Sachsen-Anhalt
13.04.2008 09:53

Starke Konkurrenz fordert halleschen Fecht-Nachwuc

Das war für die jungen TSG-Fechter in der Sporthalle Brandberge am vergangenen Wochenende die wohl größte Herausforderung der Saison. Mehr als 200 junge Florett-Spezialisten aus den Schüler- und B-Jugend Jahrgängen kämpften bei den „Mitteldeutschen Meisterschaften“ um insgesamt 10 zu vergebende Titel.

Vor allem am ersten Tag konnte sich Fachverbandspräsident und Schirmherr Thomas Riedel über das Abschneiden der TSG-er freuen. „Gerade die Schüler haben uns sehr viel Freude gemacht. Wir haben viel Kampfgeist, aber auch schon eine gute technische Ausbildung gesehen“, so Riedel. In der Tat. Gleich zwei Mal „schrammten“ junge Fecht-Hoffnungen aus dem halleschen Fechtcentrum an Gold vorbei. Der 11-jährigen Elisabeth Stoß fehlten gerade einmal 2 Treffer am Gesamt-Sieg. In der Finalrunde entschied lediglich der bessere Treffer-Index zugunsten der Siegerin Paulina Ziebert (Feldkirchen). Mit Jessica Kieschnick focht sich im gleichen Jahrgang eine zweite TSG-erin in die Finalrunde und belegte Rang vier. Im um ein Jahr älteren Jahrgang 96 verpasste Maelle Ludwig mit Rang fünf ebenfalls einen Podestplatz. Genauso viel Freude empfand Riedel sicher auch, als er am Ende des ersten Tages die Siegerehrungen in der B-Jugend vornehmen konnte. Mit Sebastian Murch im Jahrgang 95 auf Rang zwei und Peter Zimmermann auf Platz drei „fuhren“ die Hallenser Medaille Nr. zwei und drei des Tages ein. Murch unterlag im Finale dem Berliner Anton Swiridow 3:9. Zuvor hatte der 13-jährige sich mit nur einer Niederlage bis in das Finale gekämpft. „Den hatte ich in der Vorrunde schon mal. Der war heute einfach zu stark für mich“, zeigte Murch nach dem Finale sportliche Größe gegenüber seinem Final-Kontrahenten. „Aber beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt“, ergänzt Sebastian Murch. Sein um ein Jahr älterer Vereinskollege Peter Zimmermann hatte sich ähnlich stark in die Finalrunde der MDM gefochten. Im Viertelfinale behielt er gegen den Magdeburger Jacob Leue mit 5:4 die Oberhand, unterlag jedoch im folgenden Halbfinale dem späteren Gesamt-Zweiten Alexander Hielscher (Schkeuditz) 5:10. „Schade, eigentlich hatte er das Finale drauf“, ärgerte sich anschließend Trainer Matthias Hertel. Zimmermann selbst nahm es lockerer: „Den habe ich nicht das letzte Mal vor der Klinge. Beim nächsten Mal geht es anders aus“, blickt der bereits nach vorn.

Am zweiten Tag verpassten die Neustädter gleich mehrfach einen der begehrten und anvisierten Podestplätze. Thekla Bartl unterlag im Viertelfinale der älteren B-Jugend überraschend gegen die Cottbuserin Nadine Kreibich mit 9:10, wie auch Scarlett Potratz gegen Patricia Männer (München). Beide belegten die Range sechs und fünf im Gesamtklassement. Im um ein Jahr jüngeren B-Jugend Jahrgang musste sich Marie-Luise Rapp im Viertel-Finalgefecht der späteren Siegerin Lena Müller mit 3:10 geschlagen geben. Für sie wurde es am Ende Platz acht in der Endabrechnung. Zwar nicht auf dem Podest, aber dennoch mit viel Lob bedacht wurde am zweiten Tag Kilian Möllhof. „Die „Zwecke“ aus dem ältesten Schüler-Jahrgang zeigte bis zum Schluss gegen die um bis zu zwei Köpfe größeren Gegner Mut und gab nie auf. „Der Junge hat mir heute gefallen. Er hat Biss gezeigt, gekämpft und jeden Respekt vor anderen abgelegt. Ein wahrer Kämpfer“, so das Lob von Thomas Riedel. Möllhof wurde zwar „nur“ Sechster, erhielt aber bei der Siegerehrung den wohl größten Applaus.

„Acht Finalplätze, insgesamt 13 Mal unter den ersten 10, die Hallenser haben sich Angesichts der starken Konkurrenz aus 10 Bundesländern sehr gut verkauft“, lautete die erste Bilanz von Thomas Riedel. War es für die Schüler der sicher größte Höhepunkt der Saison, testeten vor allem die B-Jugend-Fechter ihre Form in Bezug auf die noch folgenden Deutschen Meisterschaften. „Halle war ein wichtiger Schritt in Sachen DM. Unsere Trainer Matthias Hertel und Robert Mrozowski haben viele Erkenntnisse für die DM-Vorbereitung mitnehmen können und werden unseren Nachwuchs jetzt zielgerichtet auf das Championat vorbereiten“, so Riedel weiter. Und er konnte auch erfreut feststellen, dass die MDM sich inzwischen in fast ganz Deutschland herum gesprochen haben. „Auch wenn in diesem Jahr wegen der Kadetten-WM in Italien die ausländische Konkurrenz gefehlt hat, die Gegner im eigenen Land sind nicht zu unterschätzen. Sie haben unseren Nachwuchs gefordert und die jungen Musketiere haben sich mehr als ansprechend verkauft“, so der Präsident abschließend.

 

Cover der aktuellen Ausgabe des fechtsport-Magazins
Slideshow image
zum Online-Service-Portal des DFB
Wettkampfkalender und Ergebnisse
Wettkampfmeldungen online tätigen
Deutsche Ranglisten
Ranglisten der Landesfachverbände
Biographien der Athleten
Foto-Galerie