Fotos: Olaf Wolf/DFB

DM Degen Leipzig: Jörg Fiedler sagt leise Tschüss


Eine Träne war da wohl doch vielleicht im Knopfloch. Zahlreiche Begleiter und Weggefährten von Degen-Ass Jörg Fiedler hatten sich am Samstagnachmittag in Leipzig eingefunden, um dem 38-jährigen als Athlet „Ciao“ zu sagen.

DFB-Präsident Dieter Lammer fand in seinen kurzen Ausführungen die richtigen Worte: „Ich sehe den Abschied von Jörg vom Sport mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits verlieren wir einen unserer Spitzenfechter, der über viele Jahre das Degenfechten in Deutschland mitgeprägt hat. Andererseits gewinnen wir einen ehrgeizigen und guten Nachwuchstrainer, der am Bundesnachwuchsstützpunkt in Leipzig seine Erfahrungen an die Jugend weitergeben wird“, so Dieter Lammer weiter.

Neben dem Verbandspräsidenten verabschiedeten unter anderem Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, OSP- Leipzig-Chef Winfried Nowack, der Sächsische Fechtverband, vertreten durch seinen Geschäftsführer und langjährigen Präsidenten Volker Weber, zudem viele Nationalmannschaftskollegen, den stets sympathischen Sachsen in seiner Heimatstadt vom aktiven Sport. Jörg Fiedler, der in seiner sportlichen Vita nicht weniger als 11 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften geholt hat, 12 Mal als Weltcup-Sieger gefeiert wurde, war nach seinem Abitur an den Bundesstützpunkt nach Tauberbischofsheim gewechselt. 2010 kehrte er nach Hause zurück, war mit seinen Leistungen maßgeblich am Wachsen des Leipziger Degenstandortes beteiligt.

Für ihn schloss sich in der Arena Leipzig am Samstag der Kreis. „Seine Schützlinge“ überreichten ihm im Rahmen der Finalveranstaltung Blumen, begrüßten ihn gewissermaßen als ihren Coach. Mit Artur Fischer als DM-Zweiten bei den Kadetten, dem Sieg der sächsischen Degenfechter im gleichen Jahrgang hat Jörg Fiedler als Trainer bereits ein erstes Zeichen gesetzt. Bleibt ihm zu wünschen, dass das lange so bleibt.