Foto: FC TBB

DFB trauert um Sabine Bischoff


Der Deutsche Fechter-Bund und der Fecht- Club Tauberbischofsheim trauern um Sabine Bischoff.

Die Mannschafts-Olympiasiegerin von Los Angeles 1984 verstarb am 06.03.2013 im Alter von nur 54 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Sabine Bischoff gehörte seit 1963 dem Fecht-Club Tauberbischofsheim an, wurde zunächst von Horst Held betreut und arbeitete ab 1976 mit Erfolgstrainer Emil Beck zusammen.

Sie gewann ihre erste internationale Medaille bei der Fechtweltmeisterschaft 1979, es folgten Silber 1981, Bronze 1982 und Silber 1983. 1983 und 1984 war sie Deutsche Meisterin mit dem Florett.

Zu ihren größten Erfolgen gehörte ohne Zweifel die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1984. Gemeinsam mit Zita Funkenhauser, Cornelia Hanisch, Christiane Weber und Ute Wessel gewann sie die erste Goldmedaille in der Mannschaftswertung für die deutschen Fechterinnen überhaupt.

Das Jahr 1985 wurde ihre erfolgreichste Saison. Bei der Fechtweltmeisterschaft in Barcelona unterlag sie erst im Einzelfinale gegen Cornelia Hanisch. In der Mannschaftswertung siegten Cornelia Hanisch und Sabine Bischoff zusammen mit Susanne Lang, Anja Fichtel und Zita Funkenhauser.

1986 gewann sie noch einmal WM-Bronze mit der Mannschaft.

Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere war Sabine Bischoff als Gymnasiallehrerin unweit von Tauberbischofsheim tätig und blieb dem Fechtsport stets verbunden.

Der Fecht-Club Vorstand zeigte sich bestürzt. Sabine Bischoff habe den Grundstein für die internationale Spitzenstellung des Florettfechtens in Tauberbischofsheim gelegt.

Sie sei „eine herausragende Sportlerpersönlichkeit und ein Vorbild“ gewesen - bescheiden und diszipliniert habe sie sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, so der Sprecher des Vorstands, Thomas Menke.

Der Deutsche Fechter-Bund und der Fecht-Club Tauberbischofsheim werden Sabine Bischoff stets in ehrendem Gedenken behalten.