Fotos: Olaf Wolf/DFB

DM-Säbel: Dormagener Doppelsieg in Nürnberg


Die Dormagener Säbelspezialisten Sibylle Klemm und Matyas Szabo haben sich in Nürnberg die nationalen Meister-Titel gesichert.

Für Sibylle Klemm war der Titel in Nürnberg nach 2005 der zweite nationale Titel ihrer Karriere, Matyas Szabo trug sich zum ersten Mal in die Siegerlisten des nationalen Championats ein.

Sibylle Klemm, die einst in Göppingen das Fechten erlernte, lieferte sich mit ihrer Vereinskameradin Anna Limbach ein bis zum Schluss spannendes Finale, nachdem sie zuvor im Halbfinale die Vorjahres-Zweite Alexandra Bujdoso (Koblenz) mit 15:13 hinter sich gelassen hatte. Am Ende spielte Sibylle Klemm ihre Erfahrung aus, besiegte die um fünf Jahre jüngere Anna Limbach mit 15:12. „Ich bin natürlich total zufrieden mit mir“, meinte die 29-jährige anschließend freudestrahlend. „Am Anfang lief es nicht ganz so gut. Doch ab dem Halbfinale habe ich mich deutlich steigern können“. Das Finalgefecht betreffend, meint sie: „Ab der Mitte habe ich mich gut auf Anna einstellen können. Das hat dann am Ende sicher den Unterschied gemacht“.

Rang drei teilten sich im Damensäbel die Koblenzerin Alexandra Bujdoso und Larissa Eifler aus Wetzlar.

Im Wesentlichen gab es keine Überraschungen“, bestätigt Bundestrainer Eero Lehmann. „Erfreut war ich sicher über die Bronzemedaille der erst 14-jährigen Larissa Eifler. Mit den Ergebnissen der laufenden Saison und diesem hier hat sie gezeigt, dass ihre Platzierung kein Zufallsprodukt ist“. „Doch es bleibt auch kritisch anzumerken, dass jene Meisterschaft nicht vollständig besetzt war. Ich hätte mir einige Teilnehmerinnen mehr gewünscht. Möglich war das Seitens unserer Säbelvereine, zumindest quantitativ, auf jeden Fall“, so der Damensäbel-Chefcoach.

Im Herrensäbel ließ der Dormagener Matyas Szabo wenig anbrennen. Der 22-jährige, im Vorjahr hinter Benedikt Wagner (Dormagen) bereits Vizemeister, erwies sich in Nürnberg als unbezwingbar. Der Tauberbischofsheimer Björn Hübner blieb im Halbfinale am Ende ohne echte Chance gegen Szabo, verlor 8:15. Finalkontrahent Max Hartung, Vereins- und Nationalmannschaftskollege des Dormageners, rannte im Finale von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwar konnte er jenen zwischenzeitlich ausgleichen, doch im zweiten Abschnitt des Finalkampfes machte Szabo alles klar, gewann verdient mit 15:10. „Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass ich heute einen guten Tag habe. Es lief insgesamt alles so, wie ich es wollte“, erklärt Matyas Szabo später. „Der Titel war mir wichtig, schließlich muss man mindestens ein Mal Deutscher Meister gewesen sein“, fügt er lächelnd hinzu.

Bronze teilten sich im Herrensäbel Benedikt Wagner (Dormagen) und der Tauberbischofsheimer Björn Hübner. „Ich habe hier gute und spannende Gefechte gesehen“, meint auch Bundestrainer Vilmos Szabo, Vater des neuen Deutschen Meisters. „Am Ende haben sich jene durchgesetzt, die auch international unterwegs und erfolgreich sind. Große Überraschungen waren nicht zu erwarten und sind auch nicht eingetreten“, ergänzt Szabo.

Überraschendendes gab es in Nürnberg tatsächlich wenig, ausgenommen vielleicht die Tatsache, dass Björn Hübner im Viertelfinale den Dormagener Mitfavoriten Nicolas Limbach mit 15:10 aus dem Titelrennen warf.

Vorjahressiegerin Stefanie Kubissa (Dormagen) war studienbedingt nicht am Start, ebenso die derzeitig Verletzten Richard Hübers (Dormagen), Maximilian Kindler (Eislingen) und Johannes Klebes (Tauberbischofsheim.

Die Nürnberger mit ihrem „Fechterring“, zum zweiten Mal nach 2002 Gastgeber einer Deutschen Meisterschaft, waren jedenfalls ein würdiger Ausrichter, die liebevoll und akribisch „ihre DM“ veranstalteten.

Die Platzierungen:

Damensäbel: 1. Sibylle Klemm (Dormagen), 2. Anna Limbach (Dormagen), 3. Alexandra Bujdoso (Koblenz), 3. Larissa Eifler (Wetzlar), 5. Ann-Sophie Kindler (Eislingen), 6. Davina Hirzmann (Dormagen), 7. Julia Pressmar (Eislingen), 8. Jasmin Bührle (Tauberbischofsheim)

Herrensäbel: 1. Matyas Szabo (Dormagen), 2. Max Hartung (Dormagen), 3. Benedikt Wagner (Dormagen), 3. Björn Hübner (Tauberbischofsheim) 5. Nicolas Limbach (Dormagen), 6. Robin Schrödter (Dormagen), 7. Sebastian Schrödter (Dormagen), 8. Domenik Koch (Dormagen)