Olympia, Top-News
05.08.2012 10:34
Von: Olaf Wolf

Fünfter Platz im Damendegen

Selbstbewusst waren die deutschen Degen-Damen, nachdem sie etwas glücklich die Olympiaqualifikation überstanden hatten, nach London gereist. Die Silbermedaille von Britta Heidemann im Einzel schien zudem jenes Selbstbewusstsein noch weiter gesteigert zu haben.

Fotos: © Picture Alliance

Doch zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden setzte sich in einem olympischen Viertelfinale ein späterer Olympiasieger gegen eine deutsche Mannschaft durch. Nach den Koreanern am Vortag gegen die deutschen Herrensäbler warfen nun die chinesischen Degenfechterinnen die deutsche Equipe frühzeitig aus dem Kampf um Edelmetall.

Mit dem zweiten Gefecht ging China im Viertelfinalkampf gegen das deutsche Degen-Team in der Besetzung Britta Heidemann (Leverkusen), Imke Duplitzer (Bonn), Monika Sozanska und Ricarda Multerer (beide Heidenheim) in Führung, baute diesen teilweise auf bis zu 10 Treffer aus. Zwar starteten die Deutschen am Ende des Kampfes nochmals eine Aufholjagd, doch jene kam zu spät. 45:42 setzte sich Vizeweltmeister China gegen die deutsche Mannschaft durch, begrub damit frühzeitig deren Medaillenambitionen.

Wir haben nicht die Gesamtleistung abgerufen. Ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte mir persönlich mehr ausgerechnet. Es ist umso ärgerlicher, weil man gesehen hat, dass wir alle gut drauf waren“, sagt Britta Heidemann später der internationalen Presse. „Einfach ärgerlich", kommentiert auch Ricarda Multerer das Viertelfinal-Ergebnis.

Diesmal hatten wir nicht das große Losglück“, blickt Sportdirektor Manfred Kaspar nochmals zurück. „Olympia hat eben doch seine eigenen Gesetze“, meint er. „Zwar haben die Mädchen gut gefochten, doch die Chinesinnen waren dann doch um ein Quäntchen besser als wir“, lautet sein Fazit zum verlorenen Kampf.

Viel Zeit blieb den vier nicht, um sich auf das folgende Platzierungsgefecht zu konzentrieren. Mit 45:36 siegten sie zunächst gegen die Ukraine. Auch den abschließenden Kampf gegen Weltmeister Rumänien machten sie zur klaren Angelegenheit. In 53 Minuten Kampfzeit setzte sich die Degen-Mannschaft gegen die Rumäninnen durch, erfochten damit Rang fünf in der Endabrechnung.

China gewann am vorletzten Fecht-Final-Abend im abschließenden Mannschaftsgefecht deutlich mit 39:25 gegen Südkorea, die USA ergatterte sich im „Kleinen Finale“ Bronze durch ein knappes 31:30 gegen Russland.

Die Platzierungen: 1. China, 2. Südkorea, 3. USA, 4. Russland, 5. Deutschland, 6. Rumänien, 7. Italien, 8. Ukraine


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