Peking für Duplitzer zum Greifen nah
Für Degenfechterin Imke Duplitzer (Bonn) sind die Olympischen Spiele in Peking zum Greifen nahe.
Mit Rang Neun verpasste die 32-jährige Degenspezialistin nach einer Achtelfinal-Niederlage gegen Maureen Nisima (Frankreich) zwar die Finalrunde, doch ihrem Ziel Peking ist sie ein weiteres Stück näher gekommen. „Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Imke das nicht mehr packt. Zu 99% hat sie die Qualifikation in der Tasche“, zeigt sich Bundestrainer Manfred Kaspar hoffnungsvoll. „Sie ist einfach kaputt gewesen. Die lange Qualifikationsserie schlaucht natürlich, zudem war sie ja bekanntlich zu Beginn des Jahres verletzt und damit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte“, umschreibt der Bonner die Situation. Dabei kommt der Bonnerin zugute, dass mit Ausnahme der Siegerin Ana Branza (Rumänien) keine der ärgsten Konkurrentinnen punkten konnte. Vor Wochenfrist konnte sich Duplitzer in Tauberbischofsheim noch gegen Nisima durchsetzen. „Diesmal hatte die Französin den besseren Tag“, sieht Kaspar das Ergebnis gelassen. Nur noch rein theoretisch ist Imke Duplitzer die Peking-Teilnahme zu nehmen. „In Florina kommende Woche wird sie alles klar machen, da bin ich mir sicher. Eine solche Chance lässt sie sich nicht entgehen“, blickt der Bundestrainer erwartungsvoll nach vorn.
Ana Branza siegte im Finale gegen die Duplitzer-Bezwingerin Nisima knapp mit 15:14. Rang drei teilten sich Laura Flessel-Colovic (Frankreich) und Magdalena Piekarska (Polen).
Weitere deutsche Fechterinnen waren nicht am Start.
Platzierungen DD-WC St. Petersburg: 1. Ana Branza (Rumänien) 2. Maureen Nisima (Frankreich) 3. Magdalena Piekarska (Polen) 3. Laura Flessel-Colovic (Frankreich) 5. Tatjana Logounova (Russland) 6. Zhang Li (China)
7. Sun Yujie (China) 8. Anna Sivkova (Russland) 9. Imke Duplitzer (Bonn)



