Fotos: DFB/ Norman Rembarz

DM-Säbel: Dormagener Dominanz


Die Dormagener Säbelspezialisten Stefanie Kubissa und Benedikt Wagner haben sich in Tauberbischofsheim die nationalen Meister-Titel gesichert. Stefanie Kubissa bezwang in einer Neuauflage des Vorjahres-Finals Nationalmannschaftskollegin Alexandra Bujdoso (Koblenz) 15:13, Benedikt Wagner setzte sich in einem rein Dormagener Finalgefecht gegen Matyas Szabo mit 15:9.

Für Stefanie Kubissa war der Sieg gegen Alexandra Bujdoso der inzwischen vierte DM-Titel ihrer Karriere. Die 28-jährige gewann nach Erreichen der Finalrunde zunächst gegen die Eislingerin Ann-Sophie Kindler mit 15:13, besiegte im anschließenden Halbfinale Vereinskollegin Sibylle Klemm 15:11.

Finalkontrahentin Alexandra Bujdoso qualifizierte sich ebenso souverän für die Runde der letzten Acht. Dort überwand sie zunächst die Tauberbischofsheimerin Jasmin Bührle klar mit 15:7, ließ anschließend Halbfinalgegnerin Davina Hirzmann kaum eine Chance und gewann 15:9.

Anfänglich schien im Finale alles zu Gunsten der Koblenzerin zu laufen. Schnell verschaffte sie sich einen 6-Treffer –Vorsprung. Doch Stefanie Kubissa fand rechtzeitig in das Gefecht zurück, machte aus dem Rückstand einen knappen Vorsprung. Bis zum 12:12 blieb jenes Finale ausgeglichen, ehe Kubissa zwei Treffer in Folg setzte und diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr abgab.

Ich konnte zeigen, dass ich eine der besten deutschen Säbelfechterinnen bin“, erklärte Kubissa später stolz. „Ich habe heute gute Gefechte gemacht. Der Titel war in diesem Jahr noch schöner für mich, als im Vorjahr“, ergänzt sie.

Überraschungen hat es eigentlich keine gegeben“, stellt Bundestrainer Eero Lehmann fest. „Jene vier, die auch in der Rangliste vorn stehen, haben den Titel unter sich ausgemacht. Mit Jasmin Bührle, Ann-Sophie Kindler und Judith Kusian haben sich zudem einige der jüngeren Generation zu Wort gemeldet“, so Eero Lehmann weiter.

Im Herrensäbel nutzte Der Dormagener Benedikt Wagner die Abwesenheit von Ex-Weltmeister Nicolas Limbach und dem EM-Dritten von 2011, Max Hartung (beide Dormagen), um sich seinen ersten Meistertitel zu sichern. Der 22-jährige, inzwischen Weltranglisten-Siebenter im Herrensäbel, bestätigte in Tauberbischofsheim eindrucksvoll seine Stärke. In keinem seiner Gefechte ließ er mehr als 9 Gegentreffer zu. Vereinskollege Sebastian Schrödter musste im Viertelfinale eine 7:15-Niederlage hinnehmen, Richard Hübers (Dormagen) unterlag anschließend mit gleichem Ergebnis.

Finalgegner Matyas Szabo, der zuletzt mit seinem Sieg beim Weltcup in Chicago ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hatte, musste im Finale seinen Teamkollegen spätestens mit dem 5:6 ziehen lassen. Wagner ließ am Ende keine Zweifel an seiner Stärke aufkommen, gewann jenes Finale mit 15:9. „Ich war hier heute Favorit, sah es daher als Pflicht an, zu gewinnen“, meint Benedikt Wagner nach der Siegerehrung. „Ich freue mich vor allem darüber, dass es heute so souverän mit dem Meistertitel geklappt hat. Im letzten Jahr war ich nah dran, diesmal habe ich die Chance genutzt“, erklärt er abschließend.

Matyas Szabo, vor Jahresfrist an gleicher Stelle Neunter, zeigte sich in Tauberbischofsheim ausgezeichneter Verfassung. Robin Schrödter (Dormagen), Gegner im Viertelfinale, musste sich mit 10:15 geschlagen geben. Maximilian Kindler (Eislingen) unterlag im Halbfinale knapp mit 14:15 gegen den 21-jährigen Sohn des Säbel-Bundestrainers.

Jene Jungs, die wir vor erwartet haben, waren am Ende auch auf dem Podest“, fasst Olaf Kawald, sportlicher Leiter in Dormagen und Fachbereichstrainer Säbel im Deutschen Fechter-Bund, die Deutsche Meisterschaft zusammen. „Das Ergebnis widerspiegelt zudem den aktuellen Saisonverlauf. Deutlich wurde aber auch, das junge Fechter, wie Matyas Szabo, Maximilian Kindler oder Richard Hübers sich immer mehr in Szene setzen“, so Kawald weiter. Der Weltmeister des Jahres 2009, Nicolas Limbach und sein Vereinskollege Max Hartung verzichteten auf ihren Start bei der Deutschen Meisterschaft. „Beide konzentrieren sich derzeitig auf ihr Studium, haben daher die DM ausgelassen“, informiert Kawald abschließend.

Platzierungen:

Damensäbel: 1. Stefanie Kubissa (Dormagen), 2. Alexandra Bujdoso (Koblenz), 3. Sibylle Klemm (Dormagen), 3. Davina Hirzmann (Dormagen), 5. Jasmin Bührle (Tauberbischofsheim), 6. Ann-Sophie Kindler (Eislingen), 7. Nele Grodde (Tauberbischofsheim), 8. Lea Ottenbacher (Tauberbischofsheim)

Herrensäbel: 1. Benedikt Wagner (Dormagen), 2. Matyas Szabo (Dormagen), 3. Maximilian Kindler (Eislingen), 3. Richard Hübers (Dormagen), 5. Björn Hübner (Tauberbischofsheim), 6. Johannes Klebes (Tauberbischofsheim), 7. Robin Schrödter (Dormagen), 8. Sebastian Schrödter (Dormagen)