Degenfechter auf Titeljagd
Die deutsche Degen-Elite steht sich am kommenden Wochenende, wenn auch unter verschiedenen Vorzeichen, in Tauberbischofsheim nochmals versammelt in Sachen Meistertitel gegenüber.
In beiden Waffen geht alles, was Rang und Namen hat, beim nationalen Championat an den Start. Einen neuen deutschen Meister wird es in jedem Fall geben, da Vorjahressiegerin Claudia Bokel nicht am Start sein wird.
Im Damendegen werden die Zuschauer den Top-Favoriten und Olympia-Teilnehmerinnen Britta Heidemann (Leverkusen) und Imke Duplitzer (Bonn) viel Aufmerksamkeit schenken. Obwohl Peking in „trockenen Tüchern“ ist, wird keine von beiden die DM unterschätzen. „Klar ist der Druck jetzt ein wenig weg, doch bereits jetzt beginnt ja die Olympia-Vorbereitung. Und da will man schon wissen, wie man mental und physisch drauf ist“, so Weltmeisterin Britta Heidemann vorab. Und sie fügt hinzu: „Bis Peking stehen ja noch einige Weltcup-Turniere an, und für die will man gerüstet sein. Und ein Meistertitel ist ja auch eine feine Sache“, so die Leverkusenerin. Bundestrainer Manfred Kaspar (Bonn) sieht das ähnlich. „Die Mädels wissen natürlich, dass jeder sie schlagen will. Das ist natürlich auch eine gewisse Herausforderung. Die werden sie in jedem Fall annehmen“.
Im Herrendegen geht nach der verpassten Olympia-Qualifikation der Blick bereits nach vorn. Jörg Fiedler wird sicher den erneuten Versuch unternehmen, den Titel zu holen. Sven Schmid, Norman Ackermann oder Martin Schmitt (alle Tauberbischofsheim) werden das zu ihren Gunsten verhindern wollen. Titelverteidiger Wolfgang Reich (Heidenheim) wird in jedem Fall der Gejagte sein. „Das Leben muss weitergehen“, hatte Fachbereichtrainer Walter Steegmüller nach den vergebenen Peking-Chancen gefordert. „Schließlich“, so der Heidenheimer weiter, „stehen noch verschiedene Weltcup-Turniere und die EM in Kiew an“ und da könnten die deutschen Degenfechter einiges gerade- rücken.



