Rang Sechs für Damendegen-Team

Die deutschen Degen-Damen haben ihr Ziel, eine Medaille bei den Fecht-Europameisterschaften im italienischen Legnano zu erkämpfen, nicht erreichen können. Das Team von Bundestrainer Piotr Sozanski schloss den Wettbewerb mit Rang sechs ab.

Fotos: © Olaf Wolf

Britta Heidemann (Bayer Leverkusen), Imke Duplitzer (OFC Bonn), Monika Sozanska und Ricarda Multerer (beide Heidenheimer SB) starteten mit einem 45:36 gegen Serbien. Im Viertelfinale standen sie Estland gegenüber, denen man 35:45 unterlag. Im folgenden ersten Platzierungsgefecht überwanden die vier Schweden 45:39, mussten im letzten Kampf gegen Gastgeber Italien eine 36:45 – Niederlage einstecken. In jenem Gefecht wechselte Bundestrainer Sozanski vorbeugend Olympiasiegerin Britta Heidemann wegen erneuter Rückenprobleme aus. „Wir wollten knapp sechs Wochenvor den Spielen kein Risiko eingehen, daher habe ich sofort reagiert, als sich ihre Probleme angedeutet haben“, so Sozanski anschließend. Vor einer Woche musste sie sich aus gleichem Grund bereits behandeln lassen.

Insgesamt ging es hier weniger um das Ergebnis. Wir sind in der Olympiavorbereitung, Wichtig war, zu erkennen, wo unsere Fehler liegen, damit wir in den verbleibenden Wochen daran gezielt arbeiten können“, fügt er hinzu.

Erneut war festzustellen, dass die Chemie im Team stimmt. Die vier feuerten sich an, motivierten sich, kämpften bis zum letzten Treffer. Sie sind eine Einheit auf der Planche, wichtige Voraussetzung für die Spiele in London.

Das größte Problem in Legnano waren wohl die tropischen Temperaturen. Gegen 13.00 Uhr zeigte das Thermometer bereits 32 Grad im Schatten, in der Halle dürften es kaum weniger gewesen sein. „Das ist hier drin wie in der Sauna“, stöhnte Imke Duplitzer. „Nur kann man hier anschließend nicht kalt duschen“ fügt sie hinzu.

Zurückblickend erklärt der Bundestrainer „Klar war der sechste Platz nicht unser Traum. Jetzt schauen wir noch mal, was in Leipzig drin ist“. Danach heißt es dann schon Kurs Olympia.

Im abschließenden Finale setzte sich Russland knapp mit 42:41 gegen Rumänien durch. Rang drei ging an Estland, die sich mit 34:32 gegen die Ukraine behaupteten.

Platzierungen: 1. Russland, 2. Rumänien, 3. Estland, 4. Ukraine, 5. Italien, 6. Deutschland, 7. Ungarn, 8. Schweden


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