Sozanska auf heißen Rädern
Zu Gast am Hockenheimring war dieser Tage das Heidenheimer Degen-As Monika Sozanska. Sie wurde vom renommierten Fahrertrainer Tommy Strohmayer zu einer Autofahrt der besonderen Art eingeladen.
Im gelben Lamborghini nahm Sozanska das Kurvenspiel des Hockenheimrings in Angriff. Auf der Formel 1-Strecke erläuterte der Instruktor die richtige Kurventechnik und gab wertvolle fahrtechnische Tipps. Er zeigte, wie man die Leistungspotenziale eines Supersportwagen abruft und in welchen Situationen man an die physischen Grenzen stößt. Auch wenn sich Monika auf der 4,5 km lange Strecke erfolgreich versucht hat, gibt sie unumwunden zu: „ Es war schon toll, aber so schnell wie Thommy möchte ich allein gar nicht fahren.“ Die Fahrt war ein besonderer Höhepunkt im Leben der Kaderfechterin.
Unmittelbar nach der Ankunft konnte sich Monika einen detaillierten Einblick in die Motorsportanlage des Hockenheimrings verschaffen. Was sonst nur bei den großen Motorsportereignissen mit überfüllten Zuschauerrängen im Fernsehen präsentiert wird, durfte sich die Schorndorfer Spitzenfechterin im Rahmen einer VIP-Führung mit einem Blick hinter die Kulissen aus einer völlig unbekannten Perspektive vorführen lassen. Neben der Besichtigung der Race Control, der Boxengasse, des Siegerpodiums, der VIP-Lounges stand auch ein Rundgang durch die eigens errichteten Hallen der großen Automobilhersteller auf dem Programm.
Derart animiert, wuchs die Vorfreude auf das bevorstehende Intensivtraining mit Profi Tommy Strohmayer. Der zeigte auf dem angrenzenden ADAC Fahrsicherheitsplatz am Hockenheimring, was man eigentlich bei einem Fahrtraining nicht unbedingt erwartet: Strohmayer gilt als der Experte für Extremsituationen, und so durchlebte die auf der Planche mit allen Wassern gewaschene Spitzenfechterin durchaus die eine oder andere neue prickelnde Erfahrung auf vier Rädern: An den drei Stationen Vollbremsung, Riesenslalom sowie der allseits bekannten und zugleich gefürchteten Schleuderplatte wurden diverse Fahrmanöver bei variierenden Tempi durchgeführt.
Dabei wurde Monika Sozanska eindrucksvoll vor Augen geführt, wie sich ein Fahrzeug in gewissen Gefahrensituationen verhält und wie wichtig eine den Straßenverhältnissen angepasste Geschwindigkeit ist. Schneeglätte, Aquaplaning, plötzlich auftretende Hindernisse oder ein ausgebrochenes Fahrzeugheck – dies alles bekam sie durch entsprechende Simulationen mit der Schleuderplatte realitätsnah vorgeführt: „Als normaler Autofahrer macht man sich ja gar keine Gedanken, was einem so alles passieren kann. Wenn es dann soweit ist, ist man normalerweise hoffnungslos überfordert“, schildert die Fechterin ihre Eindrücke und zieht ein Fazit: „Ich fühle mich jetzt besser, weil ich glaube, in ähnlichen Situationen künftig auch besser reagieren zu können.“




