Gold beim Säbel-JWC in Polen


Eislinger Colin Heathcock gewinnt Junioren-Weltcup in Sosnowiec

Im polnischen Sosnoviec fand am vergangenen Wochenende der erste Säbelweltcup der Junioren statt. Bei den Herren holte Colin Heathcock (Eislingen) am zweiten Wettkampftag in einem starken Teilnehmerfeld von 155 Fechtern Einzel-Gold. Bruder Antonio Heathcock (Eislingen) erzielte eine Top16-Platzierung, Max Laurin Müller (Dormagen) sicherte sich einen sehr guten 19. Platz.

Herrensäbel Einzel

Der erst 15-jährige Colin legte einen fehlerfreien Lauf hin: In der Vorrunde bereits ungeschlagen, konnte er seine KO´s durchweg überlegen gestalten und erhielt nie mehr als neun Gegentreffer. Im Halbfinale konnte er den Russen Dmitriy Nasonov mit 15:4 regelrecht deklassieren. Das Finale gegen den Bulgaren Todor Stoychev hatte er jederzeit im Griff und gewann den U20-Weltcup sicher und souverän mit 15:9.

Antonio Heathcock musste sich nach einem guten Gefecht gegen den Russen Terekhov (15:12) im Tableau der letzten 16 dem Amerikaner Colby Harley mit 15:7 geschlagen geben – Platz 16 war es am Ende des Tages für ihn. Max Müller konnte nach einer perfekten Vorrunde und Freilos sein Gefecht im 64er Tableau ebenfalls für sich entscheiden. Er scheiterte erst gegen den Italiener Emanuele Nardella mit 15:6 und wird 19.

Weitere Top64-Platzierungen: Julian Kühling Platz 46, Valentin Meka Platz 47 (beide Dormagen) und Robert Piecha (Bonn) Platz 54.

Damensäbel Einzel und Team

Für die U20-Säbeldamen lief es zunächst am Samstag im Einzel noch nicht ganz so rund: Nach recht ordentlichen Vorrunden konnten sich sieben Fechterinnen für die Top64 qualifizieren, den Sprung unter die letzten 32 war am Samstag jedoch noch nicht drin. Lena Stemper (Künzelsau) wurde beste Deutsche mit Platz 37, Alina Hornak (Tauberbischofsheim) kam auf Rang 38, Laura Ziob (Koblenz) wurde 41.

Weitere Top64-Platzierungen: Christine Marie Weber (Künzelsau) Platz 52, Anastasija Hirschfeld (Eislingen) Platz 55, Ylvi Schillinger (Tauberbischofsheim) Platz 59, Sina Neumann (Dormagen) Platz 63.

Damensäbel Bundestrainer Dan Costache, der für BTN Gergely Bokor vor Ort eingesprungen war, ist sich sicher: „Es war das erste internationale Turnier für die Juniorinnen nach so langer Pause. 2019 bei der EM in Porec konnten sie sich zuletzt messen, da zum großen Teil noch bei den Kadettinnen. Ein paar haben nervös angefangen, da hat das Selbstvertrauen noch gefehlt, da war die Handbremse noch nicht gelöst.“ Das hat sich am zweiten Tag im Teamwettbewerb dann deutlich gedreht. Die deutsche Mannschaft mit Felice Herbon (Dormagen), Christine Weber, Laura Ziob und Sina Neumann erkämpfen sich Platz sechs von 13 Teams.

„Mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden“, sagt Costache. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, drei der vier Fechterinnen sind im ersten Juniorenjahr. Wir waren an Platz 12 gesetzt und haben uns richtig gut verkauft. Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so weit kommen. Gegen Gastgeber Polen mit 45:35 klar zu gewinnen – das war richtig gut, zumal die Polen wirklich starke Fechterinnen haben.“ Im Tableau der letzten 8 trafen die deutschen Mädels dann mit Frankreich auf einen der Favoriten. Aber auch hier zeigten sie eine gute Leistung und mussten das Match mit engem 45:39 abgeben. Im ersten Platzierungsgefecht gegen Rumänien folgte ein Sieg mit 45:36, im anschließenden Kampf um Platz fünf gegen Russland war es eng, das DFB-Team verlor knapp mit 45:42. „Das macht uns als Trainer Hoffnung, dass wir da eine gute Perspektive haben“, so Costache.