Heim-EM: Platz 6 für Leonie Ebert


Am zweiten Tag der EM in Düsseldorf starteten die Degenfechter und Florettfechterinnen.

Fotos: Jan von Uxkull-Gyllenband und Team Bizzi

Die Florettdamen fanden einen gelungenen Einstieg ins Turnier: Anne Sauer gewann alle Gefechte in der Vorrunde, ihre Vereinskameradinnen Leonie Ebert und Carolin Golubytskyi (alle Future Fencing Werbach) sowie Eva Hampel (FC Tauberbischofsheim) absolvierten ebenfalls eine gute Vorrunde. Nur Golubytskyi musste in die 64er Direktausscheidung, um in die Runde der besten 32 Fechterinnen zu kommen. So hatte Golubytskyi denn auch bei der nächsten Direktausscheidung mit der Weltranglistenzweiten Inna Deriglazova (RUS) ein schweres Los und unterlag nach einem harten Kampf 15:12.

Ebert und Hampel erreichten das Feld der letzten 16 ohne Probleme, während Sauer stellenweise mit einem vier Punkte Rückstand zur Spanierin Breteau zu kämpfen hatte. Lautstark angefeuert vom Publikum gelang ihr im letzten Drittel das Gefecht zu drehen und sie siegte 15:12. Beim Kampf um das Viertelfinale gelang es nur Ebert, sich in einer spektakulären Aufholjagd gegen Francesca Palumbo (ITA) durchzusetzen, Sauer und Hampel beendeten die EM mit den Rängen 12 und 14. Am Ende reichte es für Ebert dann im Viertelfinale nicht zur Medaille, sie unterlag klar Elisa di Francisca (ITA) und kam auf Platz sechs. Dazu der Damenflorett Bundestrainer Giovanni Bortolaso: „Wir müssen den gesamten Wettkampf sehen. Eine Medaille wäre wichtig gewesen, aber wir dürfen nicht vergessen: hier hat eine 19-Jährige gegen eine erfahrene Weltklassefechterin gefochten. Für Leonie ist es eine neue Erfahrung. Ich bin zufrieden mit allen Fechterinnen.“

Mit 97 Fechtern war die Degen-Ausscheidung die stärkste besetzte Disziplin bei der EM. Alle deutschen Fechter schlossen ihre Vorrunde mit vier Siegen und zwei Niederlagen ab. Bundestrainer Mario Böttcher kommentierte: „Wir hatten einen sehr nervösen Start, aber das ist in Ordnung. Sie haben sich alle in sehr starken Runden durchgesetzt, das macht Hoffnung auf mehr.“ 

In der folgenden Direktausscheidung zum Einzug unter die besten 32 konnten sich die Hoffnungen der deutschen Degenfechter zumindest für Drei nicht erfüllen: Nikolaus Bodoczi (FC Offenbach) unterlag Marco Fichera (ITA) mit 8:15. In einem dramatischen Gefecht musste sich Lukas Bellmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) Gergely Siklosi (HUN) mit 13:15 geschlagen geben. Er hatte in der Anfangsphase des Gefechtes noch gegen den Ungarn geführt. Auch Richard Schmidt (FC Offenbach) verlor gegen Ido Harper (ISR) mit 11:15. Einzig Stephan Rein (Heidenheimer SB) gelang der Sieg gegen Paul James Sanchez-Lethem (GBR).

Einen Herzinfarkt-Moment bescherte Rein den deutschen Fans: Nach einer klaren 14:12 Führung konnte er nicht mehr punkten und verlor gegen Niko Vuorinen (FIN). Der Bundestrainer Böttcher kommentiert abschließend: „Es ist sehr ärgerlich, wir waren schon mit einem Bein im 16er. Stephan hat das leider nicht nach Hause bekommen. Das ist uns diese Saison schon öfters passiert. Da müssen wir im Training mehr ran gehen. Wir werden uns jetzt die zwei kommenden Tage auf die Mannschaft konzentrieren und hoffen, dass es am Freitag besser läuft.“

Ergebnisse Damenflorett

Ergebnisse Herrenflorett