Silberner Auftakt in Catania
Seit Jahren sammelt Nicolas Limbach bei internationalen Meisterschaften fleißig Medaillen. 2007 war es Bronze in St. Petersburg, 2009 gewann er WM-Gold in Antalya, 2010 Silber in Paris. Nun ließ der 25-jährige Silber in Catania folgen.
Dem Auftaktsieg gegen James Welsh, den er in nur 30 Sekunden mit 15:3 von der Bahn fegte, ließ er einen sicheren 15:9-Sieg gegen seinen Vereinskollegen Max Hartung folgen. Das Achtelfinale meisterte er mit einer nervenstarken 15:12-Vorstellung gegen Gianpiero Pastore (ITA). Wohl ebenso stark sein Sieg im Viertelfinale gegen den Ungarn Aaron Szilagyi, der sich mit 10:15 geschlagen geben musste. Auch der Olympia-Fünfte von Peking, Luigi Tarantino, „biss“ sich am Dormagener die Zähne aus, verlor gegen Limbach 12:15.
Dramatisch das abschließende Finalgefecht gegen Aldo Montano (ITA). Der 32-jährige Olympiasieger aus Italien musste hier seine ganzen Reserven aufbringen, um den Weltmeister des Jahres 2009 mit 15:13 zu bezwingen“. Doch nur kurz währte der Ärger von Limbach. „Na klar erinnert man sich daran, dass ich ihn in Antalya im Halbfinale geschlagen habe. Aber wir sind hier in Italien. Drei Italiener sind dann doch einer zu viel, das kann man schon so sagen“, fügt er hinzu. Vor allem gegen Pastore habe er viel Körner gelassen. „Die haben dann im Finale wohl gefehlt“, so Silbermedaillengewinner.
Der Ärger war dann zur Siegerehrung wieder verraucht, Limbach freute sich offensichtlich über seine Medaille. „Wichtig ist nun die Quali mit der Mannschaft“, ergänzt er abschließend, „dann können wir uns in Ruhe auf Olympia vorbereiten“.
Für Benedikt Wagner und Max Hartung (beide Dormagen) kam in der Runde der letzten 32 das Aus. Wagner verlor gegen den Olympia-Vierten von Athen, Dimitri Lapkes (BLR) 9:15. Zuvor hatte er im rein deutschen Duell Nationalmannschaftskollegen Björn Hübner (Tauberbischofsheim) mit 15:6 aus dem Rennen geworfen. Max Hartung musste sich im direkten Vergleich im Tableau der letzten 32 gegen Nicolas Limbach mit 9:15 beugen. „Was ärgerlich war, ist, dass sich die Jungs so früh gegenüber gestanden haben“, fasst Bundestrainer Vilmos Szabo zusammen. „Jetzt heißt es, im Team zu kämpfen. Wir haben hier die stärkste Truppe mitgenommen. Alle sollen Angst vor uns haben“, fügt der Dormagener Erfolgstrainer hinzu.
HPlatzierungen: 1. Aldo Montano (ITA), 2. Nicolas Limbach (Dormagen), 3. Luigi Tarantino (ITA), 3. Gu Bon Gil (KOR), 5. Won Woo Young (KOR), 6. Aaron Szilagyi (HUN), 7. Dmitri Lapkes (BLR), 8. Venjamin Reshetnikov (RUS), 27. Max Hartung (Dormagen), 32. Benedikt Wagner (Dormagen), 35. Björn Hübner (Tauberbischofsheim)







