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16.06.2012 22:09
Von: Olaf Wolf

Kleibrink versilbert sich EM

Olympiasieger Benjamin Kleibrink (FC Tauberbischofsheim) hat sich mit Rang zwei in Legnano rechtzeitig vor den Olympischen Spielen endgültig in der internationalen Spitze zurück gemeldet.

Fotos: © Olaf Wolf

Der 26-jährige ließ im Verlauf des Turniers wenig anbrennen. Nach überstandener Vorrunde setzte er sich sicher mit 15:10 gegen den Polen Pawel Kawiecki durch, eliminierte anschließend Yaaqov Or Htuel (Israel) 15:7. Im Achtelfinale besiegte er in souveräner Manier Artur Akhmatkuzin (Russland) 15:9. In einem rein deutschen Viertelfinalgefecht gewann er anschließend gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Andre Weßels (OFC Bonn) 15:12.

Schön, dass Benni rechtzeitig vor den Spielen nochmals auf sich aufmerksam machen konnte“, freut sich Bundestrainer Uli Schreck über den Erfolg seines Schützlings, der damit seine dritte EM-Einzelmedaille nach 2006 und 2007 erkämpfen konnte.

Das Halbfinale wurde zum wahren Krimi. Kleibrink lag bereits 8:11 zurück, drehte das Gefecht dann mit der ihm bekannten Souveränität und siegte am Ende verdient 15:14 gegen den Polen Michal Majewski. Am Ende war es im Finale der Russe Alexej Cheremisinov, der dem Tauberbischofsheimer Gold verwehrte. 7:15 musste sich Benjamin Kleibrink im abschließenden Finale geschlagen geben, durfte sich dennoch über Silber freuen. „Insgesamt bin ich mit dem heutigen Tag zufrieden“, sagt Benjamin Kleibrink kurz nach der Siegerehrung. „Ein wenig war ich enttäuscht, dass ich das letzte Gefecht verloren habe. Aber ein wenig war wohl doch die Konzentration weg. Nach der Mannschaftentscheidung beginnen wir mit der letzten Phase der Olympia-Vorbereitung, auf der jetzt unser Fokus ausgerichtet ist“, so der Olympiasieger weiter.

Andre Weßels lieferte in Legnano ebenfalls eine starke Leistung ab. Der 30-jährige Bonner startete mit einem 15:13 gegen den Polen Leszek Rajski, siegte im anschließenden Tableau der letzten 32 gegen Sebastiaan Borst (Niederlande). Achtelfinalgegner Laurence Halsted musste sich Wessels mit 7:15 deutlich geschlagen geben. Lange war der Kampf gegen seinen Team-Kollegen offen, ehe Kleibrink am Ende mit 15:12 gewann.

Für Sebastian Bachmann (OFC Bonn) lief zunächst alles nach Plan. Patrick Jorgensen (Dänemark) blieb im 64-er Tableau gegen den Bonner ohne Chance und verlor 5:15. Vladzimir Lyshkovski (Weißrussland) musste sich anschließend mit 7:14 beugen. Der Tscheche Alexander Choupenitch verhinderte dann mit einem knappen 15:13 den Einzug des Bonners in die Finalrunde. Der besten acht. „Ich bin definitiv unzufrieden mit mir“, gibt Sebastian Bachmann anschließend unumwunden zu. „Ich stand mir hier selbst im Weg. Bis dahin war ich fechterisch ganz zufrieden, habe gut gefochten. Jetzt heißt es, abhaken und sich auf die Mannschaft fokussieren“, so der 25-jährige abschließend.

Peter Joppich, einer der Mitfavoriten des Turniers, musste sich im 32-er Tableau dem Italiener Andrea Cassara 7:15 geschlagen geben. „Die Enttäuschung hält sich in Grenzen“, beschreibt Peter anschließend seinen Gemütszustand. „Ich habe gegen Cassara nicht mein bestes Gefecht gemacht. Er hat heute gut gefochten. Für mich haben die Spiele absolute Priorität, da kommt in der Vorbereitung darauf die EM eher zu einem schlechten Termin“, fügt er hinzu.

Platzierungen: 1. Alexej Cheremisinov (Russland), 2. Benjamin Kleibrink (FC Tauberbischofsheim), 3. Richard Kruse (Großbritannien), 3. Michel Majewski (Polen), 5. Radoslaw Glonek (Polen), 6. Renal Ganeev (Russland), 7. Alexander Choupenitch (Tschechien), 8. Andre Wessels (OFC Bonn), 14. Sebastian Bachmann (OFC Bonn), 27. Peter Joppich (CTG Koblenz)


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