Fotos: Olaf Wolf

Heidemann und Kneip Deutsche Degen-Meister 2011


Britta Heidemann (Leverkusen) und ihr Vereinskollege Christoph Kneip haben sich am heutigen Tage die Titel der Deutschen Meister im Damen- bzw. Herrendegen gesichert.

Bereits mehrfach hatte die Olympiasiegerin Anlauf im Kampf um den Nationalen Meistertitel genommen, war in der Vergangenheit insgesamt vier Mal im Finale gescheitert. Diesmal lief alles nach dem Geschmack der 28-jährigen. Ihre ersten K.O-Gefechte meisterte sie auf dem Weg in die Finalrunde souverän, siegte im Viertelfinalgefecht gegen Marijana Markovic (Leverkusen) knapp 11:10. Mit Halbfinalgegnerin Imke Duplitzer (Bonn) stand ihr anschließend die Titelträgerin des Vorjahres gegenüber. Vor fast genau einem Jahr setzte sich die Bonnerin sicher mit 15:10 gegen Heidemann durch. Diesmal hatte nun Britta ihrerseits das glücklichere Händchen. 9:7 siegte Britta Heidemann gegen die achtfache Deutsche Meisterin aus Bonn.

Eng ging es auch im abschließenden Finale gegen Beate Christmann (Tauberbischofsheim) zu. Die Lokalmatadorin, die bereits auf zwei Titel verweisen kann, eliminierte im Viertelfinale Monika Sozanska (Heidenheim) klar mit 15:10, setzte sich anschließend gegen die Überraschungs-Halbfinalistin Maria Hugas-Mallorqui (Heidelberg) mit 15:14 durch. Das bis zum Schluss ausgeglichene Gefecht entschied Britta Heidemann dann im Sudden Death mit 6:5 glücklich zu ihren Gunsten, die damit nun alle Titel in ihrem Besitz hat. „Ich bin mit allem zufrieden, was mit diesem Tag zu tun hat“, atmete Britta Heidemann anschließend erleichtert auf. „Es freut mich insbesondere, da ich in der bisherigen Saison doch eine gewisse Flaute hatte. Natürlich hatte ich mich darauf vorbereitet, dass die Formkurve mal nach unten geht. Ich hatte eben mal die Phase, in der es nicht so läuft. Ich hatte aber auch den Willen und den Biss, da 'raus zu kommen. Hier wollte ich gut abschneiden“, ergänzt sie. Und sie fügt abschließend hinzu: „Heute habe ich mich deutlich besser gefühlt als in den Wochen zuvor. Nun gehe ich deutlich gestärkt in die Olympia-Qualifikation. Jetzt kann es los gehen“.

Im Herrendegen standen mit Christoph Kneip (Leverkusen) und Jörg Fiedler (Leipzig) zwei Routiniers im Finale von Tauberbischofsheim. Beide hatten sich sicher für die Finalrunde qualifiziert. Jörg Fiedler, bereits Deutscher Meister der Jahre 2002 und 2009, schaltete nach fehlerfreien Auftaktgefechten seinen Nationalmannschaftskollege Steffen Launer (Böblingen) im Viertelfinale mit einem knappen 15:14 aus. Anschließend setzte sich der 33-jährige gegen den Solinger Falk Spautz mit 15:13 durch. Sein Finalkontrahent aus Leverkusen, der im Viertelfinale Raphael Steinberger (Zülpich) mit 15:6 und danach Norman Ackermann (Leverkusen) mit 15:12 hinter sich gelassen hatte, ging mit Beginn des Finales sofort in Führung, die er bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gab. 15:12 hieß es am Ende des Finalgefechts zu Gunsten des Leverkuseners, der damit ebenfalls seinen ersten Titel „einfuhr“. „Ich wollte unbedingt Deutscher Meister werden. Dem Titel bin ich schon einige Zeit hinterher gerannt“, so der Leverkusener nach seinem Sieg. „Es war für mich natürlich angenehm, dass Jörg bereits am Anfang in Rückstand geraten ist Damit konnte ich das Gefecht gestalten. Für mich war der Titel wichtig. Ich habe damit klargestellt, dass ich in das Team gehöre. Zwar sind wir mit der Mannschaft bei Olympia nicht dabei, aber da gibt es ja auch noch eine EM und WM. Und zu dem Team will ich dazugehören“, fügt er freudestrahlend hinzu.

 

Platzierungen: Damendegen: 1. Britta Heidemann (Leverkusen), 2. Beate Christmann (Tauberbischofsheim), 3. Imke Duplitzer (Bonn), 3. Maria Hugas-Mallorqui (Heidelberg), 5. Ricarda Multerer (Heidenheim), 6. Monika Sozanska (Heidenheim), 7. Marijana Markovic (Leverkusen), 8. Alexandra Ndolo (Bonn)

Herrendegen: 1. Christoph Kneip (Leverkusen), 2. Jörg Fiedler (Leipzig), 3. Norman Ackermann (Leverkusen), 3. Falk Spautz (Solingen), 5. Stephan Rein (Heidenheim), 6. Raphael Steinberger (Zülpich), 7. Steffen Launer (Böblingen), 8. Richard Schmidt (Tauberbischofsheim)