Monika Sozanskas starker Auftritt

Nur kurz währte der Ärger über die verpasste Medaille bei Degenfechterin Monika Sozanska. Am Ende überwog dann doch die Freude über eine Platzierung unter den Top Acht.

Ein wenig schwankt noch meine Gefühlslage. Einerseits war das meine erste Finalrunde bei einer WM, andererseits wollte ich eine Medaille. Und der Traum ist heute noch geplatzt“, so die 28-jährige wenige Minuten nach ihrem Viertelfinalgefecht.

Ruhig und locker sei sie in den Wettkampftag gegangen, berichtet sie weiter. Den startete sie mit einem souveränen 15:8 gegen die Finnin Catharina Kock, ließ ein 15:13 gegen Loredana Dinu folgen. Ihre Achtelfinalgegnerin Corinna Lawrence dominierte sie bis zum Schluss und siegte verdient gegen die Britin 15:9. Auffällig insgesamt die offensive und Fechtweise der Heidenheimerin, die damit sicher die eine oder andere Gegnerin zu überraschen wusste. Lange hielt sie auch das Gefecht gegen die Olympia-Zweite Ana Branza (ROM) offen, doch Branza wusste sich der Angriffe von Monika immer wieder zu erwehren. 11:15 hieß es am Ende zu Gunsten der Rumänin. „Moni hat sich auf die WM sehr gut vorbereitet und verdient diese Finalplatzierung erarbeitet. Vor allem am Offensivverhalten und der schnellen Beinarbeit haben wir gearbeitet“, so Trainer Piotr Sozanski.

Dagegen verpasste Imke Duplitzer (Bonn) um Haaresbreite den Achtelfinalrunden-Einzug. Nach einem knappen 15:14 gegen Simone Naef (SUI) kam für sie das knappe 13:15-Aus gegen die Rumänin Simona Alexandru. „Fechterisch war alles richtig“, kommentiert die Bonnerin anschließend ich Gefecht. „Dann schiebe ich zwei Dinger vorbei. Die Treffer haben mir dann gefehlt“, ergänzt sie. "Man sieht hier, es ist ein Jahr vor Olympia, da rückt die Spitze immer mehr zusammen. Und die Rumäninnen sind zweifelsohne dazu zu zählen“, meint sie abschließend.

Ricarda Multerer rauschte um Haaresbreite am 32-er Tableau vorbei. Sie unterlag in ihrem ersten Gefecht der Schwedin Emma Samuelson im Sudden Death 10:11.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, lautet der erste Kommentar von Bundestrainer Piotr Sozanski. „Unser Ziel war heute ein Finalplatz und den haben wir erreicht. Moni hat souverän gefochten und war auch an Branza dran. Sie hat bis zum Schluss nach Lösungen gesucht und bis zum Schluss gekämpft. Das hat mir gefallen“, fügt er hinzu. „Auch Imke war sehr engagiert und nie aufgegeben. Im zweiten Gefecht hatte sie diesmal ein wenig Pech. Und Ricarda hat ihre Gegnerin bi zum Sudden Death gefordert. Die nächste Runde war durchaus im Bereich des Möglichen“, meint der Heidenheimer abschließend.

Der Titel im Damendegen ging am Abend an die Chinesin Li Na, die sich Finale gegen ihre Landsfrau Sun Yujie mit 13:7 durchsetzte. Platz drei belegten Ana Branza und Anca Maroiu (beide ROM).

Platzierungen: 1. Li Na (CHN), 2. Sun Yujie (CHN), 3. Ana Branza (ROM), 3. Anca Maroiu (ROM), 5. Magdalena Piekarska (POL), 6. Simona Alexandru (ROM), 7. Monika Sozanska (Heidenheim), 8. Shin A Lam (KOR), 22. Imke Duplitzer (Bonn), 44. Ricarda Multerer (Heidenheim), 126. Britta Heidemann (Leverkusen)


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