Deutsches Fecht-Team gerüstet
Ein letztes Mal vor ihrer Abreise nach London hat sich das deutsche Fecht-Olympia-Team der deutschen Presse gestellt.
Alle 15 Starter/innen standen am vergangenen Freitag den zahlreich anwesenden Medienvertretern mehr als zwei Stunden Rede und Antwort. Eingeleitet durch den ARD-Fecht-Experten Michael Drevenstedt sprachen die deutschen Fecht-Asse in der Aula der Sportschule Hennef über ihre Wünsche, Ziele und Erwartungen in Sachen Olympische Spiele „Na klar fahre ich dort hin, um eine Medaille zu holen“, ließ ein selbstbewusst auftretender Jörg Fiedler verlauten. Säbel-Spezialist Nicolas Limbach beantwortet die Frage eines Journalisten, wer den in der Säbelentscheidung ein Medaillenkandidat sei, damit „Na drei, vier Leute fallen mir da schon ein. Und natürlich ich“. Titelverteidigerin Britta Heidemann bekräftigte ihr klares Ziel nach einer weiteren olympischne Medaille, Peter Joppich will in London auf jeden Fall danach greifen.
Entwarnung konnte in Hennef in Sachen EM-Verletzungen gegeben werden. Britta Heidemann konnte bereits wieder beschwerdefrei trainieren, Peter Joppich, der sich im EM-Halbfinale des Florett-Team-Wettbewerbes am Knie verletzt hatte, informierte: „Die Befürchtungen bezüglich einer Bänderverletzung haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Das Knie ist in Ordnung“. Lediglich einen Muskelfaserriss habe er sich in Legnano zugezogen. Der sei Dank der guten medizinischen Betreuung kein Problem mehr. „Ich gehe davon aus, dass ich ab kommender Woche wieder voll trainieren kann“, meint der 28-jährige. Auch die Fußverletzung bei Nikolas Limbach, die ihn bei seinem letzten Weltcup gehandicapt hatte, ist überstanden. Bundestrainer Vilmos Szabo bestätigte auf Anfrage, das Nico wieder „voll einsatzfähig sei“.
Vor Beginn der Olympia-Pressekonferenz hieß es für das deutsche Team zuerst, Autogrammkarten schreiben. Gut 300 Mal mussten Britta Heidemann, Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und Co. ihre Unterschriften auf die kleinen und großen Karten setzen.
Nach der Team-Präsentation ging es dann fast zwei Stunden in Einzelgespräche mit den Journalisten verschiedenster Couleur. Alle großen deutschen Sportagenturen, Vertreter der öffentlich –rechtlichen TV-Medien, des Privatfernsehens, sogar ausländischer Agenturen, ließen sich jene letzte Chance vor der Abreise nicht nehmen, die Team-Mitglieder zu interviewen.
Erstmalig präsentierte sich am Ende der Pressekonferenz das deutsche Team zum gemeinsamen Foto-Termin in der offiziellen Olympiakleidung. Eine ganze Tasche mit Jacken, Shirts und Hüten hatten die 15 Olympioniken, ihre Trainer, die offiziellen Begleiter und Physiotherapeut Rene Schreiber und Techniker Uli Döring beim offiziellen Einkleidungstermin des DOSB erhalten. Letzter übergab sein technisches Equipment bereits einem großen deutschen Spediteur zum Transport in Richtung London, bemerkte lächelnd: „Ich hoffe natürlich, dass das auch rechtzeitig ankommt“.
In den nächsten Tagen erhalten die deutschen Olympia-Teilnehmer dann an verschiedensten Orten ihren „letzten Schliff“. "Jetzt wird nur noch an Feinheiten gearbeitet, aber auch nochmals viel trainiert“, blickt Bundestrainer Didier Ollagnon auf die kommenden Tage.
Spätestens am 27.07.2012 sind alle deutschen Athletinnen und Athleten dann in London angekommen. Bis dahin werden sie wohl noch einige Male schwitzen.





