Rollstuhlfechten: Jugendlehrgang in Frankreich
Der deutsch-französischer Jugendlehrgang auch 2008 ein voller Erfolg
Der deutsch- französische Jugendlehrgang für junge Rollstuhlfechter und Fußgängerfechter, der vom 3.-10.August im französischen Chartres stattfand, war bereits der achte Jugendlehrgang und ist ein fester Bestandteil in der Jahresplanung des Fachbereichs Rollstuhlfechten. Wie in den Vorjahren wurde der Lehrgang auf deutscher Seite von den Trainern Philipp Pleier (FC TBB)und Heidrun Bubeck (SV Böblingen) betreut.
Das Programm bot wie gewohnt eine gelungene Abwechslung aus Kultur und Sport.
Der kulturelle Bereich beinhaltete diesmal unter anderem einen Besuch beim Bürgermeister der Stadt Chartres, eine Besichtigung der Kathedrale von Chartres, eine Bootsfahrt in den berühmten Bateaux Mouches auf der Seine, einen Besuch der Stadt Orléans mit einer Führung bei Nacht, einen Nationenkampf und vieles mehr.
Nicht weniger abwechslungsreich war auch das sportliche Programm am Vormittag. Von Aufwärmung über Partnerübungen und Freigefechte bis hinzu Stretching Einheiten zum Abwärmen, alles war geboten. „Die Stimmung in der Halle war spitze“, beschrieb Annabel Breuer die Situation. Neben den Frei- und Wettkampfgefechten bestand die Möglichkeit bei einem der fünf anwesenden Fechtmeister eine Lektion zu nehmen. „Die Nachfrage nach Lektionen war einfach riesig, Einige wollten sogar zwei an einem Tag haben“, so Pleier.
„Sehr gut war das Verhalten und der Zusammenhalt der jungen Gruppe, besonders aber über die gemeinsam gestalteten Freizeitaktivitäten außerhalb der offiziellen Programmteile, wie z.B. Kartenspiele aus Frankreich und Deutschland oder spontane Karaoke-Einlagen haben wir uns gefreut“, so Bubeck.
Ein besonderes Highlight bot sich der jungen Truppe am Mittwoch. Die französische Juniorennationalmannschaft der Frauen im Softball, die sich in der gleichen Woche auf die in Deutschland stattfindende Europameisterschaft vorbereitete, lud zu einer Trainingseinheit ein.„Das ist ein sehr interessantes Spiel und wir hatten eine Menge Spass“, sagte Simone Briese-Baetke nach dem Spiel.
Am Donnerstag stand der Nationenkampf gegen die Franzosen an. Insgesamt gingen 5 Mannschaften an den Start. Davon je zwei aus Frankreich und Deutschland und eine gemischte. Nach den Platzierungskämpfen, standen die Halbfinal-Paarungen fest. Frankreich 1 gegen Deutschland 1 und Frankreich 2 gegen Deutschland 2.Die Kämpfe um den Einzug ins Finale waren sehr spannend und knapp. Nach langer Zeit mit ausgeglichenen Kämpfen gelang es erst den Schlussfechtern mit Unterstützung der „Fans“ sich abzusetzen und den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Deutschland 1 gegen Deutschland 2 lautete die Paarung. Nach einem erneut ausgeglichenem Kampf setzte der Schlussfechter von Deutschland 1, Maurice Trautner den entscheidenden letzten Treffer und führte damit seine Mannschaft zum Sieg.
Am vorletzten Tag ging es für die Gruppe in die Hauptstadt Paris. Dort war unsere erste Anlaufstelle das Rathaus, in dem eine Führung anstand. Danach ging es weiter zum Invaliden Dom, wo wir uns zu einem Picknick bei herrlichem Wetter einfanden. Als nächstes stand eine Bootsfahrt auf der Seine auf dem Programm bevor wir auf Grund des jetzt schlechten Wetters die weitere Stadtbesichtigung in den Bussen fortsetzten.
Samstag war unser letzter Tag. Nach dem Aufwärmen standen ein letztes Mal Lektionen und Gefechte an. Mit Begeisterung waren die Sportler dabei, aber man sah auch, dass die letzten Tage voller Training ihre Spuren hinterlassen haben.
Am Nachmittag wurde die Halle ausgeräumt, die Gestelle in die Fahrzeuge verladen und die privaten Sachen verpackt, so dass man am nächsten Morgen nur noch die Zahnbürste einpacken musste und es losgehen konnte.
Mit Wehmut und dem ein oder anderen tränenden Auge machte sich die Gruppe nach der Verabschiedung auf die Heimfahrt.
Aber nicht traurig sein, 2009 geht’s weiter und die Planungen laufen bereits auf Hochtouren.




