Weitere deutschen Senioren unter WM-Finalisten
Krems- war eine Reise wert, hier lockte nicht nur die Weltkultur, sondern vor allem vom 17.-21.10. 2012 die Veteranenweltmeisterschaft im Fechtsport.
Bei den 16. F.I.E.-Spielen trafen sich 600 Gemeldete ab dem 50.Lebensjahr, um in den Gruppen 50+/60+ und 70+ ihren Weltmeister in allen 3 Waffen auszufechten.
Gleich am ersten Wettkampftag gewann Charlie Esser im Herrensäbel /70+ die Goldmedaille mit einem 10:9 gegen Franz Hirt im Finalgefecht. Hirt hatte im Achtelfinale den Deutschen Wolf Nettingsmeyer mit 10: 8 auf Platz 7 verwiesen und über einen weiteren Sieg das Finale erreicht. Doch auch Wolf Nettingsmeyer freute sich bei der Weltelite über den 7.Platz.
Im Damenflorett der 50iger Klasse mußte die amtierende Weltmeisterin Britta Hilgers schon nach dem ersten K.O.-Gefecht ihren Waffensack packen. Auch für Astrid Kircheis begann die Vorrunde erst einmal mit Rückständen, erst im K.O.- System fand sie ihre gewohnte Form und belegte einen 8.Platz in der Gesamtwertung.
Am 18.10. erreichte Gerd Bürckholdt im Herrenflorett/60+ Platz 7 und die gleichaltrige Marigret D’Haese Platz 8 im Damenflorett. Annemarie Richter belegte im Degenfechten der ältesten Klasse einen hervorragenden 3.Platz und damit eine weitere Medaille für Deutschland.
Ihre Mitstreiterinnen Brigitte Greunke und Marianne Hempelmann belegten Platz 5 und 6. Ein Tag später gingen die Degendamen der 50iger Altersklasse an den Start. Für Dagmar Fischer bot das Los 3 deutsche Teamgefährtinnen als Gegner in der Direktausscheidung. Fischer hatte in diesen Gefechten stets die bessere Form und konnte so ins Viertelfinale einrücken. In der Endabrechnung gewann sie Bronze, Astrid Kircheis platzierte sich auf Rang 6.
In der kleinen Fechthalle bewies Brigitte Greunke mit dem Damensäbel Stärke und konnte sich im Damensäbel/70+ über eine Silbermedaille freuen. Der vorletzte Wettkampftag war der Tag der Deutschen – Volker Fischer gewann in einem 55iger Teilnehmerfeld im Degen der Altersklasse 60+ den Weltmeistertitel. Trotz einiger gesundheitlicher Rückschläge hatte sich der ehemalige Nationalfechter der Aktiven des Deutschen Fechterbundes e.V. erholt und mal wieder allen Internationalen gezeigt, wer die Nummer 1 ist.
Friederike Janshen sicherte sich zum 2.Mal hintereinander ihren Weltmeistertitel in der Waffe Damensäbel/50+. Für die Konkurrentinnen war ihr sehr dynamischer und treff- sicherer Fechtstil unerreichbar. Souverän beherrschte sie das gesamte 34iger Teilnehmerfeld und konnte am Abend ebenfalls mit Gold glänzen.
Auch Bärbel Gorius stand am Ende ihres Wettkampfs auf dem Siegertreppchen und er- hielt für ihre gewonnenen Florettkämpfe die Bronzemedaille in der Klasse 70+. Sie hatte sich von allen 4 startenden Deutschen als Einzigste in die Endrunde qualifiziert.
Im Degen/70+ war der beste Deutsche Franz Hirt mit dem 6.Platz. Dieter Allkemper platzierte sich unter den 47 Teilnehmern auf einen beachtlichen 8.Platz in der gleichen Wettkampfklasse.
Leider konnten im Einzelfechten am letzten Turniertag keine Medaillen mehr gewonnen werden. Beste Platzierung erreichte mit Platz 8 Volkhart Herbst in der Waffe Säbel/60+.
Die Weltmeisterschaft endete am Sonntagabend mit einem grandiosen Galaabend, wo die 48 Teilnehmerländer ihre Erfolge feiern konnten.




