Heidemann, Joppich und Co schnuppern Pekingluft

Die beiden amtierenden Einzelweltmeister Britta Heidemann (Leverkusen) und Peter Joppich (Koblenz) fahren gemeinsam mit sechs weiteren deutschen Top-Fechtern im Damendegen und Herrenflorett zur Mannschafts-WM im April in Peking. Am 18. und 19. April dürfen sie im Beijing Convention Centre, in dem im August die Olympischen Wettbewerbe ausgetragen werden, schon einmal olympische Luft schnuppern.

Das deutsche Damendegen-Team hofft im April in Peking bei der WM auf einen Platz auf Sieger-Podest, wie bei der WM 2007 in St. Petersburg. Im Oktober hatten Britta Heidemann, Claudia Bokel, Marijana Markovic und Imke Duplitzer (von links) die Bronzemedaille gewonnen.
Das deutsche Damendegen-Team hofft im April in Peking bei der WM auf einen Platz auf Sieger-Podest, wie bei der WM 2007 in St. Petersburg. Im Oktober hatten Britta Heidemann, Claudia Bokel, Marijana Markovic und Imke Duplitzer (von links) die Bronzemedaille gewonnen.

 Im Damendegen treten neben Heidemann auch Imke Duplitzer (Bonn), Marijana Markovic (Leverkusen) und Monika Sozanksa (Heidenheim) an; beim Herrenflorett wird die Mannschaft mit Joppich von Benjamin Kleibrink (Bonn), Dominik Behr (Tauberbischofsheim) und Richard Breutner (Koblenz) ergänzt.

Am 20. April findet dann noch ein Einzelwettkampf im Herrenflorett statt, der als Testwettbewerb für die Olympischen Spiele gilt. Aus Sicht des Deutschen Fechter-Bundes ist das verlängerte Wochenende in Peking aber alles andere als ein Probelauf: "Es handelt sich hier um eine Weltmeisterschaft und nicht  um einen Test", erklärt Sportdirektor Claus Janka. Man sei derzeit in einer Übergangsperiode im Förderkonzept, daher sei ein gutes Ergebnis bei der WM sehr wichtig,  gibt Janka zu verstehen.

Der Grund, weshalb sich ausgerechnet diese beiden Disziplinen in Peking zur Mannschafts-WM treffen, ist traurig: Damendegen und Herrenflorett sind bei den Spielen im August nur als Einzeldisziplin am Start; die Mannschaften müssen diesmal pausieren. Der Internationale Fechtverband FIE hat nur für zehn seiner insgesamt zwölf Disziplinen Platz im Olympischen Programm und rotiert daher bei den Mannschaftswettbewerben. 2004, bei den Olympischen Spielen in Athen, waren Damenflorett und Damensäbel nicht dabei gewesen, und in diesem Jahr trifft es ausgerechnet die beiden Parade-Disziplinen des Deutschen Fechter-Bundes.

Für Heidemann, Duplitzer, Joppich und Kleibrink ist es aber auch ein wichtiger Vorgeschmack auf die Olympischen Wettkämpfe. Sie können sich schon jetzt mit der Fechthalle anfreunden, in der sie im August erneut versuchen werden, die deutschen Farben, so gut es geht, mit ihren Klingen zu verteidigen.

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