Florett: Kadetten überzeugen in Halle


Beim Heim-Cadet Circuit in Halle zeigte der Herrenflorett-Nachwuchs, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist.

„Arwens Leistung war überragend. Er hat Top-Leute aus verschiedenen Nationen geschlagen“, sagte Verbandsnachwuchstrainer Richard Junghanns. Auf dem Weg ins Finale siegte Borowiak unter anderem gegen Valerian Castanie (Frankreich) und Marek Totusek (Tschechien) und setzte sich im entscheidenden Gefecht mit 15:14 gegen Gergoe Szemes durch. Damit hat sich Borowiak auch einen Wunsch erfüllt, verriet Trainer Junghanns. Der junge Tauberbischofsheimer wollte schon immer mal ein Cadet Circuit-Turnier gewinnen. „Dass er das vor heimischem Publikum geschafft hat, freut mich besonders“, sagte Junghanns.

Ebenfalls einen Platz auf dem Treppchen konnte sich Moritz Frohwein (TG Dörnigheim) sichern. Nach der Niederlage gegen Borowiak im Halbfinale konnte er sich über Bronze freuen: „Moritz hatte bei den letzten Wettkämpfen immer das Problem gehabt, dass er seine volle Leistung nicht auf die Bahn bringen konnte. In Halle hat alles zusammengepasst und damit ist er jetzt unter den ersten Sechs, die um die Plätze für die Kadetten-EM und -WM kämpfen werden“, sagte Junghanns. Borowiak ist nach der Nominierungsrangliste mit knapp 40 Punkten Vorsprung auf Platz eins und voraussichtlich bei den internationalen Wettkampfhöhepunkten in Torun und Foggia dabei. Die Plätze zwei bis sechs sind nah beieinander. Junghanns zufolge wird die Entscheidung erst nach dem Wettkampf in Bad Cannstatt fallen.

„In Foggia wollen wir uns Chancen erkämpfen um eine Medaille zu fechten. Dafür müssen wir im Viertelfinale eine stärkere Mannschaft schlagen“, gibt Junghanns das Ziel für die Mannschaft vor. Beim CC in Halle hat die Mannschaft einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Mit dem zweiten Platz hat sich das Team mit Arwen Borowiak, Noah Braun, David Liebscher und Laurenz Rieger selbst belohnt. „Auch wenn wir Silber geholt haben, haben wir unsere Zielvorgabe verpasst. Nach dem wir am Vortag vier deutsche Fechter unter den letzten Acht hatten und drei davon in der ersten Mannschaft fechten, will man natürlich gewinnen“, so Junghanns. Bis zum letzten Gefechtsdrittel führte das deutsche Team, doch dann gaben sie das Gefecht aus der Hand und konnten es nicht mehr drehen. Die Mannschaft unterlag mit 40:45.

„In der Mannschaft herrschte eine gute Stimmung, die nicht nur auf das erste deutsche Team zutraf, sondern es gab ein besonderes Gemeinschaftsgefühl zwischen allen Teams. Das wurde sogar von andere Nationen und den Kampfrichtern an mich herangetragen. Das liegt nicht zuletzt an der tollen Zusammenarbeit mit allen Heimtrainern“, sagte Junghanns.

Ergebnisse Einzel

Ergebnisse Mannschaft