Anna Limbach und Richard Hübers auf dem Podium in Strasbourg

Die Dormagener Anna Limbach und Richard Hübers haben beim internationalen Jahresauftakt der Säbelfechter in Strasbourg mit Rang zwei überzeugt.

Fotos: Privat

Der „Circuit National Strasbourg Sabre“ im Damen- und Herrensäbel ist inzwischen seit Jahren fester Bestandteil der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Fechter-Bund und dem französischen Fechtverband FFE. „Beide Seiten nehmen das Turnier sehr ernst und wird von den Top-Fechterinnen und Fechtern gern besucht, gelten die Franzosen doch als echter Prüfstein“, sagt Säbel-Bundestrainer Vilmos Szabo, der in diesem Jahr ohne Max Hartung und Benedikt Wagner nach Strasbourg reiste.

In der Damensäbel-Entscheidung musste Anna Limbach am Ende nur der Weltranglisten-Fünften Manon Brunet (Frankreich) den Vortritt lassen. Die Fünfte der Weltmeisterschaften von Leipzig hatte zunächst souverän die Finalrunde erreicht, dort Charlotte Suchet (Frankreich) mit 15:1 distanziert. Im Halbfinale bezwang sie deren Landsfrau Margaux Rifkiss mit 15:7, unterlag im finalen Gefecht Brunet dann mit 6:15. „Das war ein guter Jahreseinstand für Anna“ bilanziert Damensäbel-Bundestrainer Pierre Guichot. „Anna hat diszipliniert gefochten, stand verdient im Finale. Ich bin mit ihr zufrieden“, ergänzt er.

Mit Lea Krüger (Dormagen), Anna-Lena Bürkert, Julika Funke (beide Künzelsau), Ann-Sophie Kindler (Eislingen) und Liska Derkum (Dormagen) erreichten fünf weitere deutsche Fechterinnen die Achtelfinals, mussten sich hier allerdings der Konkurrenz geschlagen geben. „Sechs Mädchen unter den Top 16, von denen drei noch bei den Juniorinnen startberechtigt sind, das war nicht schlecht“, meint Pierre Guichot. „Das sollte ihnen Motivation für die kommenden Aufgaben geben“, blickt er bereits nach vorn.

Mit Richard Hübers präsentierte sich in Strasbourg ebenfalls ein Dormagener Fechter im Finale. Der 24-jährige Team-Europameister des Jahres 2015 hatte durch ein 15:12 gegen seinen Vereinskameraden Domenik Koch das Final-Tableau erreicht, setzte sich dort gegen Maxence Lambert (Frankreich) mit 15:12durch. Im Halbfinale traf Hübers auf den starken Franzosen Bolade Apithy, den er mit 15:13 hinter sich ließ. Erst dessen Landsmann Tom Seitz beendete die Siegesserie von Richard Hübers, setzte sich im Finale mit 15:6 gegen den Schützling von Bundestrainer Vilmos Szabo durch. „Das war gut von Richard. Er hat mir hier gefallen, hat taktisch und technisch gut gefochten. So kann es gern weitergehen“, so der Coach.

Überzeugend war in Strasbourg auch der Auftritt von Hübers Vereinskollegen Robin Schrödter. Der ebenfalls 24-jährige kämpfte sich mit überzeugenden Siegen in das Achtelfinale, stand nach einem 15:13 gegen Lars Benedikt Köck (Dormagen) in der Finalrunde. Hier traf er auf den späteren Gesamtsieger Tom Seitz, dem er schlussendlich mit 9:15 unterlag. „Insgesamt war es ein gutes Vorbereitungsturnier für die nun kommenden internationalen Herausforderungen. Frankreich ist immer eine Reise wert“, bilanziert Vilmos Szabo abschließend.

Die Platzierungen:

Circuit National Strasbourg Sabre – Damensäbel (64 Teilnehmerinnen): 1. Manon Brunet (Frankreich), 2. Anne Limbach (TSV Bayer Dormagen), 3. Charlotte Lembach (Frankreich), 3. Margaux Rifkiss (Frankreich), 5. Cecilia Berder (Frankreich), 6. Caroline Queroli (Frankreich), 7. Malina Vongsavady (Frankreich), 8. Charlotte Suchet (Frankreich), 10. Lea Krüger (TSV Bayer Dormagen), 12. Anna-Lena Bürkert (FC Würth Künzelsau), 13. Julika Funke (FC Würth Künzelsau), 14. Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen), 16. Liska Derkum (TSV Bayer Dormagen)

Circuit National Strasbourg Sabre – Herrensäbel (102 Teilnehmer): 1. Tom Seitz (Frankreich), 2. Richard Hübers (TSV Bayer Dormagen), 3. Edouard Barloy (Frankreich), 3. Bolade Apithy (Frankreich), 5. Arthur Zatko (Frankreich), 6. Robin Schrödter (TSV Bayer Dormagen), 7. Maxence Lambert (Frankreich), 8. Jean Philippe Patrice (Frankreich), 9. Björn Hübner (FC Tauberbischofsheim), 11. Domenik Koch (TSV Bayer Dormagen), 12. Lars Benedikt Köck (TSV Bayer Dormagen), 13. Frederic Koch (TSV Bayer Dormagen), 14. Matyas Szabo (TSV Bayer Dormagen)