DFB-Präsidium beschließt Weichenstellung
Das Präsidium des Deutschen Fechter-Bundes hat auf seiner letzten Präsidiumssitzung richtungsweisende strukturelle Veränderungen beschlossen.
Präsident Gordon Rapp gab im Rahmen der Sportausschuss-Sitzung in Tauberbischofsheim weiterhin bekannt, dass Sven Ressel, bisher Leiter Kommunikation und Koordination, zum 01.09.2012 die Funktion des Sportdirektors übernehmen wird. Der bisherige Sportdirektor, Manfred Kaspar, wird nach den Olympischen Spielen wieder in den sportlichen Bereich wechseln, um, wie er es persönlich gewünscht hat, „wieder näher dran sein zu können.“
Entsprechend dem beschlossenen neuen Leistungssportkonzept, das bereits mit den betreffenden Dachverbänden, Landesverbänden und Vereinen abgestimmt ist, geht die Fachaufsicht für alle Trainer an Bundesstützpunkten in die Hoheit des DFB über. „Wir schaffen damit an den wichtigen Zentren eine klare Weisungsbefugnis und Einheitlichkeit“, so Präsident Gordon Rapp. „Eine Vielfalt der Leitung an einem Standort wird es somit nicht mehr geben“, ergänzt er.
Gleichzeitig wird die Aufgabenverteilung zwischen dem Verband und seinen Stützpunkten deutlicher. Der DFB wird sich noch stärker in die Konzeption der Trainings- und Wettkampfprozesse einbringen, während die Stützpunkte sich auf deren Umsetzung im täglichen Training konzentrieren. Die mit dem DOSB abgeschlossene Zielvereinbarung wird künftig innerhalb des DFB fortgesetzt und strukturiert die Zusammenarbeit zwischen Bundesverband, Landesverbänden, Stützpunkten, leistungssportorientierten Vereinen, Trainern und Athleten. „Wir schauen bereits jetzt auf die Olympischen Spiele 2016 und 2020. Dort wollen wir natürlich Medaillen erkämpfen“, so Gordon Rapp weiter. „Daher müssen wir bereits jetzt die Weichen dafür stellen. Unser Verband sieht sich hier in der Gesamtverantwortung und wird diese entsprechend wahrnehmen“, fügt er hinzu.
In seinen Ausführungen verwies Präsident Gordon Rapp zudem auf die Notwendigkeit der Schwerpunktsetzung. „Wir sind nicht mehr in der Lage, überall alles zu leisten. Daher müssen die uns zur Verfügung stehenden Mittel, die vornehmlich von der öffentlichen Hand kommen, noch zielgerichteter eingesetzt werden“. Dementsprechend benannte das Präsidium für die Bundesstützpunkte bzw. Bundesstützpunkte-Nachwuchs klare Entwicklungsschwerpunkte in einzelnen Disziplinen. Gleichzeitig werde man verstärkt den Transfer Wissenschaft – Praxis in den Fokus rücken und noch intensiver an der Aus- und Weiterbildung junger Trainer und deren Qualifikation arbeiten. „Wollen wir international konkurrenzfähig bleiben, müssen wir neue Wege beschreiten“, begründet Gordon Rapp abschließend das neue Leistungssportkonzept des Deutschen Fechter- Bundes.
Er gab bekannt, dass das neue Leistungssportkonzept mit seinem Beschluss durch das Präsidium am 14.07.2012 in Kraft getreten ist.


