Degen-Mannschaft Sechste in Catania

Es war einiges anders am heutigen Tage bei den Weltmeisterschaften in Catania. Da war einerseits der heftige Regen, der nachts über der sizilianischen Hafenstadt herunterging und Straßen und Plätze rund um die Wettkampfarena überschwemmte.

Da war aber auch die Equipe Trikolore, die gegen 15.00 Uhr alle heimlichen Medaillenträume des deutschen Degen-Teams zunichtemachte. Zwei Gefechte vor Schluss führten die Schützlinge von Bundestrainer Didier Ollagnon noch 32:30 gegen die späteren Weltmeister, Sven Schmid (Tauberbischofsheim) kassierte anschließend neun Gegentreffer bei nur sechs eigenen Punkten. Frankreichs Schlussfechter Gauthier Grumier wehrte alle Angriffsversuche von Jörg Fiedler (Leipzig) erfolgreich ab und führte sein Team zum 45:41-Sieg.

Damit verfehlten Jörg Fiedler, Sven Schmid, Martin Schmitt (Tauberbischofsheim) und Stephan Rein (Heidenheim) ihr selbst gestecktes Ziel, eine Platzierung unter den besten vier zu erreichen, um zwei Ränge. „Nach den Positionen vier, und fünf in den Vorjahren bei Weltmeisterschaften, Rang drei bei der EM in Leipzig, bin ich natürlich enttäuscht, besonders dann, wenn man gegen Frankreich führt und kurz vor Toresschluss in Rückstand gerät. Das konnte Jörg gegen einen solchen Weltklassefechter, wie Grumier, nicht mehr aufholen“, so Didier Ollagnon später.

Australien stellte im Auftaktgefecht keine ernsthafte Hürde dar, auch wenn man sich anfangs ein wenig schwer tat. Kanada wurde anschließend mit gleichem Ergebnis ausgeschaltet. „Da haben sie richtig gut gefochten“, lobte Ollagnon seine Schützlinge nach dem Gefecht. Im ersten Platzierungsgefecht überstand das deutsche Quartett Norwegen mit einem glücklichen 37:36, musste im abschließenden Kampf um Rang fünf noch eine 40:45 Schlappe gegen Gastgeber hinnehmen. „Wir müssen mehr, anders und besser arbeiten, um uns eine Stufe nach oben zu entwickeln. Aber es bleibt aber auch festzuhalten, dass wir auch weiterhin im Geschäft sind", so Bundestrainer Didier Ollagnon mit Blick nach vorn.

Der ehrgeizige Franzose macht aber auch deutlich, dass er sich sichtbar mehr Konkurrenz in „seiner“ Waffe wünscht. „Ich arbeite gern mit Fechtern, die bereits sind, auch zu arbeiten, zu trainieren. Hier muss sich mehr Dynamik entwickeln. Wichtig ist, dass sich das Team in jedem Fall vergrößert. Dann sind internationale Platzierungen unter den Top drei keine Träume mehr“.

Frankreich setzte sich im finalen Gefecht gegen Ungarn mit 45:37 durch. Rang drei sicherte sich die Schweiz, die Korea mit 15:14 bezwangen.

Platzierungen: 1. Frankreich, 2. Ungarn, 3. Schweiz, 4. Korea, 5. Italien, 6. Deutschland, 7. China, 8. Norwegen


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