Andre Wessels siegt in Heidenheim

Der Bonner Andre Wessels hat die 13. Auflage des „Internationalen Herrenflorett-Turniers“ von Heidenheim für sich entschieden. Im Finale setzte sich der 27-jährige gegen Dominik Behr knapp mit 9:8 durch.

Foto: DFB

Wessels, der Mitte des Jahres zum OFC Bonn in die Trainingsgruppe von Bundestrainer Uli Schreck wechselte, leistete sich im gesamten Turnier nur zwei Niederlagen. Durch die Niederlage gegen den Tauberbischofsheimer Markus Hartmann offensichtlich wachgerüttelt, marschierte er dann auf direktem Wege mit sicheren Siegen in die Finalrunde. Dort bezwang er seinen Vereinskollegen Boris Zorc deutlich mit 15:6, im folgenden Halbfinale Sebastian Bachmann (Bonn) 15:11. Finalkontrahent Dominik Behr (Tauberbischofsheim) focht sich gar ohne Niederlage in das Finale des gut besetzten Turniers von Heidenheim. Erst Wessels konnte den ebenfalls 27-jährigen Nationalmannschaftsfechter stoppen. „Alles in allem, große Überraschungen hat es erwartungsgemäß nicht gegeben“, urteilte anschließend Bundestrainer Uli Schreck. „Letztendlich waren jene vorn, die ich dort erwartet habe. Positiv war, dass einige junge den Arrivierten Druck machen“, fügt er hinzu. „Fechterisch habe ich zum Finale hin einige ansehenswerte Gefechte gesehen. Bis zum Beginn der Weltcup-Serie im Januar werden wir konzentriert daran arbeiten“, ergänzt der Erfolgstrainer aus Bonn. Bevor diese startet, ermitteln die deutschen Florettfechter Anfang Januar ihren nationalen Meister. Gesetzt für die ersten Weltcup-Turniere sind außer Olympiasieger Benjamin Kleibrink und Weltmeister Peter Joppich derzeitig nur Dominik Behr und Richard Breutner. „Einige Startplätze sind noch zu vergeben. Mit der DM in Tauberbischofsheim wird sich entscheiden, wer auf den Zug Weltcup-Serie noch aufspringen wird“, blickt Schreck abschließend voraus.

Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und Richard Breutner waren in Heidenheim nicht am Start.

Die Platzierungen: 1. Andre Wessels (Bonn), 2. Dominik Behr (Tauberbischofsheim), 3. Sebastian Bachmann (Bonn), 3. Moritz Hinterseer (Österreich), 5. Boris Zorc (Tauberbischofsheim), 6. Marius Braun (Bonn)

7. Christian Schlechtweg (Berlin), 8. Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim), 9. Ralf Bissdorf (Heidenheim), 10. Frederik Vandormael (Belgien), 11. Roman Christen (Tauberbischofsheim), 12. Dan Elsner (Heidenheim), 13. Martin Bundschuh (Tauberbischofsheim), 14. Martin Aguilar-Duran (Bochum), 15. Aljoscha Gollan (Moers), 16. Frederic Fark (Herne)

 


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