"Frauen an die Spitze" von DOSB ausgezeichnet
Während der 5. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes in Düsseldorf wurde der Deutsche Fechter-Bund für sein langjähriges Engagement im Bereich "Frauen an die Spitze" ausgezeichnet. Margit Budde, Vizepräsidentin des Deutschen Fechter-Bundes und DFB-Ehrenpräsidentin Erika Dienstl nahmen aus der Hand von DOSB-Präsidenten Dr. Thomas Bach vor über 400 Delegierten die Auszeichnung entgegen.
Im "Jahr der Frauen im Sport 2009" hat der Deutsche Olympische Sportbund zum ersten Mal den Verbandswettbewerb "Frauen an die Spitze" ausgeschrieben. Drei Verbände wurden von der Jury ausgewählt. Der Deutsche Fechter-Bund erhielt als einziger Spitzenverband die Auszeichnung für seine Projekte zur Förderung von mehr Frauen in Führungspositionen. Weitere Preisträger sind der LSB Nordrhein-Westfalen und der LSB Thüringen.
DFB-Vizepräsidentin Margit Budde bedankte sich im Namen aller Preisträger und erklärte, dass der Spruch "Frauenpower macht Männer sauer" so nicht stimmt. Immer mehr Männer wissen um die Qualitäten von Frauen in Beruf und Ehrenamt. Dennoch gibt es ein großes Ungleichgewicht nicht nur im Sport, sondern auch in der Wirtschaft, was den Anteil von Frauen in Führungspositionen angeht. "Ich habe das Projekt von Beginn an unterstützt und finde es sehr wichtig, dass mehr Mädchen und Frauen wichtige Positionen in den Vereinen und Verbänden übernehmen", ergänzte Ehrenpräsidentin Erika Dienstl.
In ihrer Laudatio sagte DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers: "Die Konzentration auf das Entscheidende, d. h. ein gezieltes, umfangreiches und langjähriges Mentoring-Programm, verbunden mit ebenso langfristig angelegten Fortbildungsangeboten, sind die Erfolgskoordinaten des DFB-Projektes ‚Frauen an die Spitze - Führungstalente finden und begleiten'. Ausdauer, langer Atem sowie die Einbindung vieler Expertinnen - das sind seine besonderen Stärken. Eine ‚spitzenmäßige' Erfolgsbilanz kann ohne Zweifel für den DFB gezogen werden, wenn aus einem Projekt eine Vizepräsidentin Finanzen und mehrere Präsidentinnen auf Länderebene hervorgehen." Margit Budde freute sich bei der Entgegennahme des Preises:" Mein Team und ich freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sehen unser jahrelanges Engagement gewürdigt. Seit 2002 bilden wir Mädchen und Frauen aus, die dann Führungspositionen in unseren Vereinen und Verbänden übernehmen. Verbunden mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 3.500 Euro, das wir für die Umsetzung weiterer innovativer Projekte gut gebrauchen können. Unser letzter Workshop hat erst vor vier Wochen im Paderborner Ahornsportpark mit großem Erfolg stattgefunden".
Auch DOSB-Präsident Thomas Bach wies in seiner Düsseldorfer Rede auf ein erhebliches Ungleichgewicht bei der Besetzung von Führungspositionen in den Präsidien hin. "Momentan gibt es nur sechs Präsidentinnen von insgesamt 97 Mitgliedsorganisationen. Das darf uns aber nicht entmutigen. Wir werden weiterhin Programme fortführen, die ehrenamtliches Führungsengagement für Frauen attraktiver machen. Wir wollen und werden auch über das erfolgreiche ‚Jahr der Frauen im Sport' hinaus ‚Frauen gewinnen' und ‚Frauen an die Spitze bringen'".


