei den Paralympics in Peking um die Medaillen kämpfen. Ira Ziegler, die Fachbereichsvorsitzende Rollstuhlfechten im DRS, hätte natürlich gerne mehr Athleten am Start gehabt, aber „ich freue mich sehr, dass sich mit Christian ein junger Athlet für die Spiele in Peking qualifiziert hat und wünsche ihm, dass er seine sportlichen Ziele für Peking erreicht und dass seine ersten Paralympics auch persönlich zu einem großen und unvergesslichen Erlebnis werden.“

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