Fotos: Augusto Bizzi

Heim-EM: Platz vier Damenflorett -Platz sieben im Herrendegen


Am zweiten Tag der Mannschaftsentscheidungen gingen Herrendegen und Damenflorett an den Start.

Damenflorett: Medaille knapp verpasst

Die Florettmannschaft der Damen mit Leonie Ebert, Anne Sauer, Carolin Golubytskyi (alle Future Fencing Werbach) und Eva Hampel (FC Tauberbischofsheim) startete aufgrund eines Freiloses direkt im Viertelfinale gegen die an fünf gesetzten Fechterinnen aus Ungarn. Die Deutschen begannen sehr konzentriert, gingen von Anfang an in Führung, mit durchgehend, lautstarker Unterstützung des Publikums. Mit einem deutlichen 45:31 Sieg zogen sie in das Halbfinale gegen die Gegnerinnen aus Frankreich ein. Das französische Team steht derzeit auf Platz eins der Weltrangliste. Dagegen blieben die deutschen Fechterinnen chancenlos. Nach einem 28:45 ging es für die Deutschen in das Gefecht um die Bronzemedaille. Hier trafen sie auf das starke Team aus Italien mit der amtierenden Europameisterin Elisa Di Francisca mit einem Endergebnis von 36:45. Das bedeutete der vierte Platz.  

„Eine hochverdiente Leistung für die deutsche Mannschaft. Wir müssen Respekt haben, aber zukünftiger aggressiver auftreten. Hier müssen wir noch weitere Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, sie haben zu jedem Zeitpunkt alles gegeben. Diese Saison ist sehr wichtig für uns und wir haben jetzt schon einen kleinen Schritt in Richtung Olympiaqualifikation gemacht, aber jetzt folgt erst die WM in Budapest“, sagte der Bundestrainer Giovanni Bortolaso.

Herrendegen: Stolzer Bundestrainer

Der Tag startete für das deutsche Degenteam in der 16er Direktausscheidung. Dort trafen Richard Schmidt, Nikolaus Bodoczi (beide FC Offenbach), Stephan Rein (Heidenheimer SB) und Lukas Bellmann (TSV Bayer Leverkusen) auf Spanien, wo sie eindeutig gewannen (45:36).

In der Runde der letzten Acht stand das deutsche Team gegen den amtierenden Team-Europameister Russland auf der Bahn und lieferte ein starkes Gefecht ab. Im letzten Gefecht lag das deutsche Team zwischenzeitlich nur einen Treffer zurück und Bellmann bekam die Freigabe alles zu riskieren. Leider schaffte er es nicht und sie verloren 26:36. „Wir waren alle heiß auf Russland, wir wussten es wird spannend. Die letzten Male haben wir immer knapp verloren und vor heimischer Kulisse wollten wir natürlich gewinnen. Die Stimmung war super! Am Ende haben wir uns noch einmal reingebissen und sind nochmal rangekommen“, so Bellmann.

In den Platzierungsgefechten um Platz fünf stand zunächst die italienische Mannschaft auf der Bahn. Auch hier blieben sie lange Zeit dran und versuchten ihre Treffer zu setzen, schafften dies allerdings nicht und verloren 38:45. Im Gefecht um Platz sieben gegen Polen ließen die vier Degenfechter nichts anbrennen und gewannen souverän 45:36. „Ich bin super stolz auf die Mannschaft. Sie haben zwei sehr knappe Gefechte gegen Russland und Italien gemacht. Am Ende hatten wir das Nachsehen. Da hat uns das Glück gefehlt“, fasste Böttcher zusammen, „Nach dem schlechten Start in die Olympiaquali haben wir uns wieder zurückgekämpft.“

Besuch vom Ministerpräsidenten Armin Laschet

Im Rahmen der Finalkämpfe war auch Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet anwesend. Im spannenden Herrendegen Finale zwischen Dänemark und Russland konnte er sich von der Sportart selbst überzeugen und hebt den Stellenwert hervor: „Die Fecht-EM ist eine faszinierende Bereicherung, ein Höhepunkt im Kalender 2019 des Sportlands Nordrhein-Westfalen. Diese klassische Sportart erinnert uns daran, wie zeitlos die Werte Respekt und Fairness im Sport sind. Mein herzlicher Dank gilt der Sportstadt Düsseldorf, die kurzfristig als Ausrichtungsort eingesprungen ist. Damit zeigt sie stellvertretend, dass im Sportland Nordrhein-Westfalen große Sportereignisse erstklassig organisiert werden können.“

Ergebnisse Damenflorett

Ergebnisse Herrendegen