Damendegen startet in Tallinn in die Olympiasaison


Beim ersten Weltcup in der Saison 2019/2020 gingen die Degenfechterinnen in Estland auf die Fechtbahn.

Im Einzel konnte sich Ricarda Multerer (TSV Bayer Leverkusen) als beste Deutsche bis ins Achtelfinale fechten. Dort unterlag sie der Russin Violetta Kolobova mit 10:15. Alexandra Ndolo (TSV Bayer Leverkusen) schied in der 64er Direktausscheidung gegen die Polin Ewa Trzebinskan aus (11:15). Beide Leverkusenerinnen waren durch ihre guten Vorrunden direkt für das Hauptfeld am zweiten Tag qualifiziert. Multerer schließt das Turnier auf dem 14. Platz ab, Ndolo auf dem 38. Platz. „Für Rici war die Top 16-Platzierung ein tolles und wichtiges Ergebnis, bei dem sie gezeigt hat, dass sie sich wieder auf dem richtigen Weg befindet“, sagte Bundestrainer Dominic Csobo.

Bei diesem Weltcup nahmen insgesamt 279 Fechterinnen aus der ganzen Welt teil, für Deutschland starteten elf Fechterinnen. Beate Christmann (FC TBB) hat ihre Teilnahme kurzfristig absagen müssen.

Im Teamwettbewerb starteten somit Alexandra Ndolo, Ricarda Multerer, Alexandra Ehler (alle TSV Bayer Leverkusen) und Nadine Stahlberg (Heidenheimer SB). Im Auftaktgefecht konnten sie ohne Schwierigkeiten die schwedische Mannschaft besiegen (45:26). Im anschließenden Duell traf das deutsche Team auf die französische Mannschaft, die es in einem spannenden Kampf 45:41 schlug. Im Viertelfinale gegen die an Nummer eins gesetzte russische Mannschaft hielten die deutschen Fechterinnen lange mit und verloren erst im fünften Gefecht den Anschluss. Doch sie gaben nicht auf und versuchten alles, unterlagen aber 32:44.

In den anschließenden Platzierungsgefechten erkämpfte sich das deutsche Team den siebten Platz. „Die Siege gegen Frankreich und die Ukraine waren wichtig für uns. Beide Mannschaften stehen in der Olympiaqualifikation vor uns. Jetzt zählt es den nächsten Schritt zu machen“, sagte Csobo.