Erfolgreiches Wettkampf-Wochenende


Deutsche Fechter nach Wettkampf-Neustart international erfolgreich

Die Säbeldamen von Bundestrainer Dan Costache machten in der vergangenen Woche den Anfang. Sonntag ging es zum gemeinsamen Trainingscamp ins polnische Spala, wo sie ausgiebig und „sehr hart trainiert haben“, sagt Costache. Die intensive Woche konnte dann direkt in Erfolge umgesetzt werden: Beim abschließenden International Polish Cup gewann Larissa Eifler (Dormagen) gegen die starke Polin Angelika Wator und holte Gold. Elisabeth Gette (Künzelsau) wurde mit Bronze belohnt, nachdem sie im Halbfinale auf ihre deutsche Teamkameradin traf und dort 15:12 unterlag. Eifler konnte ihr Finalmatch nervenstark mit 15:14 für sich entscheiden. Mit Léa Krüger (Dormagen; Platz 13) und Julika Funke (Künzelsau; Platz 15) konnten sich zwei weitere deutsche Athletinnen im Tableau der letzten 16 platzieren. Das freute auch den Bundestrainer, der mit der Leistung seiner Säbeldamen über die gesamte Woche hochzufrieden war.

DFB-Q-Turniere in Jena

Auch in Deutschland ging es am vergangenen Wochenende international zu: In Jena war die deutsche U20-Elite im Herren- und Damenflorett zum ersten DFB-Qualifikationsturnier zusammengekommen, nachdem eine Woche zuvor bereits die U17 im Damenflorett an gleichem Ort aufeinandergetroffen sind. Unter 61 Teilnehmerinnen konnte sich dort Lea Zoni (Halle) Gold sichern vor Larissa Evers (Tauberbischofsheim). Platz drei ging an Lucia Arnela (Tauberbischofsheim) und Ella Gamke (Markkleeberg). Damit landeten drei NK2-Athletinnen auf den vordersten Rängen.

Bei den U20-Herren war das Teilnehmerfeld am Samstag dann mit 132 Teilnehmern stark besetzt, Teilnehmer aus Belgien, Schweden und der Türkei rundeten das Starterfeld ab. Bester des Tages war Nils Alexander Fabinger (Moers). Er kämpfte sich problemlos durch das Tableau und konnte in seinen letzten drei Gefechten zunächst die Tauberbischofsheimer Arwen Borowiak und Ruben Lindner jeweils zu 10 auf die Plätze verweisen und sich dann im Finale gegen NK-1 Kollege Justin Arndt (Quernheim) mit 15:11 durchsetzen. Platz drei teilte sich Lindner mit David Liebscher (Bonn).

Auch Bundestrainer Nachwuchs Richard Junghanns war vor Ort, um sich ein Bild des Leistungsstandes im Wettbewerb zu machen. „Ich bin sehr froh, dass der (Neu-)Anfang gelungen ist, und, dass der FSC Jena den Mut hatte, ein so großes Turnier auszurichten. Wir haben einen tollen Wettkampf erlebt, mit vielen Emotionen, aber am wichtigsten: mit vielen guten Gefechten. Für eine so lange Pause gab es auffällig wenig Startschwierigkeiten - was mich sehr freut. Schön war auch zu sehen, dass sich einige der jungen Athleten zeigen konnten. Drei Kadetten unter den letzten Acht sind ein Beleg dafür, vor allem aber Ruben Lindner auf Rang drei. Nils Fabinger hat seinen Anspruch auf die Spitzenposition untermauert, Justin Arndt hat den Sprung aus den Kadetten in die Junioren trotz Corona-Pandemie gut verkraftet und gemeistert. Mit David Liebscher auf Rang drei ist ein weiterer Fechter aus dem starken Jahrgang 2002 auf dem Podium.“ Wichtig sei es nun, international gute Leistungen zu zeigen. „Daran werden wir uns messen lassen müssen!“

Am Sonntag gingen dann die Florett-Damen in der U20-Altersklasse in Jena an den Start. 92 Teilnehmerinnen kämpften um das Podium, die DFB-Kaderathletinnen konnten es den Jungs nachmachen und sich ganz vorn platzieren. Am Ende ging ein reines Weinheimer Finale zu Gunsten von Celia Hohenadel aus, die gegen NK1-Kameradin Luca Holland-Cunz mit 15:9 gewann. Im 8er Tableau konnte Hohenadel sich zuvor bereits gegen die ebenfalls starke Weinheimerin Marie Höfler mit 15:10 durchsetzen und ein knappes Halbfinal-Match gegen Aline Rustler (Stuttgart) mit 15:14 für sich entscheiden. Den Bronze-Platz teilten sich Rustler und Larissa Evers (Tauberbischofsheim), die bereits eine Woche zuvor bei der U17 auf dem Treppchen stand.

DFB-Q-Turnier in Heidenheim

Zu gleicher Zeit fand in Heidenheim das DFB-Qualifikationsturnier U17 im Herren- und Damendegen statt. Unter 93 Teilnehmern aus fünf Nationen konnte sich der Heidenheimer Matthew Bülau durchsetzen und erkämpfte sich Platz 1. Ungeschlagen nach Vor- und Zwischenrunde konnte er sich mühelos bis ins Halbfinale arbeiten. Erst da wurde es gegen Jakob Stange (Solingen) wirklich spannend, aufhalten konnte ihn aber auch Stange nicht. Mit 15:13 zog Bülau ins Finale ein und gewann dort souverän mit 15:9 gegen Ole Petersen (Altenburg). Petersens Platz zwei ist insofern ein toller Erfolg, da er noch zwei Jahre jünger ist als das restliche Podium. Dort steht Stange gemeinsam mit Julius Ruppenthal (Waldkirch) auf Platz 3. Nennenswert auch die Top-Acht-Platzierung von Levi Deng (Frankfurt), der gerade mit frischen 13 Jahren auf dem 7. Platz landet.

Am Sonntag dann traten 68 U17-Degendamen aus 4 Nationen in Heidenheim an, um ihre Beste zu küren. Beste Deutsche wurde Eva Steffens (Heidelberg) auf Platz zwei. Sie musste den Turniersieg mit 12:15 an Lena Chevaux aus Österreich abtreten, nachdem sie im Halbfinale mit einem überlegenen 15:4 gegen Charlotte Marx (Hochwald) gewann. Den dritten Platz teilte sich Marx mit Sonja Boxheimer (Frankfurt), die zuvor Cheveaux relativ deutlich mit 5:15 unterlag. Steffens führt nach dem ersten Wettbewerb nun die deutsche U17-Rangliste an.

Circuit National in Orléans (Frankreich)

Im französischen Orléans konnte NK1-Säbelfechter Colin Heathcock (Eislingen) dominieren. Beim Circuit National der U17 trat der Eislinger, der auch in Frankreich trainiert, gegen 119 Konkurrenten aus Frankreich und Belgien an – und holt Gold. Nach einer perfekten Vorrunde bezwang er seine Gegner in den jeweiligen KO-Gefechten durchweg einstellig. Erst im Finale wurde es eng: gegen den Franzosen Tom Couderc setzte er sich dann am Ende aber mit 15:12 durch.

Circuit National in Gent (Belgien)

Die 6. Challenge Marcel van Laecke lud Damen- und Herrendegenfechter in der AK der Senioren ins Belgische Gent. Bei den Herren waren 100 Teilnehmer aus neun Nationen am Start. Gold holte ein Deutscher: Fabian Herzberg (Leverkusen)! Ungeschlagen in der Vorrunde kann er seine KOs mal eng, mal mit deutlicherem Abstand für sich entscheiden: gegen Frederic Fenoul aus Frankreich mit 15:14, gegen die Belgier Matthew Apers mit 15:13, Léo Lepers mit 15:5 und Thibault Breton mit 15:9. Im Halbfinale gewinnt er mit 15:10 gegen Francois Xavier Ferot und kann sich im Finale gegen Nicolas Poncin durchsetzen.

Zwei weitere Leverkusener waren ebenfalls am Start: NK1-Athlet Hendrik-Kilian Kolditz schied im Tableau der letzten 32 gegen den starken Niederländer Tristan Tulen mit 9:15 aus und wird am Ende 29. Sein Leverkusener Team-Kollege Oliver Klass konnte nach einer schlechten Vorrunde sein erstes KO zwar gewinnen, musste sich dann aber dem Belgier Lars Vandenhaute mit 8:15 geschlagen geben und wird 62.

Mit 30 Teilnehmerinnen aus fünf Nationen war das Damendegen-Pendant am nächsten Tag nicht ganz so voll besetzt. Einzige deutsche Starterin war NK1-Athletin Lara Goldmann. Die 18-jährige Leverkusenerin gewann ihre Vorrunde mit einer Niederlage und konnte anschließend gegen die Belgierinnen Hannelore Janssen mit 15:5 und Solane Beken mit 15:7 punkten. Im Halbfinale traf sie auf Amber de Pestel, der sie in ihrer Vorrunde knapp mit 5:4 unterlag. Das KO gegen die spätere Turniersiegerin gab Goldmann mit 15:8 ab und sicherte sich am Ende auf einem sonst reinen belgischen Podium den Bronze-Rang.