Damensäbel-Team auf Rang sechs bei Mannschafts-WM


Das deutsche Damensäbel-Team hat sich bei der Mannschafts-WM in Kiew (Ukraine) mit Platz sechs mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

Mit jenem sechsten Rang konnte die deutsche Mannschaft 11 Jahre nach der Bronzemedaille in Nimes (Frankreich) das beste Ergebnis bei einer Mannschafts-WM erzielen. Letztmalig 2006 in Turin (Italien) zog ein deutsches Damensäbel-Team in die Finalrunde der besten Acht bei einer WM ein, belegte dort Position acht. Nun schaffte das deutsche Quartett mit Alexandra Bujdoso (Koblenz), Stefanie Kubissa, Anna Limbach (beide Dormagen) und Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim) wieder den Sprung in die Runde der letzten Acht.

Auftaktgegner Ungarn, im Vorjahr Sechste in Catania, zog mit 40:45 gegen die Deutschen den Kürzeren. Im Viertelfinale standen die Vier Weltmeister Russland gegenüber, denen sie 32:45 unterlagen. „Auch wenn das Ergebnis vielleicht etwas anderes aussagt, haben sich die Mädchen gegen die übermächtige russische Mannschaft gut aus der Affäre gezogen“, meint anschließend Sportdirektor Manfred Kaspar. Im ersten Platzierungsgefecht setzten sich Bujdoso, Kubissa und Co. gegen die Weltranglisten-Dritten, China, klar mit 45:32 durch. Im abschließenden Kampf um Platz fünf verloren sie dann gegen Polen 32:45. „Das war ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis“, fasst Manfred Kaspar zusammen. „Die Finalrunde zu erreichen, war das Ziel und das haben die Mädel sehr gut gemeistert, Mit Ungarn und China waren sie mehr, als auf Augenhöhe. Wir konnten insgesamt eine Steigerung in dieser Waffe feststellen“, fügt er hinzu.

Bundestrainer Eero Lehmann ergänzt: „Das war ein starkes Ergebnis. Wir hatten uns nach dem Sieg gegen Ungarn vorgenommen, es nicht bei Rang acht zu belassen. Gegen China haben sie einen ausgezeichneten Kampf geliefert. Mit Position sechs sind wir sehr zufrieden“.

Im abschließenden Finale setzte sich Titelverteidiger Russland erneut gegen die Vorjahres-Zweiten Ukraine mit 45:44 durch.

In einer Woche hat die Koblenzerin Alexandra Bujdoso dann die letzte Chance, sich beim Kontinentalausscheid in Bratislava für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Dafür muss ein Platz unter den ersten vier her, will sie in London starten. „Alex hat hier einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Sie geht in Bratislava als Dritt-Beste der Weltrangliste in den Ausscheid und hat es drauf, sich zu qualifizieren“, so der Bundestrainer. „Alex hat durchaus gute Chancen sich zu qualifizieren“, meint auch Sportdirektor Manfred Kaspar. „Sie gehört leistungsmäßig zu den Besten, die dort fechten. Ihr Auftritt hier macht uns hoffnungsvoll“, ergänzt er abschließend.

Platzierungen: 1. Russland, 2. Ukraine, 3. USA, 4. Italien, 5. Polen, 6. Deutschland, 7. Frankreich, 8. China