Herrendegen: Weltcup in Vancouver


Herzberg und Unterhauser in den Top64; Mannschaft auf Platz 15

Beim „65. Peter Bakonyi World Cup“ im kanadischen Vancouver trat die internationale Herrendegen-Elite an: 200 Fechter aus 38 Nationen waren im Einzel vertreten; Fabian Herzberg (Leverkusen) und Samuel Unterhauser (Tauberbischofsheim) konnten sich von den insgesamt acht DFB-Startern für das Hauptfeld der besten 64 qualifizieren. „Fabian bestätigt damit seine Leistung von Doha“, resümiert Bundestrainer Mario Böttcher nach dem ersten Tag. Besonders freue er sich über die Leistung von Samuel Unterhauser, der es zum ersten Mal schafft, sich ins 64er zu kämpfen. „Wir steigern uns langsam wieder.“

Herzberg behielt an Tag 1 die Nerven: mit soliden vier Siegen aus der Vorrunde gewinnt er sein 1. K.O. gegen Tibor Andrasfi aus Ungarn mit 15:14 und macht es danach gegen den Amerikaner McDowald erneut mit 15:14 spannend. An Tag zwei trifft er im ersten Match auf den Ägypter Elsayed und verliert 15:12 – für Herzberg am Ende Platz 51.

Ähnlich lief es bei Samuel Unterhauser: im 1. K.O. gegen den Chinesen Xiao Ma gewinnt er 15:10; das 2. Match gegen Ma – diesmal aus Korea – entscheidet er mit 15:11 ebenfalls für sich und hat damit den Sprung ins Haupttableau geschafft. Dort trifft er direkt auf den späteren Bronze-Gewinner Limardo Gascon aus Venezuela und gibt das Gefecht 15:12 ab. Platz 54 für ihn. „Es waren schwierige Gefechte“, meint Böttcher. „Fechterisch waren die Leistungen deutlich besser als in Doha. Das hat mir gut gefallen. Aber leider hat es noch nicht für´s Weiterkommen gereicht.“

Lukas Bellmann (Leverkusen) und Richard Schmidt (Tauberbischofsheim) verpassen den Einzug ins 64er knapp und landen auf den Plätzen 66 und 78.

Im Mannschafts-Wettbewerb treten Bellmann und Schmidt gemeinsam mit Stephan Rein (Heidenheim) und Nikolaus Bodoczi (Offenbach) an. Nach einem soliden Start gegen das Team aus Marokko (45:38) trifft das DFB-Quartett auf die starken Russen und verlieren 45:31. „Russland war heute einfach zu stark für uns. In den Platzierungsgefechten gegen Israel und China haben wir uns dann auch schwergetan und uns versucht, durchzukämpfen. Der Sieg am Ende gegen Ägypten war wichtig und eine kleine Revanche für Bern, als wir unglücklich im 32er verloren haben. Die beiden afrikanischen Mannschaften zu schlagen war auch im Hinblick auf die Olympiaqualifikation wichtig, um zu zeigen, dass sie nicht einfach so an uns vorbeikommen. Allerdings schaffen wir es derzeit in Europa nicht uns da weiter nach oben zu beißen“, so Böttcher abschließend.

 

Die Sieger aus Vancouver:

Einzel:

1. Platz: Bas Verwijlen (Niederlande)

2. Platz: Sergey Bida (Russland)

3. Platz: Ruben Limardo Gascon (Venezuela) und Bogdan Nikishin (Ukraine)

 

Mannschaft:

1. Platz: Korea

2. Platz: Italien

3. Platz: Japan