WITTENSTEIN-Talentwerkstatt eröffnet
Talente finden, sie fördern und ermutigen, einen durch Bildung und Unternehmungsgeist geprägten Weg zu gehen, ihnen zu vermitteln, dass durch Mut, Kreativität und Eigeninitiative Höchstleistungen erreicht werden können:
Dieses auf neue und attraktive Perspektiven für junge Menschen ausgerichtete Ziel streben die Initiatoren des Projekts „WITTENSTEIN-Talentförderung Olympiastützpunkt-Werkstatt“ an, in der hauseigenen Kurzfassung ab sofort „WITA“ genannt, das jetzt im Fechtzentrum offiziell eröffnet wurde. In den entsprechend umgestalteten Räumlichkeiten, auch ausgestattet mit einer Werkbank und dem erforderlichen Werkzeug, soll eine Einrichtung zur Kommunikation, zur Weiterbildung, zum Relaxen und zur sinnvollen Beschäftigung geschaffen werden. Insgesamt eine leistungsstimulierende Atmosphäre mit pädagogischem Nutzen für Aus- und Weiterbildung sowie zur beruflichen Orientierung.
Die mentale Verbindung zwischen dem Mechatronikspezialisten WITTENSTEIN AG zum Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim sei, so Manfred Wittenstein, daraus auf jeden Fall abzuleiten. Nicht zufällig habe man den Namen ‚Arena’ aus der Welt des Wettkampfes und des Sports entliehen: Ein erfolgreiches Produzieren gelinge nur den Besten. Insofern sei der Name Anspruch und Ansporn zugleich. Zwar in wesentlich kleinerer Dimension, dennoch mit den gleichen Erwartungen werde die WITA-Philosophie umgesetzt. Karl-Friedrich Schönleber sprach von einer langjährigen Erfahrung, die unter Beweis stelle, dass junge Menschen, die im Sport zu herausragenden Leistungen fähig seien, auch im Beruf einen erfolgreichen Weg gingen.
„Wir haben in exponierten Räumlichkeiten Rahmenbedingungen geschaffen, die leistungsfördernd sind. Und wir bedanken uns für diese WITTENSTEIN-Initiative, deren Konzept bereits größtenteils umgesetzt werden konnte und in weiteren Schritten zur Vollendung geführt wird.“ Es habe große Bedeutung für eine sinnvolle Freizeitgestaltung, wobei der Fecht-Club auch Wert darauf lege, die Sportlerinnen und Sportler beruflich zu begleiten. Eine Fülle von Aktivitäten seien möglich, die Ausstattung rege vor allem auch dazu an, technische Fähigkeiten zu entwickeln, fügte Schönleber abschließend hinzu.
„Im Geiste sind wir gemeinsam beieinander, denn auch wir fördern junge Talente,“ betonte anschließend Personalleiter Dr. Michael Geier für die WITTENSTEIN AG. Sie kümmere sich naturgemäß vor allem um den Nachwuchs für den gewerblich-technischen Bereich, der darin hervorragende Zukunftsaussichten habe. Die Chancen für junge Menschen in den Zweigen Mechanik, Mechatronik oder Technisches Zeichen seien ausgezeichnet, mit dem entsprechenden Sinn dafür eröffne sich ihnen eine Berufswelt mit besten Möglichkeiten. Das könne in der Praxis vom Schüler und Auszubildenden bis ins Management, zum Doktor oder gar Professor führen, entsprechende Beispiele gebe es in dem Unternehmen selbst. Es gelte, die Faszination dafür frühzeitig zu wecken. Die Firma WITTENSTEIN bilde rund 160 Auszubildende aus, liege damit weit über der durchschnittlichen Quote und „nahezu alle, die sich bewährt haben und es wollen, erhalten im Anschluss einen Arbeitsplatz bei uns“.
In der Olympiastützpunkt-Werkstatt sehe er „eine Filiale unserer talent-arena“, führte Dr. Michael Geier weiter aus. Die dafür übernommene Patenschaft sehe deshalb auch eine Kooperation zwischen beiden Einrichtungen vor. Gegenseitige Besuche und der Austausch von Informationen könnten die gemeinsamen Bemühungen mit Leben erfüllen und sie zum Erfolg führen. Internatsleiter Matthias Behr berichtete in diesem Sinne davon, dass sich die Athleten in diesen WITA-Räumen „sehr wohl fühlen. Sie spielen miteinander, arbeiten und surfen am Computer, ziehen sich in die Leseecke zurück und beginnen jetzt auch mit erfreulichem Interesse, an den Werkbänken ihre technischen Fähigkeiten auszuloten.“
Bürgermeister Wolfgang Vockel würdigte dieses Engagement der WITTENSTEIN AG im Fechtzentrum, das auch an technische Berufe heranführen könne. In Baden-Württemberg fehlten derzeit 13000 Ingenieure, das mache deutlich, wie groß der Bedarf sei. Er sehe hier einen kleinen Baustein zur Nachwuchsgewinnung, in dem junge Leute angesprochen würden, die wüssten, was es heißt, Leistung zu erbringen. Es komme darauf an, diese Bereitschaft auch in den beruflichen Werdegang einfließen zu lassen.
Die „WITTENSTEIN-Talentförderung Olympiastützpunkt-Werkstatt (WITA)“ sieht zunächst drei Schritte vor, davon sind die räumlichen Voraussetzungen bereits geschaffen. Maßnahmen zur Talentförderung und intensive Betreuungs-Aktivitäten stehen für die Zukunft auf dem Programm. Die Pflege der Patenschaft soll durch ständige Kontakte zum Hause Wittenstein erfolgen und letztendlich sogar für den Einzelnen ermöglichen, bei einer individuellen Karriereplanung die erforderliche Unterstützung in Anspruch nehmen zu können.




