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"Heidenheimer Fechtertage"


Vom 10. bis 13. Januar 2019 trifft sich die Herrendegenelite zu den „Heidenheimer Fechtertagen“. Mit knapp 330 Startern ist der Weltcup einer der größten der Saison.

Vor dem Wettkampf hat uns Bundestrainer Mario Böttcher für ein kurzes Interview zur Verfügung gestanden.

 

Nach dem Saisonauftakt in Bern und einen siebten Platz für Lukas Bellmann (TSV Bayer Leverkusen) beim ersten Weltcup, geht es jetzt in Heidenheim weiter. Die Saison ist noch jung und die Olympia-Qualifikation steht bald an, wie bewertest Du die Leistung aus Bern?

Böttcher: In Bern starteten wir mit einem Finalplatz von Lukas sehr gut in die Saison. Wir schaffen immer bessere Einzelergebnisse und es ist nicht immer nur einer, sondern immer wieder jemand anderes. Dass freut mich und wir müssen uns nicht mehr verstecken. 

In der Mannschaft bleiben wir unverändert, das ist nicht so gut. Wir tun uns immer noch schwer das 16er Gefecht zu gewinnen. Wir haben noch nicht das Selbstvertrauen dort regelmäßig zu gewinnen. Aber wir starten mit breiter Brust in die Olympia-Qualifikation am 1. April.

Wie sieht der momentane Leistungsstand der deutschen Fechter aus?

Böttcher: Wir sind eine sehr gute Truppe, die immer wieder nach vorn kommt. Es sind alle soweit fit und werden mit voller Kraft in dieses Jahr starten. Die Umstände im Degen sind schwer, da viele um die Olympiatickets kämpfen und wenn wir nicht fit wären, könnten wir es gleich vergessen. Aber so können wir die Qualifikation voll angehen.

Der einzige Dämpfer momentan ist die Ungewissheit der neuen Passivitätsregel. Keiner weiß genau, wie sie an der Bahn ausgelegt wird und welche Einschränkungen sie taktisch wirklich bringt. Man hört so viele Meinungen, wenn man Leute fragt und das schürt einfach Nervosität auf der Bahn. Das braucht man in der jetzigen Phase nicht. Aber das geht allen Fechtern so. 

Was sagst Du zum Starterfeld in Heidenheim?

Mit 329 Gemeldeten ist es ein riesiges Starterfeld. Das ist Wahnsinn für einen Weltcup. Es zeigt aber auch, dass man gern zu Turnieren in Deutschland kommt, da sie super organisiert durchgeführt werden. Der Rahmen in Heidenheim ist hervorragend und mit viel Tradition verbunden. Ein tolles Turnier in der Weltcupserie. 

Durch dieses riesige Starterfeld ist es aber auch eines der schwersten Turniere der Saison. Ich bin auf alle deutschen Teilnehmer gespannt, wer sich durchsetzen wird, egal ob junger Nachwuchsfechter oder alter Hase. 

Es herrscht auch immer ein besonderer Druck zu Hause, der uns auch motivieren kann. Das erlebten wir auch in Leipzig 2017. 

Kannst Du eine Prognose für den Weltcup abgeben?

Es ist schwer, aber ich glaube, wir werden uns besser verkaufen als die letzten Jahre. Bis jetzt konnten wir uns immer ein klein wenig steigern. Ansonsten hoffe ich auf ein positives Zeichen mit der Mannschaft unter den letzten Acht.

 

Interessante Links zu den „Heidenheimer Fechtertage“

Ergebnisse: http://www.fencingworldwide.com/de/competition/59-2018/global/

https://heidenheimer-zeitung.pageflow.io/fechtertage-2019#189681