Acht hessische Medaillen der B-Jugendlichen
In den letzten fünf Wochen fanden die Deutschen B-Jugendmeisterschaften in allen drei Waffen, Florett, Degen und Säbel statt. Dass es dabei nicht nur zu einigen Lichtblicken für den hessischen Nachwuchs gereicht hat, sondern im Gegenteil, durchweg positive Ergebnisse zu verbuchen waren, spricht für eine gute Nachwuchsarbeit der Vereine.
Insgesamt acht Mal Edelmetall gab es, davon wurde zwei Mal der Titel des Deutschen Meisters 2008 errungen. Daneben stehen zahlreiche Platzierungen im Vorderfeld. Am erfolgreichsten schnitten dabei die Damen im Florett und Degen ab, wo allein sechs der acht Medaillen geholt wurden. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung der Offenbacherin Florina Plachta, die zwei Einzel- und zwei Mannschaftsmedaillen nach Hessen brachte.
Florina siegte souverän im Damendegen-Wettbewerb unter 59 Starterinnen, ihre Mannschaftskollegin Benita Marx kam hier auf einen hervorragenden 3. Platz, nachdem sie Florina im Halbfinale mit 8/10 Treffern unterlegen war. Die dritte Medaille in dieser Disziplin konnte sich die Mannschaft mit Florina Plachta, Benita Marx, Abigail Stech und Hannah Heubeck erfechten. Sie unterlag erst im Finale dem heimischen SV Waldkirch mit 41/44 und holte die Silbermedaille.
Drei weitere Medaillen gab es für die Damenflorett-Fechterinnen. Auch in dieser Disziplin setzte sich die überragende Florina Plachta im Einzel bis ins Finale durch, musste dort allerdings die erste- und einzige Niederlage im gesamten Turnier hinnehmen und wurde 2. Abigail Stech (FC Offenbach) kam in dieser Disziplin im jüngeren Jahrgang 1995 auf Rang 3. Auch hier gab es eine weitere Medaille in den Mannschaftskämpfen, Plachta, Marx, Stech sowie Inken Opiolka (alle Offenbach) setzten sich im Gefecht um Platz 3 gegen Westfalen II mit 31/20 durch und holten Bronze.
Im Herrenflorett verpasste Daniel-Mike Brainman vom TV 1860 Frankfurt nach einer 9/10 Niederlage im Viertelfinale eine Medaille nur knapp und wurde 5. Dasselbe Schicksal erlitt auch Justus Formann (FC Gelnhausen) im Herrensäbel, der ebenfalls durch ein 9/10 im Viertelfinale ausschied, zu allem Überfluss passierte dies auch noch Johanna Schindler im Damensäbel. In allen drei Disziplinen hätte es folglich leicht noch weitere Erfolge geben können. Zur Medaille reichte es allerdings in der Damensäbel-Mannschaftswertung, bei der die Hessinnen ein weiteres Mal Bronze holten.
Das zweite Mal Gold für Hessen geht an Daniel-Mike Brainman. Nachdem er im Florett nur knapp Edelmetall verpasste, setzte er sich im Herrendegen Jg. 1995 überraschend durch. Überraschend deshalb, weil sein Turnier in Vor- und Zwischenrunde alles andere als optimal lief und er sich mit einer schlechten K.O. Platzierung durch schwere Gefechte bis ins Finale kämpfen musste. Dort triumphierte er über Robert Styn vom TV Hoffnungsthal mit 10/6.
Die Ergebnisse sprechen für sich, besonders die Damen des FC Offenbach konnten auf ganzer Linie überzeugen und allein sechs der acht Medaillen für Hessen gewinnen. Wegbereiter dafür ist Trainer Miki Bodóczi – dessen Sohn Nikolaus gelang es, vor genau einem Jahr sowohl im Florett, als auch im Degen vier Deutsche Meistertitel zu holen, nachdem er in beiden Disziplinen im Einzel und in der Mannschaft den 1. Platz belegte. Ein Jahr später steht Nikolaus auf Platz 1 der Deutschen A-Jugend Rangliste. Es bleibt zu hoffen, dass auch einige der gut platzierten hessischen Nachwuchsathleten in seine Fußstapfen treten können.




