Fecht-WM Leipzig: Junge Teams mit Potential

Das deutsche Herrendegen-Team konnte bei der WM in Leipzig keinen weiteren Überraschungs-Coup gegen Frankreich wie zuletzt in Tiflis landen. Die Säbeldamen waren vor allem ob ihres Verletzungspechs gehandicapt.

Fotos: Augusto Bizzi/ Andrea Trifiletti

In der Herrendegen-Entscheidung entschieden Richard Schmidt (Offenbach), Fabian Herzberg, Lukas Bellmann (beide Leverkusen) und Raphael Steinberger ihren ersten Kampf gegen Brasilien mit 45:38. Die Franzosen, die man bei den Europameisterschaften in Tiflis noch mit 45:43 hinter sich gelassen hatte, ließen sich in Leipzig vom deutschen Team diesmal nicht überrumpeln. Von Beginn dominierten die das Geschehen, setzten sich schlussendlich mit 45:26 durch. Das erste Platzierungsgefecht verloren die Schützlinge von Bundestrainer Mario Böttcher gegen Tschechien mit 41:45, gegen Israel unterlag man mit 42:43. Das abschließende Match gegen Hongkong gewannen die vier mit 44:40, belegten damit Platz 15 im Gesamtklassement.

Das es gegen Frankreich schwer wird, war uns von vornherein klar. Sie haben sicher das Gefecht von Tiflis ausführlich analysiert. Den Vergleich heute haben sie von Beginn an dominiert, unsere Niederlage nicht zu vermeiden. Danach war wohl ein wenig die Luft raus, fehlte wohl etwas die Konzentration. Aber das ist eine junge Mannschaft, die sich weiterentwickeln wird. Dessen bin ich mir sicher“, erklärt Sportdirektor Sven Ressel.

Titelträger im Herrendegen wurde Frankreich, die im Finale die Schweiz mit 45:43 besiegten.

Anna Limbach, Lea Krüger, Larissa Eifler (alle Dormagen) und Ann-Sophie Kindler (Eislingen) starteten mit einem 45:42 gegen die Türkei in den Damensäbel-Wettbewerb. Frankreich war in der Runde der letzten 16 allerdings nicht zu überwinden, setzte sich mit 45:17 gegen das deutsche Team durch. „Für die Säbelmädchen war der Weg einfach zu schwer. Die Aufgabe gegen die Türkei haben sie gelöst. Frankreich war im Achtelfinale deutlich kompakter, zudem unsere Mannschaft bereits verletzungsbedingt geschwächt“, so der Sportdirektor. Zunächst hatte sich Anna Limbach hatte eine Sprunggelenkverletzung zugezogen und dann auch Larissa Eifler im Gefecht gegen die Equipe Tricolore verletzt. „Wir haben es dann im ersten Platzierungsgefecht noch mal versucht, aber es ging nicht mehr. Insofern ist der 16. Platz dem Verletzungspech geschuldet“, fügt er hinzu. "Aber das Team ist jung und hat viel Potential. Sie wird ihren Weg in der neuen Saison gehen, immer besser werden. Davon sind wir überzeugt“, ergänzt er.

Italien setzte sich im Finaleder Damensäbel-Entscheidung gegen Südkorea mit 45:27 durch und sicherte sich damit den WM-Titel.

Die Platzierungen:

Herrendegen: 1. Frankreich, 2. Schweiz, 3. Russland, 4. Ungarn, 5. Italien, 6. Ukraine, 7. Estland, 8. Ägypten, 15. Deutschland

Damensäbel: 1. Italien, 2. Südkorea, 3. Frankreich, 4. Japan, 5. Russland, 6. Ukraine, 7.USA, 8. Mexiko, 16. Deutschland