SeniorenWM Limoges: Die Trauben hingen höher
Erstmalig seit der Existenz der Senioren-Weltmeisterschaften kehrt die deutsche Mannschaft ohne eine Goldmedaille zurück. "Mit einer Silber- und drei Bronzemedaillen liegen wir auch in der Medaillenwertung weit zurück", resümiert Seniorensprecher Volkhard Herbst die WM in Frankreich.
Die Silbermedaille von Astrid Kircheis im Degen, sowie die Bronzemedaillen für Brigitte Greunke, Dagmar und Volker Fischer sind die herausragenden Erfolge der deutschen Mannschaft.
Hinzu kommen weitere zehn deutsche Fechterinnen und Fechter die bis in die Viertelfinals vorgedrungen sind. "Nur" einen Sieg waren sie von der Medaille entfernt. Das notwendige Quentchen Glück war in Limoges nicht auf ihrer Seite und die Direktausscheidung verzeiht keine Fehler.
Insgesamt waren 430 Starter aus 34 Nationen am Start. Das waren 100 Fechterinnen und Fechter mehr, als noch vor zwei Jahren bei der WM im englischen Bath. Die Medaillen gingen an insgesamt 15 Nationen.
Die zwölf zu vergebenden Titel verteilten sich auf acht verschiedene Länder.
"Die Zahl der ehemaligen Spitzenfechter unter den Medaillengewinnern steigt erheblich", konstatiert Seniorensprecher Herbst.
Mit der für Kanada fechtenden Chinesin Jujie Luan war auch eine Olympia-Teilnehmerin aus Peking am Start. Die Florettfechterin hatte 1984 bei den Aktiven den WM-Titel gewonnen. In Peking war die mittlerweile 50-Jährige auf Platz 32 gelandet. Und in Limoges feierte Luan den Weltmeistertitel.
Neben den Deutschen Fechter verpassten auch andere grosse Nationen den Hieb in Richtung Goldmedaille. Die USA, Russland, Japan und Gastgeber Frankreich blieben am Ende ohne Titel. Großbritannien hingegen überzeugte mit 4 Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen und gewann somit die Medaillenwertung.
Will man wieder an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen, muss es gelingen Spitzenfechterinnen und -fechter früherer Jahre für das Seniorenfechten zu gewinnen. Hier gilt es insbesondere am Image des Seniorensports zu arbeiten. Ziel muss es sein den "Seniorensport" für die "Jüngeren" attraktiver zu gestalten. Jedoch ohne den Leistungsdruck zu hoch zu fahren. Denn: Senioren nehmen aus Freude am Sport und auf eigene Kosten an internationalen Wettkämpfen teil.




