Fotos: DFB/ Olaf Wolf

Golubytskyi und Joppich Deutsche Florett-Meister


Der vierte Titel in Folge für Carolin Golubytskyi, Peter Joppich zum fünften Mal nationaler Champion, das Finalpublikum der Deutschen Meisterschaften in Tauberbischofsheim sah zwei verdiente Titelträger des Jahres 2013.

Das war ein anstrengender Tag.“, meint die Tauberbischofsheimerin Carolin Golubytskyi, die erst Donnerstagnacht aus den USA zurück gekehrt war.

Die an Nummer zwei gesetzte hielt sich nicht lange mit der nationalen Konkurrenz auf, qualifizierte sich souverän für die Finalrunde der nationalen Meisterschaft. Dort setzte sie sich im Viertelfinale gegen die Leverkusenerin Roxanne Merkl klar mit 15:5 durch, siegte anschließend gegen die Berlinerin Martina Zacke15:8.

Finalgegnerin Katja Wächter (Tauberbischofsheim), Dauerkonkurrentin und Vorjahres-Dritte an gleicher Stelle, ließ bis zum Finale ebenfalls nichts anbrennen. Viertelfinalgegnerin Anna Dünhölter (Essen) blieb ohne echte Chance und unterlag 5:15. Im Halbfinale musste sich Nationalmannschaftskollegin Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim) knapp mit 13:15 geschlagen geben.

Das Finale hielten beide lange offen, ehe Carolin Golubytskyi nach zwischenzeitlicher Fünf-Treffer-Führung beim Stand von 11:11 zum Schlussspurt ansetzte und sich mit 15:11 jenen vierten DM-Titel in Folge sicherte.

Der Titel hat für mich großen Stellenwert.“, meint sie 27-jährige später „Zum vierten Mal in Folge, das ist doch Super.“, ergänzt sie freudestrahlend.

Bereits seinen fünften Meistertitel konnte der Koblenzer Peter Joppich in Tauberbischofsheim feiern. Der 30-jährige lieferte gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Sebastian Bachmann (Tauberbischofsheim) einen starken Finalkampf ab. Bis zum 7:7 sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Gefecht. Dann drehte der viermalige Weltmeister richtig auf, besiegte Bachmann am Ende deutlich mit 15:10. „Ich freue mich, dass es seit langem wieder geklappt hat.“, sagt Peter Joppich nach der Siegerehrung. „Immerhin ging es hier um den Meistertitel. Aber auch mit Blick auf den zweiten Teil der Weltcup-Serie, die kommendes Wochenende in Südkorea weitergeht, war es heute wichtig, noch mal einen Wettkampf zu fechten.“. Angesprochen auf seinen Finalgegner meint er: „Bachi ist ein unangenehmer Kontrahent. Wir trainieren fünf Mal in der Woche gegeneinander. Das macht die Sache nicht einfach.“.

Seinen Halbfinalgegner, den Bonner Marius Braun, hatte Joppich nach knapp zwei Minuten mit 15:10 bezwungen, zuvor im Viertelfinale Ciaran Veitenheimer (Weinheim) mit 15:11 besiegt.

Vizemeister Sebastian Bachmann, der ebenso wie auch Joppich problemlos die Finalrunde erreicht hatte, warf im Viertelfinale Vorjahressieger Moritz Kröplin (Bonn) mit einem knappen 14:14 im Sudden Death aus dem Rennen und behielt anschließend gegen seinen Vereinskollegen Johann Gustinelli mit 15:14 die Oberhand.

Festzustellen bleibt, dass die aktuelle Nationalmannschaft ab dem Halbfinale den Titel unter sich ausgemacht hat. Insofern gab es hier keine Überraschungen. Das sich mit Andrej Raisch und Niklas Uftring zwei junge Fechter vorn gezeigt haben, freut mich natürlich.“, fasst Bundestrainer Uli Schreck die Entscheidungen bei den Herren zusammen.

Platzierungen:

Damenflorett: 1. Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim), 2. Katja Wächter (Tauberbischofsheim), 3. Martina Zacke (Berlin), 3. Sandra Bingenheimer (Tauberbischofsheim), 5. Stephanie Romanus (Leipzig), 6. Anne Sauer (Tauberbischofsheim), 7. Roxanne Merkl (Leverkusen), 8. Anna Dünhölter (Essen)

Herrenflorett: 1. Peter Joppich (Koblenz), 2. Sebastian Bachmann (Tauberbischofsheim), 3. Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim), 3. Marius Braun (Bonn), 5. Moritz Kröplin (Bonn), 6. Andrej Raisch (Tauberbischofsheim), 7. Niklas Uftring (Tauberbischofsheim), 8. Ciaran Veitenheimer (Weinheim)