Ausrichtung der Sommer-Universiade 2015
Hamburg hat heute den Zuschlag der Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) erhalten: Der adh soll sich mit der Hansestadt international um die Ausrichtung der Sommer-Universiade 2015 bewerben. Die Kandidatur Deutschlands findet mit Unterstützung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) statt.
Welche Nation letztlich den Zuschlag für die Weltspiele der Studierenden erhält, wird der Weltdachverband FISU (Fédération Internationale du Sport Universitaire) voraussichtlich im Mai 2009 entscheiden. Als weitere Kandidaten werden derzeit namhafte Städte aus Südkorea und Kanada sowie die unterlegenen Kandidaten aus dem Auswahlprozess für 2013 gehandelt.
Der adh-Vorstandsvorsitzende Bernd Lange erläutert: „Das Hamburger Universiade-Konzept hat nicht nur den Gutachterausschuss, der sich in den vergangenen Tagen ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat, sondern auch die adh-Mitgliedschaft überzeugt. Hamburg bietet für die zweitgrößte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Sommerspielen optimale Bedingungen. Die Hamburger Spiele können die Studierenden, die Meinungsbildner und Entscheidungsträger der Zukunft, sowie Betreuer und Gäste <//span>im Herzen der Stadt zusammenführen. Eine hervorragende Infrastruktur, kurze Wege und bereits vorhandene, moderne Sportstätten zeichnen die Hamburger Bewerbung ebenso aus, wie die Konzepte zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Wir sind uns sicher, dass Hamburg im internationalen Wettbewerb um einen der größten internationalen Spitzensportevents bestehen kann. Spitzensport, Kultur, Wissenschaft und Interkulturalität: Diese Merkmale prägen die Hansestadt ebenso wie die Universiade!“
Mit gezielten sportpolitischen Interventionen wollen der DOSB, die beteiligten Hamburger Institutionen und der adh den weiteren Bewerbungsprozess fördern. Eine umfassende Zusammenarbeit ist elementar, um im Wettbewerb gegen die starke internationale Konkurrenz bestehen zu können.
Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach, äußert sich dazu: „Der DOSB wird die Bewerbung mit aller Kraft unterstützen. Eine Universiade in Deutschland wäre toll für den Hochschulsport und auch für das ganze Land. Hamburg hat in den vergangenen Monaten ja oft unter Beweis gestellt, dass die Stadt ein hervorragender Gastgeber für den Sport ist.“
Dr. Verena Burk, Mitglied im Exekutivkomitee der FISU, sieht gute Chancen, für eine Vergabe der Universiade nach Deutschland: „Deutschland genießt weltweit einen hervorragenden Ruf bei der Ausrichtung von internationalen Sportveranstaltungen. Dies trifft auch für den Hochschulsport zu. Viele denken gerne an die Universiade 1989 in Duisburg zurück, bei der es gelang, die Veranstaltung in rund 150 Tagen vorzubereiten. Diesmal stellt sich dem adh jedoch eine andere Situation: Er muss sich mit der Bewerberstadt Hamburg einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren stellen, in dem er auf starke internationale Konkurrenz treffen wird. Es werden dabei innovative und auf Nachhaltigkeit angelegte Konzepte sowie politische und sportpolitische Unterstützung gefragt sein. Auf den adh und die Freie und Hansestadt Hamburg kommt konzeptionelle und strategische Arbeit zu, die es zu bewältigen gilt. Ich bin mir aber sicher, dass dies mit dem notwendigen Engagement umgesetzt wird und somit gute Chancen auf die Ausrichtung einer Universiade in Hamburg bestehen.“




